08. Dezember 2022, 21:21 Uhr

Üben mit Tuba und Trompete

08. Dezember 2022, 21:21 Uhr
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Von Günther Kraemer
Gemeinsam für den Posaunenchor-Nachwuchs aktiv - die jungen Interessierten mit Stefan Haumann (links) und Lothar Bräutigam (rechts). FOTO: BF

Drei Homberger Posaunenchöre gehen neue Wege auf der Suche nach jungen Mitmusikerinnen und -musikern. Die evangelischen Posaunenchöre Maulbach, Nieder-Ofleiden und Deckenbach legen ihre Aktivitäten in der Nachwuchsarbeit zusammen. Denn es fehlt der Nachwuchs, wie Stefan Haumann und Lothar Bräutigam dieser Tage bei einem Treffen der Jungbläser im Gemeinschaftshaus Maulbach sagten. Für das gemeinsame Projekt Jungbläser haben die Beteiligten den »Jungbläserförderverein der ev. Posaunenchöre Homberg« gegründet, Haumann ist Vorsitzender, Bräutigam verwaltet die Kasse.

Ein Hintergrund des neuen Vereins ist, dass gerade in Corona-Zeiten wenig für den Nachwuchs getan werden konnte. In anderen Regionen haben Posaunenchöre ihre Tätigkeit eingestellt. Stefan Haumann sagt, »es geht um den Fortbestand der Posaunenchorarbeit. Die Posaunenchöre mittel- und langfristig zu stärken; das geht nur mit Jugendarbeit und durch den Einsatz von Jungbläserinnen und Jungbläser«. Danei spricht man auch Ältere an. Jungbläser müssen nicht unbedingt Jugendliche der Altersgruppe bis 18 Jahren sein. Wenn Erwachsene Gefallen daran finden, ein Instrument zu lernen, sind sie ebenfalls willkommen.

Haumann und Bräutigam verweisen darauf, dass die Posaunenchöre Nieder-Ofleiden, Maulbach und Deckenbach weiterhin eigenständig agieren. Das »Jungbläser-Projekt« ist in Kooperation mit Landesposaunenwart Albert Wanner aus Dillenburg entstanden. Das Projekt »Jungbläser« ist auf zwei Jahre angelegt und wird auch durch die Evangelischen Kirchengemeinden Maulbach, Nieder-Ofleiden und Deckenbach sowie das Dekanat Vogelsberg unterstützt. Weitere Gelder sollen vom »Förderverein Bläserarbeit Oberhessen« kommen.

In den vergangenen Wochen wurden die letzten organisatorischen Schwierigkeiten gemeistert. So hat man Absprachen getroffen und den Jungbläser-Förderverein als gemeinnützigen Verein mit der erforderlichen Zweckbindung gegründet.

In den Grundschulen Schweinsberg und Homberg wurde in den vergangenen Wochen für das Projekt »Jungbläser« mit einer Vorstellung und den Zielsetzungen geworben. Dabei stellte man auch die Musikinstrumente des Posaunenchores vor. Das Interesse war gut. Immerhin haben sich 21 Jungbläser und Jungbläserinnen gefunden, darunter sind drei Erwachsene.

In Maulbach fanden kürzlich die ersten Übungsstunden statt. Dabei gibt es zunächst Einzelunterricht für die Instrumentalneulinge. Reger Besuch herrschte den gesamten Vormittag über. So haben sich die Jugendlichen und Erwachsenen ein Musikinstrument bei der Anmeldung ausgesucht. Nun nahm man es strahlend in die Hand.

In den Räumen des Gemeinschaftshauses entlockten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Instrumenten die ersten Töne. Angeleitet wurden sie von jungen Musik-Dozenten, die das Landesposaunenwerk der Ev. Kirche stellt. Die Posaunen, Tuben, Trompeten und Tenorhörner werden von den drei Posaunenchöre kostenfrei zur Verfügung gestellt. Landesposaunenwart Wanner war beim Auftakt unter den Gästen.

Nun wird jeden Samstag Einzelunterricht angeboten, sagt Haumann. Weitere Anfängerinnen und Anfänger sind ausdrücklich willkommen. Kontakt über Jürgen Hochgrebe vom Posaunenchore Nieder-Ofleiden, Detlef Filipp in Deckenbach und Stefan Haumann in Maulbach. Die Eigenbeteiligung liegt bei 25 Euro im Monat. Dem Vorstand des Jungbläserfördervereins gehören neben Haumann und Bräutigam noch Detlef Filip und Hans-Joachim Schmidt an.



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