01. Oktober 2021, 21:30 Uhr

Regionales Biogemüse in der Gruppe selbst anbauen

01. Oktober 2021, 21:30 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Bund für Umwelt und Naturschutz möchte die Wertschätzung für regional erzeugte Lebensmittel erhöhen. FOTO: PM

Alsfeld (pm). Anlässlich des »Tages der Regionen« am morgigen Sonntag möchte der BUND-Kreisverband Vogelsberg (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) eine (noch) etwas unbekannte Art und Weise der Gemüseerzeugung und -vermarktung im Vogelsberg vorstellen und damit helfen, generell die Wertschätzung gegenüber den vor Ort erzeugten Lebensmitteln zu erhöhen.

»Mehr regionales Gemüse in Bio-Qualität für Alsfeld.« Unter diesem Gedanken entstand um die BUND-Gruppe Vogelsberg die Initiative für den Anbau von leckerem regionalen Gemüse. Vorbild war in mancher Hinsicht auch die SoLaWi-Bewegung. SoLaWi steht für »solidarische Landwirtschaft«, bei der sich jeder seinen Möglichkeiten gemäß einbringen kann, dann aber auch Produkte minderer Qualität oder geringere Erträge zu festen Preisen abnimmt. Erste zaghafte Versuche in dieser Richtung gab es im Vogelsberg vor etwa vier Jahren, als der BUND Kreisverband bei einer Info-Veranstaltung zu diesem Thema rund 50 bis 60 interessierte Personen begrüßen konnte. Nun - im Mai dieses Jahres war es so weit. Auf einem Stück Land mit einer Fläche von gut 1000 Quadratmetern, das schon seit langer Zeit biologisch bewirtschaftet wurde - es befindet sich am Ortsrand von Angenrod - begann die kleine Gruppe mit dem Anbau der verschiedensten Gemüsesorten. Kartoffeln, Zucchini, Mangold, Spinat, Kohlrabi, rote Beete, Weißkohl, Blumenkohl, Zwiebeln und vieles mehr standen auf dem Programm.

Über den Messenger-Dienst »Signal« steht die zurzeit 14-köpfige Gruppe »leckeres regionales Gemüse« in regelmäßigem Kontakt. Auf dieser Plattform können sich sozusagen Erzeuger und Verbraucher treffen, wobei natürlich auch jeder Verbraucher gerne bei den anstehenden Arbeiten helfen kann und darf.

Ganz klar ist auch die Frage der Ernte von zentraler Bedeutung und will organisiert werden. In der Regel werden freitags am Vormittag die Erntearbeiten durchgeführt. Nach dem Reinigen des Gemüses geht es zur Verteilstelle nach Alsfeld. Freitags ab 16.30 Uhr steht das frisch geerntete Gemüse auf einem Privatgrundstück zum Erwerb in Selbstbedienung bereit.

Bezahlen nach eigener Einschätzung

Es liegt eine Liste aus, in die man einträgt, was man mitgenommen und welchen Betrag man in die bereitgestellte Kasse getan hat. Die Initiatoren betonen, dass man auf jeden Fall bestrebt ist, die Kosten für die Arbeiten zu erlösen, man sei aber nicht auf maximalen Gewinn ausgerichtet. So ist der Betrag, den man für das Gemüse bezahlt, auch nicht exakt festgelegt, sondern richtet sich nach den jeweiligen Möglichkeiten des Abnehmers. Man sei überrascht wie gut diese Vorgehensweise angenommen wird.

Zurzeit gibt es rund 20 Abnehmer, die sich über das leckere, regionale Biogemüse freuen. Unter ihnen sind auch viele Familien mit Kindern (damit zusammen über 50 Personen), denen eine gesunde Ernährung mit Biogemüse, das sozusagen vor der Haustür wächst, wichtig ist. Und man ist durchaus bestrebt, noch mehr Menschen zum Mitmachen anzuregen. Man freut sich auf jeden Fall über neue Gesichter und Interessenten, die Kontakt aufnehmen.

Neugierig geworden? Kontakt kann man gerne aufnehmen über »solawi-vogelsberg@posteo.de«.



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