16. Juni 2021, 21:51 Uhr

Vorfreude auf neue Rettungswache

16. Juni 2021, 21:51 Uhr
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Von Joachim Legatis
Viele wirken zusammen, um den Rettungsdienst am Laufen zu halten. Zum offiziellen Spatenstich für die Rettungswache Homberg kommen Vertreter des DRK-Rettungsdienstes, des Landkreises, der Sparkasse, Landrat Manfred Görig und Bürgermeisterin Claudia Blum zusammen. FOTO: JOL

Homberg (jol). Für diesen Anlass hatte der Bauunternehmer extra zwei Spaten passend beschriften lassen. Am Dienstag erfolgte der offizielle Start für den Bau der Rettungswache Homberg. Weil die Bauarbeiten bereits begonnen haben, war es eher eine symbolische Aktion auf der mit einer Schotterschicht bedeckten Baustelle.

Das tat der Erleichterung der Beteiligten keinen Abbruch. So betonte Jan Orendt vom DRK-Rettungsdienst Mittelhessen, dass der Neubau mit 330 Quadratmetern Nutzfläche »eine deutliche Verbesserung für die Bürger mit sich bringt«. Denn es wird eine moderne Fahrzeughalle mit Aufenthaltsräumen für einen 24-Stundenbetrieb errichtet, die »immer optimale Wege zum Fahrzeug bietet«. Damit spielte Orendt darauf an, dass eine Hilfsfrist von zehn Minuten im Notfall vorgegeben ist. Das bedeutet für das Zweierteam, binnen einer Minute im Rettungswagen sitzen zu müssen. Als reine Fahrzeit sind acht Minuten bis zum Einsatzziel vorgegeben.

Orendt erinnerte daran, dass der Bau bereits seit über eineinhalb Jahren vorbereitet wird. Aber die Corona-Pandemie habe den Rettungsdienst im vergangenen Jahr »ordentlich ausgebremst«. Deshalb konnte der Baubeginn in Herbstein und Homberg erst in diesen Tagen erfolgen.

Landrat Manfred Görig freute sich über die Baumaßnahmen. Der Landkreis hat den DRK-Rettungsdienst mit dem Betrieb der Rettungswachen und Einsatzfahrzeuge betraut. Er hoffte, dass der Vertrag mit dem DRK verlängert wird, damit sich die Anstrengung für eine zeitgemäße Rettung auszahlt.

1100 Einsätze

Im Rettungsdienst hat der Landkreis große Fortschritte gemacht, wie Görig erläuterte. Vor neun Jahren konnte die Zehn-Minutenfrist in 60 Prozent der Einsätze eingehalten werden, inzwischen ist manbei 90 Prozent angelangt. Es sei wichtig, eine moderne Wache zu betreiben, die rund um die Uhr besetzt ist. Sie müsse so gestaltet sein, dass die Mitarbeiter einen guten Arbeitsplatz vorfinden. Das ist auch ein Argument, um engagierte Kräfte zu finden. Denn Rettungspersonal ist gesucht.

Von der Rettungswache Homberg aus werden rund 1100 Einsätze pro Jahr gefahren, berichtete Görig. Der Kreis sei »sehr zufrieden mit der Qualität der Arbeit beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen«. Die Wache Homberg deckt den Bereich zwischen den Rettungswachen Nieder-Ohmen, Kirtorf und Kirchhain ab.

Bürgermeisterin Claudia Blum erinnerte daran, dass die Sicherheit der Bürger im Mittelpunkt steht. Nach längerer Suche habe sich das Grundstück an der Straße »An der Altenstadt« als das am besten geeignete herausgestellt. Von dort ist man schnell auf der Landstraße und erreicht in der Frist noch die Autobahn A 5. Wenn die Rettungswache von der Friedrichstraße in den Neubau umzieht, ergeben sich auch neue Möglichkeiten für das DRK-Heim.

Errichtet wird ein ebenerdiger Bau für rund eine Million Euro. Umkleiden, Aufenthaltsraum, Ruheräume und Fahrzeughalle sind so gestaltet, dass man in wenigen Schritten von überall her am Fahrzeug ist. Die Corona-Vorgaben der vergangenen Monate haben auch gezeigt, dass die Hygieneschleuse ein wichtiger Teil des Raumkonzepts ist.



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