22. September 2016, 13:05 Uhr

Bei Männern beliebt: Gutschein für die »Eintracht«

Bad Nauheim/Friedberg (cor). Es ist kurz vor zwölf, schon Montag ist Heiligabend. Viele nutzen die letzten Einkaufstage vor dem Fest, um nach dem passenden Geschenk zu suchen. Der Einzelhändler-Dachverband HDE rechnet in diesem Jahr fürs Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2011. Auch die heimischen Händler sind mit dem Geschäft recht zufrioden. Überraschende Geschenktrends gibt es nicht.
22. September 2016, 13:05 Uhr
Ein guter Tropfen für die Silvester-Party? Joel Auriault (Le Vigneron Francais) berät seine Kunden gerne, wenn es um den passenden Wein geht. (Fotos: cor)

Bundesweit werde der Einzelhandel während der Weihnachtszeit bis einschließlich Heiligabend etwa 80 Milliarden Euro umsetzen. Zwei Prozent Steigerung erwartet der hessische Handel. Bei einem Jahresumsatz von 38 Milliarden Euro belaufe sich der Anteil des Weihnachtsgeschäfts auf 7 Milliarden. Wie eine WZ-Umfrage in Geschäften in Bad Nauheim und Friedberg ergab, sind diesmal vor allem Spielzeug, Schmuck und Gutscheine gefragt – Bekleidung geht ohnehin immer.

Die Erwartungen der einzelnen Branchen fallen deutlich unterschiedlich aus. Während Ladeninhaber, die Kosmetik und Parfum, Uhren und Schmuck, Bücher oder Spielwaren anbieten, dem Weihnachtgeschäft alljährlich optimistisch entgegensehen, versuchen gerade Textilhändler schon in der Vorweihnachtszeit mit Prozenten zu locken. Durch die bislang milden Temperaturen winken satte Rabatte bei Winterbekleidung.

So bietet Gabriele Rückert bei »Dress Men« in Bad Nauheim Prozente auf Herrenjacken an. 20 Prozent Rabatt gibt es auch beim Herrenausstatter »Hintzen« in der Kurstadt auf einen Artikel nach Wahl. Auf die letzten Shopping-Tage ist man bei »Hintzen« gut vorbereitet. »Socken, Schlips und Oberhemd sind als Geschenke immer beliebt«, sagt Hans Peter Hintzen.

Umsatzboom

Dass Textilien zu den gängigen Geschenken zählen, weiß man auch im Kaufhaus Joh in Friedberg. »Die Renner sind auch diesmal klassische Geschenke«, meint Geschäftsführerin Ivonne Bernhard. »Beliebt sind Schmuck und Uhren, Textilien, Spielwaren, nicht zu vergessen die Süßwaren.« Bereits der erste Adventssamstag habe einen Umsatzboom gebracht. An diesem Tag bot das Kaufhaus seinen Card-Kunden 20 Prozent Rabatt an. »In allen Abteilungen wurde ein großes Plus gemacht.«

Da aber gerade Männer beim Kauf von Textilien für die Partnerin vorsichtig sind, biete sich oftmals eher ein Gutschein als Geschenk an, berichtet Martina Schmidt, Inhaberin von »Barbara D.« (Friedberg). »Frau« könne so nach Weihnachten in Ruhe stöbern gehen. »Gutscheine sind voraussichtlich wieder ein Verkaufsrenner«, weiß auch Michael Kullmann, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Hessen.

Und ein Gutschein biete viele Möglichkeiten. Damit lasse sich ein unvergesslicher Moment verschenken. Im Trend: Konzerte und Veranstaltungen in der Region. »Die Gutscheine sind jederzeit einlösbar«, sagt Emlyn Baier vom Ticket-Shop Friedberg. Sehr beliebt für Männer seien Eintrittskarten für Eintracht Frankfurt.

Auch der passende edle Tropfen dürfe zum Fest der Liebe nicht fehlen, wie Joel Auriault aus dem Hause »Le Vigneron Francais« in Friedberg weiß. Spätburgunder und Bordeaux sind bei Weinliebhabern immer beliebt. »Zum Raclette empfehle ich einen Weißwein, durch seine Entfaltung geht der über den Käsegeschmack«, weiß der Weinexperte.

Raclettegrill oder hochwertige Wasserkocher mit zusätzlichen Funktionen werden derzeit gerne im Bad Nauheimer Kaufhaus Weyrauch erworben. Beim Kauf eines Raclettegrills haben viele Kunden schon Silvester und ein gemütliches Beisammensein vor Augen. »Aber auch Rasierer, Unterwäsche sowie Socken und Strümpfe werden grundsätzlich gerne zu Weihnachten verschenkt«, erzählt Sören Weyrauch. Gerade was Socken oder Strümpfe angeht, achte der Kunde bewusst auf hochwertige Waren. Bei allem sei aber nicht zu vergessen, dass Weihnachten das Fest der Kinder ist. Daher liegen Spielwaren immer hoch im Trend.



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