14. Januar 2010, 19:16 Uhr

Von Lothar Matthäus und dem Krisenjahr

Altenstadt (geo). Der Kabarettist Dieter Nuhr philosophiert oft über den Glauben in der Welt. Bekannt sind seine Jahresrückblicke. Inspiriert von Nuhr schaute auch der Altenstädter Bürgermeister Norbert Syguda beim Neujahrsempfang in der Gymnastikhalle Höchst ironisch-witzig auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres zurück.
14. Januar 2010, 19:16 Uhr
Norbert Syguda (r.) verabschiedete sich von Carsten Krätschmer mit einem Blumenstrauß und weiteren Präsenten. (Foto: geo)

Zuvor waren die Gäste von ihm und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Jürgen Seitz, per Handschlag begrüßt worden. »Es war das Jahr der Krise, der schwersten Talsohle seit Milliarden Jahren, seit Bildung der Kontinente, seit der Hochzeit von Lothar Matthäus«, zitierte Syguda den Komiker. Zahlreiche Menschen hätten das Jahr unbeschadet überstanden. Einige von ihnen bildeten nun die neue Regierung. Syguda thematisierte die Bankenkrise und den Weltklimagipfel. Als unverständlich bezeichnete er den Einzug der NPD in den sächsischen Landtag.

Syguda schnitt auch Themen wie 20 Jahre Mauerfall, das Superwahljahr oder die neue Regierung an. »Fakt ist, dass es die jetzige Konstellation den Kommunen nicht leichter macht, die Folgen der Wirtschaftskrise zu meistern«, betonte er. Die Finanzausstattung der Kommunen habe sich drastisch negativ verändert. Als echten Wettbewerbsvorteil Altenstadts nannte er die konstruktive Zusammenarbeit in allen gemeindlichen Gremien. Viele Projekte habe man im vergangenen Jahr abschließen können - wie die Inbetriebnahme der Seniorenresidenz, die Errichtung der gymnasialen Oberstufe, die Realisierung der 110-Kilovolt-Leitung, die Modernisierung der Niddertal-Bahn, die teilweise Renaturierung der Nidder und die Weichenstellung für eine große Bio-Erdgasanlage.

Für dieses Jahr sind Bauarbeiten an der Limesschule, der Janusz-Korczak-Schule und der Grundschule Lindheim, der Ausbau des Bürgerhauses in der Waldsiedlung, die Verbesserung der Breitbandversorgung sowie die Erschließung von Gewerbe-und Wohnbebauflächen geplant.

Ein unschätzbares Vermögen für die Gemeinde seien die ehrenamtlich Tätigen. Sygudas Dank galt der Feuerwehr, für die es keine finanzierbare Alternative gebe. Am Ende schlug er einen weiten Bogen zurück ins Jahr 1981, als Carsten Krätschmer bei der Gemeinde Altenstadt seine Ausbildung begann. Krätschmer absolvierte sein Verwaltungsstudium an der Verwaltungsfachhochschule in Gießen. Als Spezialist für komplexe Aufgabengebiete habe er die klassische Beamtenlaufbahn durchlaufen. Er wird am 1. Februar neuer Bürgermeister von Glauburg.

Syguda bedankte sich für die konstruktiv-kritische, 28 Jahre lange Zusammenarbeit und überreichte einige Geschenke. Krätschmer schloss nicht aus, dass es künftig im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsame Projekte zwischen den Altenstadt und Glauburg geben werde.



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