04. März 2008, 17:42 Uhr

Damals wie heute: Hilfe, wenn Not am Mann ist

Bad Nauheim-Schwalheim (bo). Festtagsstimmung herrschte am Sonntagnachmittag in der voll besetzten Mehrzweckhalle. Der Schwalheimer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) feierte sein 50-jähriges Bestehen. Ein Rückblick auf die Entwicklung der Organisation und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Feierstunde.
04. März 2008, 17:42 Uhr
Vertreter von Kreis- und Bezirksverbänden der AWO ehren die langjährigen Mitglieder des Ortsvereins (links). Rechts: Der gemischte Chor des Gesangvereins Schwalheim bei seinem Auftritt. (Fotos: bo)

Redebeiträge und Auszeichnungen wurden umrahmt von Darbietungen des gemischten Chors des Gesangvereins Schwalheim unter Leitung von Hermann Jung, der Bad Nauheimer Salontänzer und von Ursula Enke aus Wölfersheim (Klavier und Gesang).
AWO-Vorsitzende Elisabeth Führer begrüßte die Gäste, darunter Bürgermeister Bernd Witzel und den Kreisvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt, Manfred Thrun, und erinnerte an die Anfänge des Ortsvereins. Gegründet worden war die Arbeiterwohlfahrt in Schwalheim am 26. Februar 1958 von 18 Bürgern, deren Anliegen es war, in Not geratenen Bewohnern beizustehen. Die Führung der Ortsgruppe hatte Heinrich Becker übernommen.

Eine der ersten Aufgaben war es nach Aussage Führers, die den Ortsverein seit 30 Jahren leitet, den Flüchtlingen aus der ehemaligen DDR und deutschstämmigen Auswanderern aus osteuropäischen Ländern zu helfen. In 64 Fällen habe man Unterstützung geleistet. Die Vorsitzende erwähnte außerdem Aktivitäten wie die Vermittlung von Haushaltshilfen, die Herbst- und Frühjahrs-Sammelaktionen, die Organisation von Freizeiten und Kuraufenthalten für verschiedene Bevölkerungsgruppen sowie Spendenaktionen aus unterschiedlichen Anlässen. In Schwalheim leidet die Ortsgruppe unter einem Mitgliederschwund. Führer zufolge gab es vor zehn Jahren 100 Mitglieder, heute sind es noch 80. Wie in anderen Vereinen fehle »die nächste tätige Generation«.

Den Reigen der Gratulanten eröffnete Bürgermeister Bernd Witzel, der das intakte Vereinsleben würdigte. In all den Jahren habe sich der AWO-Ortsverein durch die vielfältigen karitativen Tätigkeiten einen hervorragenden Ruf erworben. Der Kreisvorsitzende würdigte in seiner Ansprache das große Engagement und die Kreativität des Ortsvereins Schwalheim. Thrun nahm auch die Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. Für zehnjährige Treue zur AWO wurden Resi Wagner und Leo Fröde ausgezeichnet. Seit 20 Jahren dabei sind Edith Führer und Annelore Schneider. 25 Jahre AWO-Mitglied ist Brunhilde Franz, 30 Jahre aktiv sind Anneliese Nussbaum, Renate Donabauer und Marie Müller. Vor vier Jahrzehnten trat Elisabeth Führer der Organisation bei, vor 50 Jahren die Mitbegründer Christel Hensel, Herta Eckhardt und Lina Meier. Alle langjährigen Mitglieder erhielten Ehrennadeln und Urkunden. Den Ehrenbrief des Verbandes bekam Elisabeth Führer.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Ausstellung mit Bildern von Ulla Hildebrandt gezeigt. Hobbybastler Ulrich Kling führte seine Miniaturausgabe des Schwalheimer Wasserrads vor. Für das leibliche Wohl der Besucher wurde in der Pause gesorgt.

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