12. April 2016, 10:13 Uhr

Facharztzentrum nach Wolfgang Potinius benannt

Bad Nauheim (pm). Es war die Würdigung eines »Visionärs« (Bürgermeister Armin Häuser), dessen »großartige Lebensleistung« (Prof. Friedrich Grimminger) in der Erinnerung der gesamten Region steht als »Synonym für eine moderne Gesundheitsversorgung« (Landrat Joachim Arnold).
12. April 2016, 10:13 Uhr
Gemeinsam enthüllen Katharina Potinius, Prof. Friedrich Grimminger und Konrad Dörner (r.) die Gedenktafel im Foyer des Wolfgang-Potinius-Facharzt- und Servicezentrums. (pm) (Foto: pv)

In einer vom Streicher-Duo Strecker musikalisch umrahmten Feierstunde im Foyer des Gebäudes wurde das Facharzt- und Servicezentrum am Hochwaldkrankenhaus offiziell nach dem im Januar 2014 ermordeten langjährigen Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW), Wolfgang Potinius, benannt. Zugleich wurde eine Gedenktafel enthüllt, die den Lebensweg von Potinius skizziert. Den Beschluss zur Umbenennung des 2010 errichteten Gebäudes hatte das Parlament Bad Nauheim auf Vorschlag des Fördervereins der Klinik gefasst.

Fördervereinsvorsitzender Konrad Dörner begrüßte zur Feierstunde neben den Rednern und der Familie von Wolfgang Potinius einige von dessen Freunden und Weggefährten, die Vorstandsmitglieder des Fördervereins, GZW-Geschäftsführer Mario Becker, Prokurist Axel Werntges und den stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Hans-Peter Thyssen. Bürgermeister Häuser verwies auf die »vielen Orte« in Bad Nauheim, die an Wolfgang Potinius erinnerten, angefangen vom Hochwaldkrankenhaus, in dem er 1989 als stellvertretender Pflegedienstleiter seine steile Karriere begann, über die von ihm 1997 als eine der ersten Verbundkrankenschulen Deutschlands gegründete Theodora-Konitzky-Krankenpflegeschule bis zum Facharzt- und Servicezentrum, dessen Planung und Bau er gegen zahlreiche politische Widerstände durchsetzte.

Landrat Joachim Arnold würdigte die vom Förderverein initiierte Namensnennung als Ausdruck des Respekts und Garantie dafür, »dass Wolfgang Potinius mit seinen fachlich fundierten Einschätzungen in unseren Gedanken ist und bleibt«. Mit Sachverstand und »Empathie für die Menschen« habe er die Wetterauer Krankenhäuser konzeptionell und wirtschaftlich fit gemacht für die Zukunft und den Bürgern der Region damit eine wohnortnahe medizinische Versorgung dauerhaft gesichert.

»Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge zieh’n. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn« – diese Verse aus dem Stundenbuch von Rainer Maria Rilke wählte Prof. Friedrich Grimminger als Leitmotiv seiner sehr persönlich gehaltenen Festrede.

Schaper gestaltet Gedenktafel

Viele Ringe habe Wolfgang Potinius vollendet: die Schaffung des öffentlich-rechtlichen Krankenhausverbundes GZW; die Errichtung mehrerer Neubauten, darunter das Kreiskrankenhaus Schotten sowie das Facharzt- und Servicezentrum; den Kauf der Diabetes-Klinik (und damit bemerkenswerterweise die Rekommunalisierung einer bereits privatisierten Einrichtung); die Etablierung mehrerer Medizinischer Versorgungszentren. Den letzten Ring, den geplanten Neubau am Hochwaldkrankenhaus, müssten nun andere für ihn zu Ende bringen. Grimminger attestierte Potinius den Besitz der »fünf Sterne«, die einen erfolgreichen Manager auszeichneten: fachliche Kompetenz, Entschlusskraft, Führungsqualität, Kreativität und Menschlichkeit.

Gemeinsam mit Katharina Potinius, der Tochter des Verstorbenen, sowie dem Vorsitzenden des Fördervereins, Konrad Dörner, enthüllte Grimminger sodann die von dem Bad Nauheimer Grafiker Wolfgang Schaper gestaltete Gedenktafel an der südlichen Wand des Foyers.

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