22. Januar 2021, 22:21 Uhr

Rathaus wird barrierefrei

22. Januar 2021, 22:21 Uhr
Das Fachwerk-Rathaus Feldatal ist bislang nur über Stufen zu erreichen. Nun sollen der Zugang und der Eingangsbereich barrierefrei umgebaut werden. ARCHIVFOTO: JOL

Die Finanzen der Gemeinde Feldatal stabilisieren sich weiter. Ein Ausdruck davon ist, dass man sich einen Minibagger für den Bauhof für 35 000 Euro leisten will. Mit Investitionen in überschaubarem Rahmen wartet der Haushaltsplan 2021 auf, den Bürgermeister Leopold Bach am Donnerstag den Gemeindevertretern vorstellte. Wie üblich wird das Zahlenwerk nun im Ausschuss beraten und schließlich vom Gemeindeparlament verabschiedet.

Größere Ausgaben betreffen unter anderem ein Feuerwehrfahrzeug für Windhausen, den barrierefreien Zugang zum Rathaus sowie Sanierungen von Backhaus Zeilbach und Feldahalle.

Größere Posten sind auch die Planung für die Pfingstweide in Groß-Felda und die Anschaffung einer Entwässerungspresse für Klärschlamm. Dabei werden mehrere Fördertöpfe genutzt.

In seiner Haushaltsrede betonte Bach, dass in den vergangenen Jahren die Verschuldung abgebaut wurde. Auch deshalb ist trotz »grundsätzlich schwacher Finanzausstattung der Gemeinde« keine Anhebung der Grundsteuern notwendig. Im Ergebnishaushalt gibt es bei einem Volumen von knapp 5,6 Millionen Euro ein kleinen Überschuss von rund 30 000 Euro. Im Finanzhaushalt sind Investitionen von etwas mehr als 770 000 Euro geplant. Die wesentlichen Investitionen: Der Eingangsbereich des Fachwerk-Rathauses soll barrierefrei umgestaltet werden. Das kostet etwa 90 000 Euro, wobei Bach auf einen 90-Prozent-Zuschuss aus einem Programm der UN-Behindertenrechtskonvention hinwies. Das Löschfahrzeug in Windhausen soll 165 000 Euro kosten, das Land erstattet rund 100 000 Euro.

Schlammpresse amortisiert sich

In Zeilbach sollen 10 000 Euro für das Backhaus und 8000 Euro für einen Zaun am Spielplatz fließen. 10 000 Euro sind für eine Grünanlage in Stumpertenrod angesetzt. Die alte Synagoge Kestrich soll aufwendiger saniert werden, die zusätzlichen 12 000 Euro kommen als Zuschuss von der Denkmalpflege. In der Kläranlage ist der Kauf einer Entwässerungspresse vorgesehen. Bach sagte, dass der damit getrocknete Klärschlamm günstiger entsorgt werden könne. Pro Jahr spart man so 15 000 Euro ein. Gemeinsam mit der Stadt Ulrichstein ist geplant, zukünftig ein Vererdungsbeet einzurichten.

In der Feldahalle soll die Beleuchtung auf LED umgerüstet werden, dafür sind 25 000 Euro vorgesehen, die man hofft, aus dem Landesprogramm der Klimakommunen erstattet zu bekommen. Auf das Dach soll eine Fotovoltaik-anlage, doch zunächst soll das Dach erneuert werden (65 000 Euro). Fassadenarbeiten am Gemeinschaftshaus Kestrich summieren sich auf 27 000 Euro.

Im Haushalt sind seit zwei Jahren 113 000 Euro für ein Ärztezentrum enthalten, davon 102 000 Euro aus der Hessenkasse. Inzwischen hat sich die Lage im medizinischen Bereich entspannt, sagte Bach. Beide Arztpraxen werden zunächst fortgeführt.

Kritische Worte fand Bach für die finanzielle Ausstattung der Kommune. Denn die Zuweisungen aus dem allgemeinen Steueraufkommen sinken um 70 000 Euro, während die Kreis- und Schulumlage um rund 30 000 Euro höher ausfallen soll. Die Lücke zwischen der Zuweisung von oben und der Abgabe an den Vogelsbergkreis soll auf über 570 000 Euro steigen.

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