03. Juli 2015, 18:43 Uhr

Betreutes Wohnen statt Bauhof

Altenstadt (pm). Seit der Bauhof der Gemeinde in die Waldsiedlung verlegt wurde, liegt das ehemals dafür genutzte Areal in der Kerngemeinde brach. Es ist kein Schmuckstück, doch das soll sich ändern. Bis zum Frühjahr 2017 soll dort ein Gebäude gebaut werden, das ganz im Dienste älterer Menschen steht.
03. Juli 2015, 18:43 Uhr
So soll es aussehen, das neue Gebäude auf dem Gelände des früheren Bauhofs. Hier sollen eine Wohngruppe für Menschen mit Demenz, Tagespflegeplätze sowie betreutes Wohnen angeboten werden. (Grafik: Heitzenröder Architekten) (Foto: pv)

Neben einer Tagespflege und einer Wohngruppe für an Demenz erkrankte Menschen soll auch Raum für betreutes Wohnen geschaffen werden.

Bei der Präsentation des Vorhabens im Rathaus zeigte sich Bürgermeister Norbert Syguda sehr angetan davon, dass sich nach langem Suchen nun diese Gelegenheit biete, das Gelände im Herzen der Kerngemeinde sinnvoll zu nutzen. Er betonte die Notwendigkeit solcher Einrichtungen, welche die Infrastruktur der Gemeinde einen großen Schritt voranbrächte. Umso erfreulicher sei es, dass die Maßnahme ganz ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde auskomme. Der Investor René Cromm, Versicherungsmakler und Finanzdienstleister mit Büro in Hanau, hat mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Mittelhessen bereits Projekte in Karben und Flörsheim durchgeführt. Auch in Altenstadt wird der ASB die Leitung übernehmen. Zuständig für die Planungen ist das Architekturbüro Heitzenröder aus Hanau.

Platz für Menschen mit Demenz

Auf einer Fläche von rund 1900 Quadratmetern soll auf dem ehemaligen Bauhof eine Wohnanlage entstehen, die im Erdgeschoss Platz bietet für die Pflege von zehn Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Außerdem ist dort ein Bereich für die Tagespflege von zehn bis zwölf Personen vorgesehen. »Die Patienten werden hier in familienähnlichen Strukturen leben«, erklärte Heitzenröder. Jeder bekomme sein eigenes Zimmer, es gebe eine gemeinsame Küche, einen großzügigen Wohnbereich und vier Duschbäder. Im Garten soll zusätzlich Raum zur Entspannung sein. Im ersten Obergeschoss sollen sich die Räume der Sozialstation und des ambulanten Pflegedienst des ASB befinden. Zudem entstehen hier neun Wohnungen von 40 bis 80 Quadratmeter, die noch auf die Wünsche der Käufer oder Mieter angepasst werden können. Im Dachgeschoss sind vier Wohnungen mit über 100 Quadratmeter Wohnfläche geplant. Die künftigen Nutzer können, je nach Bedarf, Dienstleistungen beim ASB zukaufen. Für die Bewohner und das Pflegepersonal ist eine Tiefgarage eingeplant. Das Gebäude soll barrierefrei sein.



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