14. Februar 2021, 16:07 Uhr

Stabilere Bäume

14. Februar 2021, 16:07 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Gemeindewald Mücke hat in den zurückliegenden Jahren dramatisch unter Hitze und Trockenheit gelitten. FOTO: PM

Mücke (pm). Der Gemeindewald hat in den zurückliegenden Jahren dramatisch unter Hitze und Trockenheit gelitten. Nahezu alle Baumarten haben durch die zu geringe Wasserversorgung deutliche Schäden zu verzeichnen. Besonders stark hat es die Fichtenbestände getroffen: hier rechnet Bürgermeister Andreas Sommer mit Ausfällen von bis zu 40 Hektar Fläche bei allen Altersklassen.

Das Schadbild der abgestorbenen trockenen Fichten ist überall im Vogelsberg deutlich sichtbar. Diese freien Flächen müssten zügig wieder bepflanzt werden. Diesmal aber will die Gemeinde es besser machen als in der Vergangenheit und man werde Baumarten auswählen, die standortgerecht sind, hier von Natur aus vorkommen und mit Trockenphasen besser zurechtkommen als die Fichte, die ursprünglich nur in den Gebirgslagen zu Hause war.

Künftig wird daher vermehrt Laubholz gepflanzt: Eichen, Buchen, Berg- und Spitzhorn, Vogelkirsche, Schwarzerle - aber auch seltene Arten wie Elsbeere, Schwarznuss oder Feldahorn. Um diesen Waldumbau finanzieren zu können, habe sich die Gemeinde frühzeitig um Fördermittel gekümmert. Diese Initiative wurde jetzt belohnt. Aus dem Fördertopf des Landes zur Wiederaufforstung wurden 45 000 Euro zur Verfügung gestellt und aus Bundesmitteln, der sogenannten »Bundeswaldprämie« nochmals 38 000 Euro.

Somit stehen für die Bemühungen zur Wiederaufforstung über 80 000 Euro zur Verfügung. »Ein wichtiger Beitrag, um in Mücke wieder standortgerechte, laubholzdominierte Wälder entstehen zu lassen.«



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