18. Mai 2021, 21:52 Uhr

Parlament muss nachsitzen

18. Mai 2021, 21:52 Uhr
Die Gemeindevertretung muss sich noch einmal mit dem Antrag zum Dorferneuerungsprogramm IKEK befassen, für das im Rathaus bereits vorgearbeitet wurde. FOTO: JOL

Es kommt, wie es Bürgermeister Leopold Bach vorhergesagt hat: Für das Dorferneuerungsprogramm IKEK muss das Feldataler Gemeindeparlament noch einmal kurzfristig zusammenkommen. Am morgigen Donnerstag um 20 Uhr ist eine außerplanmäßige Sitzung in der Feldahalle notwendig, um den Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm fristgerecht zu beschließen. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte sich die Gemeindevertretung mit dem Antrag befasst. Dabei hatte aber die FWG gegen die Aufnahme des Eilantrags auf die Tagesordnung gestimmt, der damit nicht beraten werden konnte. Die einfache Mehrheit der Bürgerliste reichte nicht aus.

Die FWG hatte dabei argumentiert, man sei prinzipell für die Dorferneuerung, die bereits im Jahre 2014 im Parlament befürwortet worden ist. Der alte Beschluss sei ausreichend. Genau das weist Bürgermeister Bach zurück, der sich am Freitag beim Amt für den ländlichen Raum informiert hat. Demnach muss der Antrag mit aktuellen Unterlagen gestellt werden, und dazu zählt auch ein erneuter Beschluss der Gemeindevertretung. Ziel ist es, in das IKEK-Programm aufgenommen zu werden. Im Unterschied zu der Dorferneuerung früherer Jahre wird dabei die ganze Gemeinde in den Blick genommen. Früher war ein Dorf der Entwicklungsschwerpunkt, davon profitierten unter anderem Stumpertenrod und Köddingen. IKEK setzt auf ein Integriertes Konzept für die Entwicklung in allen Ortsteilen. Die neue Förderperiode des Dorfentwicklungsprogramms beginnt in diesem Jahr und läuft bis 2028. In diesem Jahr werden zehn Kommunen in das Programm aufgenommen.

»Die positive Entwicklung aller Feldataler Ortsteile ist die Hauptaufgabe der Gemeinde«, sagt Bach. Dabei seien Fördermittel für öffentliche und private Maßnahmen wichtig. Die Aufforderung zur Einreichung der Bewerbung sei Ende Januar bei der Gemeindeverwaltung eingegangen, dann habe die Gemeinde umfangreiche Unterlagen erarbeitet. Mit den Ortsvorstehern wurden Leerstandskataster für jeden Ortsteil erarbeitet. Die Maßnahmen werden auf der Grundlage eines Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) umgesetzt. Ziel ist es, Dörfer als attraktiven Lebensraum zu gestalten, vorhandene Strukturen zu stärken und die Gemeinschaft zu fördern. Bach sieht IKEK als »tolle Chance, unser gesamtgemeindliches Wir-Gefühl noch mehr zu stärken und die Gemeinde als Ganzes weiter nach vorne zu bringen«.

Wenn Feldatal in das IKEK-Programm kommt, wird zunächst ein Konzept erarbeitet. Dabei erstellen Institutionen und Privatleute gemeinsam ein Leitbild, Ziele und einen Handlungsleitfaden. Erst danach beginnt die Umsetzungsphase, die bis 2028 laufen wird. Welche Schwerpunkte man bei IKEK setzen kann, zeigt sich in Kirtorf. Dort ist die »Neue Mitte« der Kernstadt mit Ärztehaus und Sanierung einer Häuserzeile teilweise über IKEK gelaufen.

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