21. September 2015, 18:23 Uhr

»Wetterau on stage«: Künstler aus der Region überzeugen

Bad Nauheim (cor). Bereits zwei Benefizkonzerte sind seit der Gründung des Vereins FIBIH im Hotel Dolce auf die Beine gestellt worden. Mit dem Erlös der dritten großen Veranstaltung unter dem Titel »Wetterau on Stage« sollte nicht nur die Vereinsarbeit unterstützt, sondern auch Künstlern aus der Region eine Bühne geboten werden.
21. September 2015, 18:23 Uhr
Das Friedberger Helden-Theater zeigt den Loriot-Klassiker »Kosakenzipfel«. (Fotos: cor)

Am Samstag hatte »Wetterau on Stage« (WOS) mit über 100 Akteuren im Jugendstiltheater des »Dolce« Premiere – ein würdiger Auftakt der jährlich geplanten Revue. Von Klassik bis Hip-Hop, von Akrobatik bis Theater, von Gesang bis Tanz – die Zuschauer erwartete ein äußerst abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Epochen. Die Bühne des historischen Jugendstil-Theaters stand an diesem Abend Akteuren aus der ganzen Wetterau zur Verfügung. Moderatorin Jasmin Ziemann führte souverän durch das Programm.

Den Auftakt gestaltete das Gitarren-Ensemble Zobel mit einem »Valse Venezuelienne« und dem »Rumba Flamenca«; hier holte sich Musikpädagoge Konstantin Zobel zum Dirigieren Unterstützung von Zita Kovacs. Gleich darauf unterstrichen die kleinen »Kolibris« und »Dance-Kids« des ATC Bad Nauheim mit dem Inklusionstanz den Leitgedanken des Abends. Der ATC war außerdem mit »Les Papillons«, »Urban Dance Styles« und »Burlesque« vertreten.

Als weitere Akteure des Abends traten die Showtanzgruppe »Hurricans« des KSV Klein-Karben, die Theatergruppe Assenheim, die Musiker des Blindenhilfsvereins Wetterau/Rhein-Main, »Remix« (TSV Butzbach), das Helden-Theater Friedberg mit einem hervorragenden Kosakenzipfel, die »LollyPops« vom Rock’n’Roll-Club Ober-Rosbach und das »Varieté Voilà« der Waldorfschule Bad Nauheim auf.

Zum Abschluss bekam das Publikum den ersten Auftritt der jüngst gegründeten »Dolce Band & the Crazy Beat Machine Dolce« zu sehen und zu hören. Drei Songs hatte die Gruppe einstudiert, die noch auf der Suche nach einem Bandnamen ist. Den Anstoß für die Gründung des »Fördervereins für die Integration Behinderter und behinderter Jugendlicher in das Berufsleben in Hotellerie und Gastronomie« (FIBIH) hatte Dolce-Direktor Michel Prokop gegeben, der selbst dem FIBIH-Beirat angehört. Ihm persönlich, seinem Hotel-Team und langjährigen Geschäftspartnern des Hauses lag und liegt die Integration Behinderter und behinderter Jugendlicher in das Berufsleben der Hotellerie und Gastronomie schon länger sehr am Herzen. Daher gibt es im Dolce seit einigen Jahren ein Inklusionsprogramm im kleineren Rahmen, das sehr erfolgreich verläuft.

Kreisbeigeordneter Bardo Bayer fand dafür am Samstag lobende Worte. Der Förderverein setze sich für die Eingliederung von Behinderten in den Arbeitsmarkt und in das Leben ein. Es sei wichtig, dass sich die Gesellschaft engagiere, um Behinderten Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bieten. Bürgermeister Armin Häuser ging auf die lange Geschichte der Integration behinderter Menschen ein, von der Barrierefreiheit bis hin zum Arbeitsmarkt. »Für die Inklusion gibt es noch viel zu tun, FIBIH schafft hier Ansätze.« Hinsichtlich Toleranz und Wertschätzung komme es immer darauf an, selbst etwas zu tun. Michel Prokop sei ein Mensch, der über den Tellerrand hinausschaue und Impulse setze, sagte Häuser.

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