30. November 2010, 19:20 Uhr

Kein Stopp mehr an der Haltestelle »Rathaus«

Bad Nauheim (bk). Auf eine wichtige Änderung müssen sich Fahrgäste der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) zum Winterfahrplan gefasst machen: Die Busse der Linien 02, 09, 16 und 300 halten ab dem 12. Dezember nicht mehr in der Friedrichstraße.
30. November 2010, 19:20 Uhr
Dieses Bild gehört ab 12. Dezember der Vergangenheit an: Ein Bus der Linie 9 hält in der Friedrichstraße. (Foto: nic)

Bad Nauheim (bk). Auf eine wichtige Änderung müssen sich Fahrgäste der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) zum Winterfahrplan gefasst machen: Die Busse der Linien 02, 09, 16 und 300 halten ab dem 12. Dezember nicht mehr in der Friedrichstraße. Wer diese Busse benutzt, muss künftig zum Aliceplatz oder zu einer anderen Haltestelle gehen, um dort einzusteigen. Wie VGO-Prokurist Volker Hofmann betont, kämen die Planer damit einem Wunsch der Stadt Bad Nauheim nach: »Diese Neuregelung wird zunächst für ein Jahr auf Probe eingeführt. Sollte es zu massiven Beschwerden kommen, wird die Änderung zurückgenommen.« Nach den Worten von Bürgermeister Bernd Witzel ist die Verkehrssituation in der Friedrichstraße bislang für alle Beteiligten unerfreulich. Weil dort ständig auf beiden Seiten Busse halten, an denen in der engen Straße kaum vorbeigefahren werden kann, komme es des Öfteren zu Rückstaus bis in die Parkstraße. Zudem befinden sich in Höhe der Haltestelle die Einmündung der Burgpforte und ein Zebrastreifen, was für zusätzliche Probleme sorge. Deshalb sei man an die VGO mit dem Wunsch herangetreten, die Lokalbuslinien nicht mehr an dieser Stelle halten zu lassen.

»Aus dem Blickwinkel der Stadt ist der Wunsch verständlich, einige Kunden werden das sicherlich anders sehen. Deshalb hatten wir Bedenken angemeldet und letztlich den Probebetrieb vereinbart«, sagt Hofmann. Die Haltestelle »Rathaus« befinde sich in zentraler Lage, deshalb stiegen dort immer einige Fahrgäste ein, meist mit dem Ziel Friedberg. Wer beispielsweise in der Altstadt wohne und einen Bus der betroffenen Linien nutzen wolle, müsse künftig rund 200 Meter mehr gehen - bis zum Aliceplatz. »Für Senioren oder Behinderte ist das nicht ganz so erfreulich. Ich kann mir vorstellen, dass es zu Beschwerden kommt. Wir haben uns mit der Entscheidung schwer getan«, meint der Prokurist. An den Fahrzeiten der vier Linien ändere sich nichts.

Durch die Busse komme es in der Friedrichstraße tatsächlich zu Verkehrsbehinderungen. Bislang wird die Haltestelle nämlich von sieben Linien bedient - neben den VGO-Bussen halten die Stadtbusse, die dort auch in Zukunft stoppen. Hofmann: »Tagsüber sind somit ständig Busse in dieser Straße unterwegs, in der es im Gegensatz zum Parkstraße keine Haltebuchten gibt.«

»Wir wollen durch die Verlagerung der Lokalbushalte eine bessere Verkehrsabwicklung in der Friedrichstraße und mehr Sicherheit für die Fahrgäste herstellen«, begründet Bürgermeister Witzel den Vorstoß der Stadt. Vor allem bei zeitgleicher Anfahrt von zwei oder mehr Bussen komme es zu Rückstaus und unübersichtlichen Situationen. Für Fahrgäste, die nach dem Aussteigen die Straße überqueren wollen, kann es gefährlich werden, wenn gleichzeitig ungeduldige Autofahrer den haltenden Bus überholen. Einen Beitrag zur Staubildung leisten zudem Verkehrsteilnehmer, die ihre Fahrzeuge trotz Parkverbot am Straßenrand abstellen.

Schlagworte in diesem Artikel

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen