29. Oktober 2021, 21:27 Uhr

»Stünde es doch noch hier«

29. Oktober 2021, 21:27 Uhr
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Von Jutta Schuett-Frank
Der neu entstandene Ruheplatz am Seenbach hat eine Besonderheit. Es steht dort auch eine Informationstafel zur Merlauer Geschichte und dem ehemaligen Schloss. Hier die Schlossfreunde vor der enthüllten Tafel. FOTO: SF

Mücke-Merlau (sf). Der neu entstandene Ruheplatz am Seenbach hat noch eine weitere Besonderheit. Es wurde dort eine Informationstafel enthüllt und diese gibt Einblick in die Merlauer Geschichte.

Es hat sich eine Arbeitsgruppe zum Thema »Schloss in Merlau« gegründet und diese Schlossfreunde wollen an die Merlauer Geschichte erinnern. Zusammengefunden haben sich der Chronist Robert Keller und Regula Preisendörfer, die auch eng mit dem kleinen Museum »Hobstallstowwe« verbunden ist. Weitere Mitstreiter sind Bill Spring sowie Franz Uwe Prepens. Letztgenannter hat die beiden Bilder auf der Schlosstafel erstellt und Bill Spring aus Großbritannien hat die Internetseite aufgebaut und umfangreiche Recherchen vorgenommen. Nicht zu vergessen den gebürtigen Merlauer Erhard Kirsch, dessen Herz immer noch am Dialekt seiner Jugend hängt, obwohl er seit Jahrzehnten bei München wohnt. Ihm fiel auch die Aufgabe der Laudatio zu, denn erhat auch die Hinweistafel gespendet. »Die Sage von der weißen Jungfrau hat mich schon als Bub, der da drüben bei der Kirche auf die Welt gekommen ist, in den Bann gezogen, mich geängstigt und fasziniert zugleich. Immer wieder habe ich hier unter dem Brückenbogen gesessen und Ausschau gehalten. Das Schloss hat mich immer begeistert und wie oft habe ich mir gewünscht, es stünde noch hier«, sagte er.

Es sei eine Freude zu sehen, dass zwei Themen räumlich so ideal zueinanderfinden, so Kirsch. Der Seenbach und das Schloss, also sei die Natur eng mit der Kultur verbunden. »Eine wunderbare Gelegenheit, einen bedeutsamen Teil der Merlauer Geschichte wieder aufleben zu lassen, Bürgern die wichtigsten Infos zum Schloss nahe zu bringen, aber auch zu zeigen, wo noch die zahlreichen Spuren zu finden sind.« Dank ging auch an die Agentur Saarbourg Design und den Bauhof. Kirschs Wunsch: »Möge dieser behagliche Platz zum Verweilen einladen, die Tafel die Geschichte unseres einstigen Schlosses lebendig halten und vielen Menschen Anregung sein, sich mit diesem schönen Bauwerk, einem Glanzpunkt der Merlauer Dorfgeschichte, näher zu beschäftigen.«



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