07. April 2021, 21:58 Uhr

Telekom sucht Mast-Standorte

07. April 2021, 21:58 Uhr
Die Telekom habe in den vergangenen zwei Monaten einen Standort im Kreis neu gebaut, sieben mit LTE und acht mit 5G erweitert. Weitere Standorte werden gesucht. FOTO: DPA

Die Mobilfunk-Versorgung im Landkreis Vogelsbergkreis sei jetzt besser, heißt es in einer Pressemitteilung der Telekom. Die Telekom habe dafür in den vergangenen zwei Monaten einen Standort neu gebaut, sieben mit LTE und acht mit 5G erweitert. Durch den Ausbau steige die Mobilfunk-Abdeckung im Landkreis in der Fläche und es steht insgesamt auch mehr Bandbreite zur Verfügung.

Auch der Empfang in Gebäuden verbessere sich. Die Standorte stehen in folgenden Kommunen: Alsfeld (3), Feldatal, Gemünden (Felda), Lauterbach (Hessen) (2), Mücke (2), Romrod, Schlitz (2), Schotten (2), Schwalmtal und Wartenberg. Die Standorte in Alsfeld (3), Gemünden (Felda), Mücke, Romrod und Schlitz dienten zudem der Versorgung entlang der Autobahn, der Standort in Schlitz dient zudem der Versorgung entlang der Bahnstrecke. »Der Landkreis Vogelsbergkreis nimmt von Beginn an Teil an der Entwicklung und hat damit einen digitalen Standortvorteil«, so die Telekom. Die Telekom betreibt im Vogelsbergkreis jetzt 53 Standorte. Die Bevölkerungsabdeckung liege bei rund 93 Prozent. Bis 2023 sollen weitere 44 Standorte hinzukommen. Zusätzlich sind an sieben Standorten Erweiterungen mit LTE und 5G geplant.

Wer bietet Fläche an seinem Haus?

Hierbei sei die Telekom auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen oder Eigentümern angewiesen, um notwendige Flächen für neue Standorte anmieten zu können. Wer eine Fläche für einen Dach- oder Mast-Standort vermieten möchte, der kann sich an die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm (www.dfmg.de) wenden.

Die Telekom baut pro Jahr mehr als 1500 neue Mobilfunkstandorte. Hinzu kommen LTE- und 5G-Erweiterungen an tausenden bestehenden Standorten. »Im Rahmen unserer massiven Ausbauaktivitäten wird 5G zum neuen Standard im Mobilfunknetz der Telekom«, so Pressesprecher George McKinney.

Die Telekom nutze die unterschiedlichen Frequenzen so, dass sie sich in puncto Reichweite und Geschwindigkeit sinnvoll ergänzten: 5G funke in Großstädten in der Regel auf einer sehr hohen Frequenz: Bei der Telekom auf 3,6 GHz. Hohe Frequenzen bieten höhere Geschwindigkeiten. Gleichzeitig reichten diese Frequenzen nicht besonders weit. Auf der niedrigeren 2,1 GHz-Frequenz seien die Reichweiten der 5G-Antennen deutlich höher.

Das Prinzip ist bereits vom LTE-Ausbau bekannt: Hier werden Frequenzen mit großer Reichweite vor allem für die Flächenversorgung genutzt. Frequenzen mit kürzeren Reichweiten spielten ihre Stärken im städtischen Umfeld aus und sorgten so für die gleichzeitige Versorgung sehr vieler Kunden und für noch höhere Geschwindigkeiten.

Mit dieser Kombination der zur Verfügung stehenden Frequenzen beschleuniget die Telekom den 5G-Ausbau - gerade im ländlichen Raum - erheblich. Auch LTE werde durch die Technik-Offensive einen nochmaligen Schub erfahren. »Kunden erhalten ein weiteres Frequenzband für die Nutzung von LTE und somit mehr Bandbreite.« Durch den Einsatz des sogenannten Dynamic Spectrum Sharing (DSS) werde zusätzliches Spektrum für LTE-Kunden bereitgestellt. »Dadurch surfen auch sie noch schneller als bisher.«

Mit DSS betreibe die Telekom zwei Mobilfunk-Standards parallel in einem Frequenzband. Die neue Technologie verteile das Spektrum bedarfsorientiert zwischen LTE- und 5G-Anwendern. Das Netz passe sich so »innerhalb von Millisekunden automatisch dem Bedarf der jeweiligen Kunden an. Das führt zu einem noch besseren Nutzungserlebnis«.

DSS und das zusätzliche Spektrum erhöhten die Datenrate: Im ländlichen Bereich würden die Geschwindigkeiten teilweise mehr als verdoppelt. Hier können Kunden jetzt mit bis zu 225 Mbit/s surfen. In städtischen Gebieten seien es 600-800 Mbit/s in der Spitze. Von diesen Geschwindigkeiten profitierten nicht nur Kunden mit neuen 5G-Smartphones, sondern auch Kunden im LTE-Netz.

Die Telekom habe das größte 5G-Netz in Deutschland. Die Nutzung von 5G erfordert neue Endgeräte und diese seien bereits verfügbar. Bestandskunden profitierten mit ihrem aktuellen LTE-Gerät gleichermaßen von den durch Dynamic Spectrum Sharing (DSS) verfügbaren höheren Datenraten.

Wer mehr über die Verfügbarkeit von 5G an seinem Wohnort erfahren will, der kann sich im Internet auf www.telekom.de informieren. Kunden können sich außerdem unter 08 00/3 30 10 00 beraten lassen.

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