18. Mai 2021, 21:50 Uhr

Segen für Blech und Fahrer

18. Mai 2021, 21:50 Uhr
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Von Dieter Graulich
Pfarrer Winfried Disser segnet Motorräder und Fahrräder. FOTO: AU

Herbstein (au). Seit 52 Jahren gehört die Fahrzeugsegnung im Mai zum festen Bestandteil der Arbeit der Kolpingfamilie in Herbstein, und sie erhält jedes Jahr mehr Zuspruch. So waren diesmal wieder rund 100 Menschen mit ihren Fahrzeugen am Bachweg und den davon abzweigenden Straßen erschienen, um von den beiden katholischen Pfarrern Winfried Disser und Christoph Werner den Segen aus dem Benediktionale zu erhalten.

Dabei werden Fahrzeuge gesegnet, um für ihren Gebrauch Schutz und Heil von Gott zu erbitten. Zu den Fahrzeugen, die mit Weihwasser besprengt und gesegnet wurden, gehörten neben Personenwagen auch Motorräder und Fahrräder. Bei der Segnung werden die Fahrzeuge einem Schutzpatron, dem »Heiligen Christophorus«, einer der vierzehn Nothelfer, der Schutzheiliger der Reisenden ist, unterstellt. In Deutschland beginnen die Funkrufzeichen bei den Rettungshubschraubern deshalb auch mit »Christoph«, in Österreich die der ÖAMTC-Hubschrauber.

Die erste Fahrzeugsegnung gab es in Herbstein im Jahre 1967 vom damaligen Kaplan und Präses der Herbsteiner Kolpingfamilie Benno Hitzel, in Absprache mit dem katholischen Pfarrer Josef Lerch. Seit knapp 30 Jahren ist es Pfarrer Disser, der für Halter und Fahrer der Fahrzeuge den Segen erbittet. Für Disser war diese Fahrzeugsegnung die letzte Amtshandlung in Herbstein, da er die »Stadt auf dem Berge« verlässt, um im südhessischen Raum neue Aufgaben zu übernehmen. Zu Beginn hatte Kolpingfamilien-Vorsitzender Wigbert Nophut, nach dem gemeinsam gesungenen »Autofahrerlied« nach der Melodie »Lobet den Herren« und einem Gebet, auf die lange Tradition dieser Veranstaltung hingewiesen. Hierbei solle nicht nur das »Blech«, sondern in erster Linie die Fahrer und deren Mitfahrer gesegnet werden.



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