21. Januar 2021, 21:20 Uhr

Wohnen in intakter Natur

21. Januar 2021, 21:20 Uhr
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Aus der Redaktion
Für den Erhalt von Wäldern und Obstbäumen setzen sich die Grünen ein. Auf dem Foto (v. l.) die Grünen Peter Schäfer und Udo Ornik zusammen mit Förster Peter Kaus und Bürgermeister Andreas Sommer bei einer Waldschau oberhalb der Grundschule Oberes Ohmtal. FOTO: RS

Mücke (pm). Eine intakte Natur, ein lebenswertes Wohnumfeld, eine verbesserte Infrastruktur beim Nahverkehr und die Übertragung von Parlamentssitzungen online - das sind einige der Schwerpunkte, die die Grünen in ihrem Programm für die Kommunalwahl 2021 aufgenommen haben. Die Partei möchte dafür sorgen, »dass Mücke sich weiter zum attraktiven Wohnort auch für Rückkehrer inmitten intakter Natur und Umwelt mit wenig Verkehrslärm am Rande des Vogelsbergs entwickelt«. Sie wollen zudem weiterhin Bürgermeister Andreas Sommer unterstützen.

Die gemeindliche Infrastruktur ist für die Grünen die Grundlage. »Nur mit ausreichend pädagogischen Fachkräften und deren Fortbildung gelingt eine familienfreundliche Organisation der Kindergärten in hoher Qualität«, sagt Spitzenkandidatin Katarina Schwarz. Die Aufgaben der Gemeinde in diesem Bereich umfassen nach Ansicht der Grünen auch die Jugendarbeit, von der sie einen ortsübergreifenden Ansatz einfordern.

Einen großen Teil des Programms der Grünen machen Umwelt und Klimaschutz aus. In diesem Sinne setzt sich Gemeindevertreter Dr. Udo Ornik sowohl in Mücke als auch auf Kreis- und Landesebene seit Jahren dafür ein, dass Ausgleichmaßnahmen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch umgesetzt werden. »Es war für mich frustrierend zu erkennen, das in Mücke, aber auch überregional dieses Thema gerne in Schubladen verschwindet«, bedauert Ornik, der für Mücke anmerkt, dass erst der neue Bürgermeister Sommer bereit gewesen sei, die Anfragen der Grünen zu diesem Thema aufzuarbeiten.

Investieren gegen Wasserverluste

»Die Versäumnisse aus der Zeit von Sommers Vorgänger und dessen unterstützenden Parteien, müssen nun aufgearbeitet werden. Dazu gehören auch die Wasserverluste aufgrund von maroden Leitungen und der Stopp der Bodenversiegelung«, ergänzt Peter Schäfer, langjähriges Mitglied der Gemeindevertretung. Auch die immer stärker steigenden Fernwasserlieferungen aus der Region seien angesichts der Klimaentwicklung ein Thema, heißt es in der Pressemitteilung. »Bereits im nächsten Jahr müssen wir aufgrund der anhaltenden Trockenheit mit Wasserknappheit rechnen. Hier besteht vor allem Handlungsbedarf in der Region Frankfurt, die genauso wie jeder private Verbraucher auf die Bremse treten muss«, fordert Ulrike Bühler, ein neues Mitglied auf der Liste.

Weitere Umweltthemen sind der deutliche Ausbau der ökologischen Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung. »Das kann man zwar hier in Mücke nur bedingt verordnen, aber als Verbraucher mitfördern, dafür werben und die Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel suchen«, meint die neue Kandidatin Katrin Becker. Gefordert werden ferner gemeindliche Konzepte für eine Renaturierung der Flüsse und Böden, Maßnahmen zum Erhalt alter Bäume, Streuobstwiesen und der Unterhaltung der Artenvielfalt. Die Grünen wollen den Baumbestand ausbauen und begrüßen damit auch die Initiativen von »Klimafairein« und »Mücke blüht auf«. »Die Gemeinde muss mittelfristig ihre Energie nachhaltig selbst herstellen können, und die Wertschöpfung dafür soll in der Gemeinde bleiben«, fordert Georg Gückel, der wieder für die Grünen kandidiert.

Bahnhof ausbauen

Die Grünen setzen zudem auf einen Ausbau der regionale Vermarktungsmöglichkeiten. Dabei wollen sie erreichen, dass die Gemeinde Bundes- und Landesmittel abruft und eine entsprechende Initiative für den Mücker Bahnhof unterstützt. Der Bahnhof solle im Rahmen einer Ausweitung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sicherer und ein zentraler ÖPNV-Knoten für die Region werden. »Der Tourismus ist ein noch ausbaubarer Wirtschaftszweig in Kreis und Gemeinde, dem müssen wir mit der Entwicklung touristischer Anziehungspunkte und Premium-Wanderwegen, sowie von Bahnhof startenden Radwegen zwischen allen Ortsteilen begegnen«, heißt es im Programm der Grünen.



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