02. Dezember 2022, 21:57 Uhr

Viele Möglichkeiten nach der Zehn

02. Dezember 2022, 21:57 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Informationen über Wege in den Beruf für Zehntklässler: Das Angebot der Max-Eyth-Schule präsentiert Schulleiter Friedhelm Walther. FOTO: PM

Wenn die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule im kommenden Sommer das zehnte Schuljahr hinter sich gebracht haben, können sie nach den Sommerferien einfach in die Elf, die heutige E-Phase, wechseln. Sie besuchen dann drei Jahre die gymnasiale Oberstufe und machen ihr Abitur.

Allerdings bietet der Übergang von der zehnten zur elften Klasse, mit dem die Gymnasiasten gleichzeitig auch den Abschluss der Mittleren Reife in der Tasche haben, neben dem klassischen Werdegang viele weitere Möglichkeiten, über die sich die Schülerinnen und Schüler jetzt schon Gedanken machen sollten, wenn sie eine davon ergreifen möchten.

Wege in die Ausbildung

Sie können eine Ausbildung machen, die Schulform variieren oder ein Jahr im Ausland verbringen. Die etwas ausführlicheren Varianten dieser Möglichkeiten stellten vor wenigen Tagen Michael Rausch, Berufsberater der Agentur für Arbeit, Friedhelm Walther, Schulleiter der Max-Eyth-Schule, und Oberstudienrätin Susanne Homola, verantwortlich für Austauschfahrten und Auslandsaufenthalte, vor. Und die waren ziemlich erstaunt von der Fülle der Angebote.

Christian Bolduan präzisierte das Ziel der passenden Berufswahl: im Leben erfolgreich sein. »Wie plane ich meine Zeit nach der Schule sinnvoll?« Dieser Frage widmete sich zunächst Michael Rausch. Er präsentierte zum einen die verschiedenen Wege zu einer Berufsausbildung und stellte auch die Perspektiven vor, die es nach einer Berufsausbildung gibt: Meisterprüfung, Techniker, Fachwirt, Studium.

Als Alternative zeigte der Experte der Arbeitsagentur die ein- oder zweijährige Fachoberschule auf, die sehr praxisorientiert zur Fachhochschulreife führt. Zur Allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur, führen sowohl die Oberstufen der allgemeinbildenden Gymnasien als auch der Beruflichen Gymnasien. Letztere gibt es mit verschiedenen Schwerpunkten in Lauterbach, Gießen und Alsfeld.

Hier ist die Max-Eyth-Schule ein bedeutender Schulstandort, wie Leiter Friedhelm Walther erklärte: Zehn Schulformen, zehn Berufsfelder, 1420 Schüler sowie 120 Lehrkräfte findet man an de Europaschule, und dazu noch spezialisierte Angebote. Für die Gymnasiasten erläuterte Walther nicht nur die Unterschiede der Fachoberschule und des Beruflichen Gymnasiums zum allgemeinbildenden Gymnasium, sondern er präsentierte mit Kooperationspartnern wie der Universität Kassel oder der Europäischen Akademie Otzenhausen Möglichkeiten der schulischen Weiterentwicklung. Walther betonte, dass die Oberstufe am Beruflichen Gymnasium zwar etwas anders strukturiert sei - u. a. mit einem Schwerpunktfach als Leistungskurs -, dass der Abschluss aber das identische zentrale Landesabitur wie an allgemeinbildenden Gymnasien darstellt und alle Wege zu Hochschulen eröffne.

Über die Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule, die seit wenigen Jahren sehr gut funktioniert, freute sich der Schulleiter, zumal die Schüler mit ihren individuellen Stärken davon profitierten. Die gemeinsamen Leistungskurse erhöhten das Angebot im ländlichen Raum und bieten daher mehr Chancen für junge Leute.

Chancen bietet auch ein Auslandsaufenthalt, wie Susanne Homola ausführte. Sie stellte Kooperationen vor und Möglichkeiten, mit unterschiedlichem Aufwand nach der zehnten Klasse für einen bestimmten Zeitraum in die Welt zu gehen: »Selbstständigkeit und Sprachkompetenz gewinnen enorm«, ermutigte die Studienrätin die Schüler, sich über einen möglichen Aufenthalt im Ausland zu informieren: »Wer nach der Zehn fahren möchte, sollte jetzt mit den Planungen und dem Knüpfen von Kontakten beginnen.«

Auslandsaufenthalt jetzt planen

Zum Abschluss zog Antje Stein Bilanz: »Wer das Abitur an der Albert-Schweitzer-Schule anstrebt, dann freuen wir uns natürlich. Wenn ihr aber an eurer schulischen Laufbahn noch ein wenig nachjustieren wollt, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.« Die Informationsmöglichkeiten seien mit dem jetzigen Tag nicht weg: Stein ermunterte die Schüler, die Sprechstunden von Michael Rausch aufzusuchen, sich die Max-Eyth-Schule anzusehen, die am kommenden Dienstag, 6. Dezember, einen Aktionstag veranstaltet, oder sich mit Susanne Homola in Verbindung zu setzen.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos