03. Dezember 2020, 21:57 Uhr

Neue Gesellschaft für Holzverkauf

03. Dezember 2020, 21:57 Uhr
Holz aus dem Gemeindewald Mücke soll künftig über eine neue Vermarktungsgesellschaft verkauft werden, wie die Gemeindevertreter beschlossen haben. FOTO: JOL

Neue Wege bei dem Verkauf von Baumstämmen aus dem Kommunalwald geht die Gemeinde Mücke. Einstimmig beschloss nun die Gemeindevertretung, sich einer neuen Gesellschaft für Holzverkauf in den Regionen Rhön, Vogelsberg und Burgwald anzuschließen.

Die Gesellschaft soll demnächst gegründet werden, weil Hessen Forst künftig nicht mehr den Holzverkauf betreuen darf. Die Betreuung des Gemeindewalds soll weiterhin durch den Landesbetrieb geleistet werden, wie Bürgermeister Andres Sommer in der Sitzung mitteilte.

Hintergrund der Neuorganisation ist eine Änderung im hessischen Waldgesetz. So darf Hessen Forst künftig keine Stämme aus Betrieben mit über 100 Hektar Fläche mehr vermarkten. Bislang ist das Forstamt Schotten als Dienstleister für die Betreuung des Gemeindewaldes inklusive des Holzverkaufs zuständig. Kürzlich haben die Forstbetriebsgemeinschaften im Bereich der Forstämter Romrod, Schotten, Kirchhain und Burgwald die Vorbereitungen zur Gründung einer eigenen Holzvermarktungsorgansation HVO getroffen. Sie soll als GmbH gestaltet sein, wie Sommer weiter ausführt. Der Geschäftsplan ist bereits erarbeitet.

Im Bereich der neuen Gesellschaft liegen rund 11 000 Hektar Kommunalwald, 1200 Hektar größerer Privatwald und 4900 ha Gemeinschaftswald. Der Gemeindeforst Mücke alleine umfasst 386,2 Hektar.

Bislang haben die Forstbetriebsvereinigungen Grebenhain, Wetter, Marburg-Kirchhain und Westlicher Vogelsberg beschlossen, der HVO beizutreten. Die Kommunen Rauschenberg und Amöneburg wollen ebenfalls teilnehmen.

Sommer geht davon aus, dass sich binnen Kurzem auch die Bedingungen für Eigentümer von kleineren Privatwaldflächen so verändern werden, dass sie sich der neuen Gesellschaft anschließen.

Prof. Dr. Hubertus Brunn (CDU) begrüßte in der Sitzung des Gemeindeparlaments ausdrücklich die gemeinsame Vermarktung. »Alleine würde das teurer kommen«, so könne die Gemeinde Geld sparen. Sommer stellte in Aussicht, eine kleine Vermarktungslösung anzugehen, wenn die große HVO nicht zustande kommt. Dann will er mit Nachbarkommunen und Privatwaldbesitzern eine Lösung erreichen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • CDU
  • Forstämter
  • Hessen Forst
  • Vogelsberg
  • Mücke
  • Joachim Legatis
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos