23. März 2014, 18:03 Uhr

Korruption und Verrücktes auf Helpershainer Bühne

Ulrichstein-Helpershain (eik). Witz, Charme und eine Menge Sticheleien – all das gab es am Samstagabend in der Turnhalle auf der Helpershainer Theaterbühne zu erleben.
23. März 2014, 18:03 Uhr
Karl-Heinz von Meseberg (Heinz-Walter Eifert) spielt den Verrückten, Frau Gerthilde (Marlene Eifert, links) und Tochter Charlotte (Maren Hühnergarth) sind ratlos. (Foto: Eike Zimmermann)

Die Theatergruppe präsentierte »Ein Mann spielt verrückt«, eine Komödie von Winnie Abel. Komödiantisch wurde es in der Tat. Das Publikum war bereits zu Beginn vollends im Geschehen und fieberte bis zum Schluss ununterbrochen mit. Vor dem Auftritt machten sich Anspannung und Nervosität hinter der Bühne breit. Die Aufregung legte sich allerdings schnell, als der erste Tritt auf die Bühne gemacht war. Und erst recht, als das Publikum mit Lachern und Zwischenapplaus an diesem Abend nicht sparte. Wie man einigen Stimmen nach der Veranstaltung entnehmen konnte, haben sich die wochenlangen Proben mehr als gelohnt. Lohn und Anerkennung zollten die rund 230 Zuschauer mit tosendem Beifall bis zum letzten »Fall des Vorhangs«.

Ein Blick auf die Geschichte verrät, was die Zuschauer zum Schmunzeln, feixen und hell Auflachen brachte. Bauamtsleiter Karl Heinz von Meseberg, gespielt von Heinz-Walter Eifert, erholt sich von seinem Job und macht Urlaub. Allerdings scheint die frohe Stimmung nicht lange anzuhalten. Gerüchte über ihn brechen ins Haus und er wird verdächtigt, Schmiergelder für die Genehmigung des Baus eines dubiosen »Wellness-Clubs« bekommen zu haben. Dadurch gerät er in beachtliche Schwierigkeiten und er weiß sich nicht anders zu helfen, als seinen Freund und Arzt Dr. Richard Schmeichel, verkörpert durch Manfred Bauer, zur Hilfe zu holen. Mit Hilfe Richards spielt er für den verkorksten Versicherungsvertreter Andreas Kaiser (Martin Korell) den Verrückten. Aber wie das Schicksal so will, werden ihm auch hierbei Steine in den Weg gelegt. Seine Frau Gerthilde, dargestellt von Marlene Eifert, macht sich an seinen besten Freund heran. Sie organisiert für ihren verrückten Mann eine Pflegerin (Jana Rims), die ihren am Asperger-Syndrom erkrankten Sohn (Eike Zimmermann) mitbringt.

Tochter Charlotte, verkörpert durch Maren Wiegand, zerrt mit ihrem Beruf als Esoterikerin an den Nerven ihrer Eltern und scheint Gefallen am Versicherungsvertreter gefunden zu haben. Zudem versucht eine hartnäckige Journalistin (Birgit Schleuning), den Ruf von Karl-Heinz zu zerstören. Wenn dann auch noch Mandy (Christine Eifert), eine reizvolle Dame aus dem »Wellness-Club«, vor der Tür steht, gerät alles aus den Fugen. Ob es Meseberg gelingt, seine Frau und die ganze Stadt hinters Licht zu führen? Wird der Entspannungsurlaub zum Albtraum und welche Geheimnisse bringt Dr. Richard Schmeichel mit? Schafft es die Esoterik-Tochter Charlotte, ihre Eltern zur Weißglut zu bringen oder wird es ein Happy End für sie geben?

Welches Ende die Geschichte nimmt, kann man noch bei den weiteren Aufführungen in Helpershain erfahren: Am Freitag, 28., und Samstag, 29. März, treten die neun Darsteller noch einmal auf. Restkarten sind bei Ina Emrich, Tel. 06645/918277, sowie an der Abendkasse erhältlich. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.

Schlagworte in diesem Artikel

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos