16. Juli 2021, 21:52 Uhr

SPD unterstützt Kaminski, UBL verhält sich neutral

16. Juli 2021, 21:52 Uhr

s Sozialdemokraten und die Unabhängige Bürgerliste (UBL) freuen sich darüber, dass neben dem Kandidaten der Bürgergemeinschaft (BGG) ein weiterer Bewerber für das Bürgermeisteramt ins Rennen gehe. Gerhard Kaminski, derzeit in Alsfeld lebender freier Journalist, hat sich bei den beiden Fraktionen, die bisher keinen eigenen Kandidaten benannt hatten, vorgestellt.

»Gerhard Kaminski hat uns mit seinem Auftreten und der sachlichen Kompetenz überzeugt. Seine kommunalpolitische Erfahrung wird sehr gut für die weitere Entwicklung der Gemeinde nutzbar sein und wir werden ihn gern unterstützen,« so Lukas Becker, Fraktionsverbandsvorsitzender der SPD.

Man begrüße vor allem die Bereitschaft Kaminskis, das Gespräch nicht nur mit den politischen Gruppierungen, sondern auch mit den Bürgern pflegen zu wollen. Das habe der derzeitige Amtsinhaber vernachlässigt. Ihm sei wichtig, so Kaminski, »das Verwaltungshandeln transparent zu machen und einen respektvollen Umgang zu pflegen«.

Fördermittel sind nötig

In Anbetracht der angelaufenen großen Projekte (Kindergartenausbau, Anschluss an die Kläranlage in Nieder-Ohmen, Neugestaltung des Bahnhofsgeländes in Nieder-Gemünden), die erhebliche finanzielle Mittel binden, sei man sich im Klaren, dass weitere Projekte und Maßnahmen nur mit dem engagierten Einwerben von Fördermitteln möglich sein werden. Im Rahmen des »Masterplans Energiewende«, den die Sozialdemokraten gerade in der Gemeindevertretung eingebracht hätten, sehen beide Gesprächspartner gute Chancen, die Gemeinde voranzubringen. »Klimaschutz ist auch im kommunalen Bereich ein wichtiges Thema, das uns Bilder aus heftig von starken Regenfällen und Überschwemmungen betroffenen Regionen Deutschlands eindringlich deutlich machen. Mit dem Masterplan soll ein Konzept entwickelt werden, das den kommunalen Beitrag Gemündens zum Umgang mit der Klimakrise aufzeigt. Gelingen kann seine Umsetzung nur unter Einbeziehung der Bürger. Mich in diesem Sinn einzusetzen, habe ich deutlich gemacht,« so Kaminski.

»Es geht uns darum, eine Grundlage für die weitere Diskussion um Anlagen für die Erzeugung erneuerbarer Energien im Gemeindegebiet zu schaffen, damit nicht bei jedem Projekt ähnliche oder dieselben Argumente pro und kontra ausgetragen werden müssen. Dabei muss es selbstverständlich eine breite Beteiligung der Gemündener geben. Es kann keine Energiewende geben, ohne dass die Menschen diese und die passenden Maßnahmen anerkennen und umsetzen,« waren sich Becker und Kaminski einig. Der Bürgermeisterkandidat, der betont, dass er keiner Partei angehört und die Zusammenarbeit mit allen drei Fraktionen in der Gemündener Gemeindevertretung anstrebt, hat sich auch bereits bei der Fraktion der UBL vorgestellt. »Das Angebot zur Zusammenarbeit wurde bisher vom Fraktionsvorsitzenden der BGG, Tobias Reitz ebenso begrüßt wie von der UBL. Dass die BGG, da sie einen eigenen Kandidaten nominiert hat, es bei diesem positiven Signal bewenden lässt, ist gut nachvollziehbar. Dass sich die UBL als Fraktion für eine neutrale Haltung entschieden hat, bedauere ich, respektiere aber die Entscheidung«, erläuterte Kaminski das Ergebnis des Vorstellungsgesprächs bei der Unabhängigen Bürgerliste (UBL).

Bewerber fühlt sich fit genug

Auch hier habe es viel inhaltliche Übereinstimmung gegeben. »Als Gegenargument wird gern mein Alter ins Feld geführt, verbunden mit dem Wunsch nach einem Bürgermeister, der viele Jahre im Amt bleibt. Dem halte ich entgegen: Gewählt wird jetzt für eine Wahlperiode. Für diese trete ich an, fit und bereit, mit Tatkraft und Entschlossenheit für eine zukunftsfähige Entwicklung Gemündens zu arbeiten.

Dabei sollten Kompetenz und Erfahrung einige Pluspunkte einbringen - der Abrechnung nach sechs Jahren sehe ich zuversichtlich entgegen«, so Kaminski, der sich in der nächsten Woche mit Besuchen in den Gemündener informieren und vorstellen wird.

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