07. Dezember 2010, 19:10 Uhr

Stimmungsvolles Adventskonzert schließt Jubiläumsjahr ab

Altenstadt (rad). Mit einem Jubiläumskonzert in der Kirche St. Andreas fanden die Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrei ihren Abschluss. Pfarrer Rupert Rützel konnte ein vollbesetztes Haus begrüßen und gab seiner Vorfreude darüber Ausdruck, dass an diesem winterlichen Abend ein Adventsgefühl Platz greifen möge.
07. Dezember 2010, 19:10 Uhr
Der Kirchenchor St. Andreas und ein eigens für das Konzert ins Leben gerufene Projektorchester unter Leitung von Berthold Göbel ist den musikalischen Aufgaben vollauf gewachsen. (Foto: rad)

Was der musikalische Leiter Berthold Göbel auf den Programmzettel gesetzt hatte, konnte sich sehen lassen. Die Abfolge der Stücke stellte einen großen Komponisten der Romantik, Felix Mendelssohn Bartholdy, in den Mittelpunkt. Mit der Motette »Jauchzet dem Herrn, alle Welt« stellte sich der Kirchenchor von St. Andreas seinen Zuhörern vor und ließ schon zu Beginn erkennen, dass sich die intensive Probenarbeit der vergangenen Monate gelohnt hatte. In einem strahlenden A-Dur-Satz wurde Gott gepriesen. Unterstützt durch die gute Akustik des Kirchenraums, konnte der Gesang auch noch in den hinteren Bankreihen gut verstanden werden.

Danach trat Solistin Anke Nitzl (Sopran) auf das Podium und brachte, begleitet von Chor und Orgel, Mendelssohns Hymne »Hör mein Bitten« dar. Als nächstes stand die Choralkantate »Verleih uns Frieden gnädiglich« nach Worten Martin Luthers auf dem Programm, die auch die weiteren Solisten des Abends, Peter Brock (Bariton), Christof Stoll (Tenor), Martina Engelhardt (Alt) und Sabine Hacket (Sopran), dem Publikum vorstellte. Das Gebet »Verleih uns Frieden« ist Luthers Übersetzung des »Dona nobis pacem«.

»Lass, o Herr, mich Hilfe finden«, eine Hymne für Sopransolo, Chor und Orgel, folgte im Programmablauf, danach das geistliche Lied »Doch der Herr leitet die Irrenden recht«, in dem Organistin Dominika Krätschmer die Sopranistin Anke Nitzl begleitete. Aus dem ersten Teil des Oratoriums »Christus« gab es anschließend das Rezitativ »Da Jesus geboren war« (Nitzl), das Trio »Wo ist der neugeborne König der Juden?« (Christof Stoll, Peter Brock und Dolf Popelka) sowie den Chor »Es wird ein Stern aus Jakob aufgeh’n«. »Hebe deine Augen auf«, ein Terzett aus dem „Elias“-Oratorium, trugen Anke Nitzl, Sabine Hacket und Martina Engelhardt vor.

Den Schluss- und Höhepunkt erreichte das Konzert mit der Choralkantate über Luthers Weihnachtslied »Vom Himmel hoch«. Das Stück steht mit der üppigen Besetzung von fünfstimmigem Chor, Solosopran, Solobass, Bläsersatz mit Hörnern, Pauken und Trompeten in der Tradition der weihnachtlichen Festmusiken. In Altenstadt musizierte ein eigens für das Konzert formiertes Projektorchester mit Birgit Lusky und Stefanie Kleta (Violine), Inge Böckel und Ingrid Frömel (Viola), Simon Ullmann und David Hedert (Violoncello), Jürgen Vogt und Frank Barth (Klarinette), Maryam Trockels und Heike Barth (Flöte), Tine Heinrich (Fagott), Anna Göbel und Ines Mittmann (Saxophon), Klaus Junker, Martin Mittmann und Alexander Göbel (Trompete), Tobias Reh (Posaune), Christof Übelacker (Pauken) sowie Dominika Krätschmer an der Orgel. Die Musiker zeigten sich ihrer Aufgabe vollauf gewachsen, und so konnten sich Solisten und Chor gut entfalten. Die Solopartien übernahmen Bariton Peter Brock und Sopranistin Anke Nitzl.

Mit einem minutenlangen Applaus dankten die Konzertbesucher für die Leistung der Mitwirkenden, die es verstanden hatten, eine wahre Adventsstimmung in die Kirche zu bringen.



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