18. Juni 2010, 18:08 Uhr

Rosenkönigin Sina Möller seit 100 Tagen im Amt

Bad Nauheim-Steinfurth (pm). Sie hat dem Ministerpräsidenten die Hand geschüttelt, Schlagerstars wie Nicole oder Nik P. kennengelernt, gegen den EC Bad Nauheim um die Wette gekocht und wurde von Tausenden Menschen bejubelt - gerade einmal 100 Tage im Amt, hat Rosenkönigin Sina Möller schon viel erlebt.
18. Juni 2010, 18:08 Uhr
Einer von vielen interessanten Terminen: Rosenkönigin Sina Möller und ihre Prinzessinnen bei der Taufe der Sparkassen-Rose. (Foto: Michael Hauler/pv)

Seit der feierlichen Inthronisation am 12. März standen für sie und ihre Prinzessinnen Melissa Pfeiffer und Madelaine Löbenbrück über 20 Veranstaltungen auf dem Programm. Klingt anstrengend, ist es aber nicht: »Es ist einfach toll«, sagt die Studentin strahlend. Manchmal sei sie selbst erstaunt über die Begeisterung der Leute, denn wenige hundert Meter Weg über die Landesgartenschau könnten sich schon mal über zwei Stunden hinziehen. »Du kommst nicht vom Fleck«, lacht Sina, »alle Leute freuen sich, winken, wollen mit mir fotografiert werden. Ich hätte das selbst nie gedacht. Es ist aber kein Stress für mich, weil es so positiv ist.« Besonders positiv wird Sina die Taufe der Sparkassen-Rose auf der Landesgartenschau in Erinnerung bleiben. Zu der Veranstaltung am 5. Juni wurde die Rosenkönigin mit einem Hubschrauber eingeflogen, dazu regnete es Rosenblätter.

Auf die Frage nach weiteren Höhepunkten ihrer bisherigen Amtszeit, nennt Sina ohne lange zu überlegen den Hessentag. Einer der schönsten der ersten hundert Tage war aber auch einer der anstrengendsten: Um 7 Uhr früh saßen die Majestäten bereits beim Friseur, bevor es nach Stadtallendorf ging. In ihrem voluminösen Kleid kann Sina nicht selbst Auto fahren, sogar beim Anziehen braucht sie Hilfe. Beim Hessentag angekommen, hieß es warten auf den Umzugsbeginn in sengender Hitze und während des Zugs dann zwei Stunden winken und lächeln. Selbst für die neunjährigen Rosen-Prinzessinnen Madelaine und Melissa wird das aber nicht langweilig, »wenn man verschiedene Arten zu winken hat«, wie Melissa erklärt. Aus den schüchternen, eher stillen Prinzessinnen sind in wenigen Wochen zwei selbstbewusste, aufgeweckte Mädchen geworden, die sich sogar freiwillig dafür melden, in der Schule eine Rede zu halten. Mit öffentlichen Reden hat auch Rosenkönigin Sina kein Problem, Routine habe sich aber noch nicht eingestellt: »Die Veranstaltungen sind so unterschiedlich und vielfältig, da kann sich eigentlich keine Routine entwickeln. « So eröffnete die Rosenkönigin beispielsweise die Landesgartenschau mit Ministerpräsident Roland Koch, kickte beim Aktionstag zur Frauen Fußball-WM mit der ehemaligen Nationalspielerin Nia Künzer oder begrüßte die neue Bad Vilbeler Quellenkönigin.

Der größte Höhepunkt steht der Rosenkönigin allerdings noch bevor: Vom 16. bis 19. Juli wird in Steinfurth das traditionelle Rosenfest gefeiert. Beim Rosenkorso am Sonntag werden Sina und ihre Prinzessinnen auf einem der Prunkwagen sitzen und den Besuchern winken. Und was dieses Event in ihrem Heimatdorf angeht, ist selbst die sonst lockere Sina aufgeregt. Denn: »Jeder hier kennt mich. Das muss gut werden.«

Die Rosenkönigin, die neben ihrem Studium der Ökotrophologie zurzeit ein Praktikum in Vollzeit macht, hat auch vorher noch einige Termine. Viel Raum für Freizeit bleibt da nicht, und bei so manchem Termin wird sie von ihrer Vorgängerin Janina Michel vertreten. Die 23-jährige Sina weiß schon jetzt, dass es sehr traurig wird, wenn sie ihr Amt schließlich niederlegt. Aber bis dahin hat die Rosenkönigin noch 630 Tage Zeit.

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