23. Februar 2021, 21:53 Uhr

Wieder weiträumige Umleitung für Lkw

23. Februar 2021, 21:53 Uhr
In der nächsten Woche sollen die Straßenarbeiten in der stark befahrenen Schellengasse in Alsfeld weitergehen, kündigt Hessen Mobil an. Dann wird es wieder großräumige Umleitungen geben. FOTO: JOL

Im vergangenen Jahr haben umfangreiche Bauarbeiten an der Alsfelder Schellengasse (Bundesstraße 62) begonnen. Sie sollen demnächst weitergehen. Bis zur Winterunterbrechung wurde bereits ein Etappenziel erreicht, die Straße konnte vorübergehend wieder befahren werden. Bislang wurden laut einer Mitteilung von Hessen Mobil die beiden ersten Bauabschnitte von der Ampelanlage am Ludwigsplatz bis zur Ampelanlage an der Landgraf-Hermann-Straße einschließlich der Asphalttrag- und Asphaltbinderschicht fertiggestellt.

Im dritten Bauabschnitt wurde ein kurzer Teilabschnitt im Anschluss an die Landgraf-Hermann-Straße ebenfalls bis auf die Deckschicht hergestellt.

Die notwendige Kanal- und Wasserleitungsarbeiten sind in diesen Abschnitten ebenfalls weitestgehend abgeschlossen.

Da sich die Wetterlage aktuell stabilisiert, soll ab kommendem Mittwoch, 3. März, mit den noch ausstehenden Bauabschnitten begonnen werden. »Eine Vollsperrung ist dabei wiederum unumgänglich«, teilt Hessen Mobil mit. Im Rahmen des aufwendigen Aufbaus der Verkehrssicherung könne es bereits ab Montag, dem 1. März, zu Einschränkungen im Verkehrsablauf kommen. Ende Januar sei die vorgesehene Verkehrsführung mit allen am Bau beteiligten Institutionen, also der Straßenverkehrsbehörde des Vogelsbergkreises, der Stadt, der Polizei und Hessen Mobil als Straßenbaubehörde, erneut besprochen worden. »Im Ergebnis wurde einvernehmlich festgelegt, dass die bisherige Umleitungsführung weitestgehend beibehalten wird.«

Für die Fahrtrichtung Marburg kann der Verkehr für die noch ausstehenden Bauabschnitte innerörtlich umgeleitet werden. Für den Schwerverkehr hat dies wieder eine sehr umfangreiche und weiträumige Verkehrsführung mit Umleitung über die A 5 zur Folge. Für den Pkw-Verkehr gibt es je nach Fahrtrichtung separat ausgewiesene Umleitungsstrecken.

In Fahrtrichtung Marburg erfolgt diese innerörtlich und in Richtung Alsfeld verläuft die Umleitung ab Ober-Gleen über Heimertshausen und Zell nach Romrod und von dort weiter nach Alsfeld. Verkehrsteilnehmer mit dem weiteren Ziel Bad Hersfeld werden anschließend über Altenburg zur B 254 geleitet. Selbstverständlich werde die Hinweisbeschilderung zum Corona-Impfzentrum in Alsfeld an die Umleitungssituation angepasst. Im Rahmen der Baumaßnahme werde die Bundesstraße auf einer Länge von 600 Metern zwischen dem Ludwigsplatz und der Brücke über die Schwalm von Grund auf erneuert. Das bedeutet, dass die Fahrbahn einen neuen Aufbau aus einer Frostschutzschicht sowie Asphalttrag-, Binder- und Deckschicht nach den heutigen Erfordernissen erhält. Die Rinnenanlage wird auf dem Abschnitt ebenfalls punktuell erneuert. Zusätzlich erfolgen umfangreiche Arbeiten an den Kanal- und Wasserleitungen durch die Stadt bzw. durch die Stadtwerke.

Umleitung über Heimertshausen

Um die Einschränkungen für alle Betroffenen, so auch die Gewerbetreibenden und deren Kundschaft, möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten in fünf einzelne Bauabschnitte unterteilt. Zufahrtsmöglichkeiten für Anlieger, Anwohner sowie zu den Geschäften und Gewerbebetrieben könnten dadurch zumindest aus einer Richtung weitestgehend gewährleistet werden. Des Weiteren ist der Einbau der Asphaltdeckschicht für sonntags vorgesehen. Doch nicht nur die baulichen Erneuerungen der schadhaften Fahrbahn bzw. der Versorgungsleitungen sind erforderlich. In Alsfeld wurden in der Vergangenheit mittels verschiedener Messungen temporär hohe Stickstoffbelastungen festgestellt. Im Rahmen eines Pilotprojektes wagt Hessen Mobil einen neuen Weg bei der Umsetzung von Straßenbaumaßnahmen. Zur Luftreinhaltung besteht in Deutschland seit geraumer Zeit die Möglichkeit, ein mit Titandioxid versetztes Abstreumaterial auf die Asphaltoberfläche aufzubringen. Wird diese Oberfläche mit UV-haltigem Sonnenlicht bestrahlt, oxidieren die Schadstoffe und werden der Luft entzogen. Man kann von einer Art Selbstreinigungseffekt sprechen.

Mit einer Gesamtsumme von rund 1,7 Millionen Euro investiere die Bundesrepubik somit nicht nur in die Erhaltung der Infrastruktur, sondern leiste durch diese Vorgehensweise einen Beitrag zur Reduzierung der Luftschadstoffe in Innenstädten. Mobile Messeinrichtungen dokumentieren und überprüfen die Aktivität der verwendeten Baustoffe.

Sofern die aussstehenden Bauabschnitte wie geplant abgewickelt werden können, soll die Maßnahme bis Ende Oktober 2021 abgeschlossen werden.

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