22. März 2013, 17:18 Uhr

Schulzentrum: Appellen folgt absolutes Halteverbot

Bad Nauheim (bk/pm). Seit Jahren herrscht Verkehrschaos vor den Beruflichen Schulen am Gradierwerk. Eltern, die ihre Kinder zum Schulzentrum fahren, parken, stellen Fußwege zu und gefährden Fußgänger. Des Öfteren hatten sich Schulvertreter zu Wort gemeldet und Abhilfe angemahnt. Nach Angaben von Erster Stadträtin Brigitta Nell-Düvel haben Appelle an die Eltern nicht gefruchtet. Deshalb hat sie ein absolutes Halteverbot erlassen.
22. März 2013, 17:18 Uhr
Solche Szenen gehören bald der Vergangenheit an: Verkehrschaos vor dem Schulzentrum. (Foto: pv)

Im September letzten Jahres hatte Nell-Düvel die Vertreter der Schulen, des Schulamtes, des Wetteraukreises sowie von Verkehrsgesellschaft, Polizei und Ordnungsbehörde eingeladen. Mit Ausnahme der Elternvertreter, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewählt waren, hätten alle teilgenommen. Thema war das tägliche Chaos zu Beginn und zum Ende des Unterrichts rund um den Eingang der Berufs- und Ernst-Ludwig-Schule.

»Es bestand große Einigkeit, dass durch die jetzige Situation die Schüler massiv gefährdet sind«, betont Nell-Düvel. Die Bürgersteige und die Straßen seien durch Autos blockiert, die Schüler müssten sich »hindurchquetschen«, Fahrradfahrer hätten überhaupt keinen Platz. In einer Pressemitteilung der Schülervertretung der BSG hieß es damals: »Soweit das Auge reicht, kämpfen Mütter, Väter, Freunde und Fahrschulen, Schüler, die aus dem Parkhaus wollen, Roller- und Radfahrer sowie Fußgänger um die Vorherrschaft auf dem Gelände.« Laut Schülervertreter halten sich aktuell drei jugendliche Rollstuhlfahrer nach der Schule in diesem Gebiet auf.

»Nachdem die Aktionen der Schülervertretungen das Verhalten der Eltern nicht geändert haben, muss ich als Ordnungsdezernentin reagieren. Die Sicherheit der Schüler hat oberste Priorität«, erklärt die Erste Stadträtin. Es sei nicht erforderlich, ein Kind direkt vor der Schule abzusetzen oder abzuholen. Im näheren Umfeld gebe es Parkmöglichkeiten, die von den Eltern genutzt werden könnten. Zudem sei es für die Schüler sinnvoll, nach dem Unterricht eine Bewegungsphase einzulegen. Nell-Düvel: »Das fördert die Fitness und trägt zum Knüpfen von sozialen Kontakten zu Mitschülern bei.«

Direkt vor der Schule am Gradierwerk wird absolutes Halteverbot angeordnet. Die Schilder werden in den Ferien aufgestellt. Nach Angaben der Dezernentin sehen auch die Elternvertreter die Notwendigkeit dieser Anordnung ein. Das absolute Halteverbot wird nach Ferienende von der Ordnungspolizei kontrolliert. Die Straßenverkehrsbehörde entwirft ein Infoblatt, in dem alternative Parkmöglichkeiten aufgezeigt werden.

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