30. Juli 2009, 21:22 Uhr

In drei Wochen rollen die Bagger an

Bad Nauheim (bk). Eine diffizile organisatorische und logistische Aufgabe haben die Verantwortlichen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), Planer und Bauunternehmen auf dem Gebiet der ehemaligen Housing Area zu erledigen: Mit der Entkernung der 19 Gebäude wurde dieser Tage begonnen, dem Abriss folgt die Umgestaltung eines kleinen Teils des Areals zu einem Parkplatz für die Landesgartenschau (LGS). Parallel wird die Erschließung des gut acht Hektar großen Geländes vorangetrieben. »Im ersten Halbjahr 2010 können bereits die ersten Eigenheime gebaut werden«, sagte Wobau-Geschäftsführer Hans-Peter Schäfer am Donnerstag im Gespräch mit der WZ. Zwischen Frankfurter Straße, Bodestraße, Steinfurther Straße und Lee Boulevard wird eine neue Siedlung für mehr als 500 Bewohner entstehen.
30. Juli 2009, 21:22 Uhr
Wo das Kebab-Haus und Reste der ehemaligen Tankstelle stehen, sollen als Abrundung der Housing-Area-Bebauung Mietwohnungen entstehen.

Bad Nauheim (bk). Eine diffizile organisatorische und logistische Aufgabe haben die Verantwortlichen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), Planer und Bauunternehmen auf dem Gebiet der ehemaligen Housing Area zu erledigen: Mit der Entkernung der 19 Gebäude wurde dieser Tage begonnen, dem Abriss folgt die Umgestaltung eines kleinen Teils des Areals zu einem Parkplatz für die Landesgartenschau (LGS). Parallel wird die Erschließung des gut acht Hektar großen Geländes vorangetrieben. »Im ersten Halbjahr 2010 können bereits die ersten Eigenheime gebaut werden«, sagte Wobau-Geschäftsführer Hans-Peter Schäfer gestern im Gespräch mit der WZ. Zwischen Frankfurter Straße, Bodestraße, Steinfurther Straße und Lee Boulevard wird eine neue Siedlung für mehr als 500 Bewohner entstehen. Investiert werden rund 18 Millionen Euro, neben der Wobau sind an dem Mammutprojekt die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) und die Nassauische Heimstätte beteiligt, die Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen errichten.

2007 waren die Familien der US-Soldaten ausgezogen - fast 1000 Bewohner. Bereits drei Jahre vorher hatte der Magistrat Gespräche mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) aufgenommen. Nach vierjährigen zähen Vehandlungen erhielt die Stadt im Herbst 2008 für 7,5 Millionen Euro den Zuschlag. Der Bebauungsplan soll im Spätherbst Rechtskraft erhalten.

Ursprünglich sollten zwei oder drei Wohngebäude erhalten und vemietet werden. »Diese Pläne haben sich zerschlagen, weil die Mehrfamilienhäuser entweder schadstoffbelastet sind oder Statikprobleme aufweisen«, sagte Schäfer, der sich gestern zusammen mit Erstem Stadtrat Armin Häuser sowie den Wobau-Mitarbeitern Hans-Peter Klein und Raimund Bell ein Bild vom bisherigen Arbeitsverlauf machte.

Derzeit werden alle schadstoffbelasteten Holzteile sowie die Kunststofffenster ausgebaut und getrennt entsorgt. »In etwa drei Wochen rollen die großen Abrissbagger an, die sich aus Richtung Frankfurter Straße aufwärts vorarbeiten werden«, erläuterte Prokurist Bell. Angrenzend an die Frankfurter Straße werden auf 12 000 Quadratmetern 800 Parkplätze für die LGS angelegt. Laut Schäfer kommt eine Maschine zum Einsatz, die den unbelasteten Bauschutt zerkleinert, der für die Stellplätze verteilt wird. Für den Abriss der 17 Wohngebäude sowie des ehemaligen PX-Einkaufszentrums und des Kindergartens hat die Wobau fünf Monate und 2 Millionen Euro veranschlagt. Vor der LGS soll die Erschließung erfolgen, wobei in erster Linie Wohnstraßen angelegt werden. Schäfer: »Wie eine Untersuchung ergeben hat, sind die Kanäle in Ordnung, ob Fernwärme, Gas oder eine andere Art der Energieversorgung zum Tragen kommt, wird auf Grundlage eines Gutachtens entschieden.«

Entlang der Mac-Nair-Road wird die Wobau Mehrfamilienhäuser mit mindestens 50 Mietwohnungen (zwei bis vier Zimmer) hochziehen lassen. Der Rest des Riesenareals wird mit freistehenden Einfamilienhäusern, Doppel-, Reihen- und Atriumhäusern bebaut. Ebenfalls vorgesehen sind Stadtvillen mit Eigentumswohnungen und ein Mehrgenerationenhaus. Durchzogen wird das Gelände von Grünzügen, an den Wegen werden Spielgeräte aufgestellt. Eine neue Kita entsteht in der Rotdornstraße. Schäfer zufolge will die Wobau auch das Eckgrundstück Frankfurter Straße/Lee Boulervard erwerben. Dort, wo derzeit das Kebap-Haus steht, ist ein Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen und einem »Tante-Emma-Laden« geplant.

»Die Wobau hat in der Siedlung rund 100 Grundstücke zu vergeben, 80 Interessenten sind bereits vermerkt. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen 290 und 320 Euro«, sagte der Geschäftsführer.



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