25. Mai 2015, 18:13 Uhr

Hochbetrieb beim Erlebnistag der Bad Nauheimer Wehren

Bad Nauheim (har). »Feuerwehr hautnah erleben« lautet das Motto des Erlebnistags aller Bad Nauheimer Wehren am Pfingstsonntag rund um den Feuerwehrstützpunkt. Das Erlebnis begann, vor allem für die Kinder, vor dem Parkdeck. Mit Mannschaftstransportfahrzeugen wurden die Besucher zum Stützpunkt gefahren.
25. Mai 2015, 18:13 Uhr
Mit drei Jahren ist Philipp Baie aus Rosbach schon ein echter Feuerwehrfan. (Foto: Harald Schuchardt)

So manches Kind setzte sich gleich in das große Feuerwehrauto, um eine Runde durch die Stadt zu genießen. Andere stürmten auf die Puppe mit der Atemschutzausrüstung. Nach dem Foto von Mama und Papa ging es in das große »Kinderparadies«. Bilder mit Feuerwehrmotiven ausmalen, Gesicht schminken lassen, in der Hüpfburg toben oder Buttons herstellen waren gefragte Angebote.

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Besonderen Spaß hatten der fünf Jahre alte Moritz Lechner und sein kleiner Bruder Florian (2) beim Luftballonwettewerb, wobei Florian seinen Ballon erst gar nicht loslassen wollte. Der vier Jahre alten John Galbarsky hatte Spaß, hinterm Lenkrad eines Löschfahrzeugs zu sitzen. Die Bad Nauheimer Wehren, die den Erlebnistag zum zweiten Mal gemeinsam auf die Beine gestellt hatten, präsentierten 23 Fahrzeuge und zwei Anhänger.

Zur Attraktion des Tages wurden die Vorführungen von Modellbauer Wolfgang Brang aus Nieder-Mörlen und dessen Modellbaufreunden. Die hatten hinter dem Haus einen kleinen Ort samt Feuerwehrwache und Bahnübergang im Maßstab 1:12 aufgebaut. Mehrmals brannte es dort, und die Fahrzeuge rasten über das Areal und löschten das Feuer. Modellbauer Oliver Ziolowski war mit seinen Fahrzeugmodellen extra aus Hannover angereist.

Im Schulungsraum konnten Unfall-Modelle ebenso bestaunt werden wie eine Sammlung von Feuerwehrabzeichen und eine mehrbändige Dokumentation mit allen Zeitungsberichten über die Aktivitäten und Einsätze aller Nauheimer Wehren seit 1989.

Die Polizeidirektion Mittelhessen war mit zwei Fahrzeugen gekommen. Polizeioberkommissar Jürgen Sill informierte über die »Aktion BOB« gegen Alkohol im Straßenverkehr. Er setzte Besuchern wie Maximilian Auer eine Alkoholsimulationsbrille auf. Der staunte, dass er bei 0,8 Promille schon keinen Ball mehr in eine Dose fallen lassen konnte. Bei der 1,3-Promille-Brille konnte er nicht mehr geradeaus laufen.

Mehrmals zeigte die Jugendfeuerwehr ihr Können, Fettexplosion wurde ebenfalls simuliert. Eröffnet worden war das Fest am Vormittag auf der Bühne in der Fahrzeughalle. Stadtbrandinspektor Ronald Neumann konnte unter anderem Stadtverordnetenvorsteher Prof. Dr. Friedrich-Karl Feyerabend, Bürgermeister Armin Häuser, Erste Stadträtin Brigitta Nell-Düvel, Stadtrat und Brandschutzdezernent Pete Baumann sowie Kreisbrandinspektor Ottfried Hartmann begrüßen.

Letzterer war gekommen, um zwei besondere Ehrungen durchzuführen: Die Plakette »Partner der Feuerwehr« erhielt Lothar Scheib, der alle Feuerwehrmitglieder, die in seinem Heizungs- und Sanitärbetrieb tätig sind, jederzeit für ehrenamtliche Wehrtätigkeit freistellt. »Das ist vorbildlich«, sagte Hartmann. Mit dem nur selten verliehenen »Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold« würdigte Hartmann das Wirken von Ehrenstadtbrandinspektor Joachim »Jockel« Krämer. Hartmann: »Er ist die Ikone des Feuerwehrwesens in Bad Nauheim.«

Zuvor hatte Häuser Anerkennungsprämien für langjährige Aktivität in der Feuerwehr vergeben. Diese erhielten Sebastian Luft, Anna Karina Uhlar (beide 10 Jahre), Torsten Oesteritz und Holger Groh (20 Jahre) sowie Wehrführer Jürgen Müggenburg, Thomas Kolodzeiski, Gerhard Heine und Geburtstagkind Lucie Arnoldi (30 Jahre).

Nach den Ehrungen wurde es auf der Bühne voll. Der Musikzug der Nieder-Mörlener Wehr unterhielt die Besucher über die Mittagszeit, später tanzten die Kinder der Jugendfeuerwehr, die Feuerwehrdamen und die Fire-Dancers.



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