08. Januar 2021, 21:27 Uhr

Neu-Achtziger Robert Belouschek mit überragendem Engagement

08. Januar 2021, 21:27 Uhr

Seinen 80. Geburtstag feierte Robert Belouschek dieser Tage. Eigentlich war eine große Feier geplant, aber daraus wurde nichts. Die Corona-Pandemie verhinderte dies, zudem erkrankte Belouschek kurz vor dem Geburtstag schwer und musste mehrere Wochen in einer Klinik und in der Reha verbringen. Nun geht es ihm wieder viel besser.

Martina Georg und Helmut Greif von der DRK-Ortsvereinigung gratulierten jetzt nachträglich. Gemeinsam blickte man zurück. Robert Belouschek engagiert sich seit langem im Roten Kreuz, im Vereinsleben und in der Kommunalpolitik. Für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er viele Male ausgezeichnet, darunter mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Ehrenbrief des Landes. Belouschek wurde in Karlsbad/Sudetenland geboren. Die Wirren des Krieges führten dazu, dass die Familie 1946 nach Mücke kam. Hier verbrachte Belouschek seine Kindheit und ging zur Volksschule. Im Anschluss besuchte er die Handelsschule in Gießen und lernte Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfe.

Er arbeitete sich in Grünberg zum Bürovorsteher hoch und wechselte 1965 in eine Kanzlei nach Gießen. Schon mit 16 trat er in das Rote Kreuz ein und übernahm sogleich die Leitung des Jugendrotkreuzes in Mücke. 1962 wurde er in den Vorstand des DRK-Kreisverbandes gewählt. Diesem Gremium gehörte er als stellvertretender Vorsitzender bis 2020 an.

Von 1968 bis 2008 war er Kreisbereitschaftsleiter. Seit 1990 war er darüber hinaus Mitglied im Aufsichtsrat der DRK-Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst und er leitete ab 1995 nach seinem Umzug nach Groß-Felda lange die Geschicke der Ortsvereinigung Feldatal. Belouschek war es immer wichtig, für andere da zu sein. In 40 Jahren hat er tausenden von Menschen die Grundlagen der medizinischen Erstversorgung beigebracht. Gerne erinnert sich der Jubilar an die vielen Einsätze, die er erlebt hat. Besonders bewegt hat ihn der Einsatz im Rahmen der DDR- Übersiedleraktion, »eine der größten Herausforderungen für den DRK-Kreisverband.« Die Bilder der ankommenden Züge mit überglücklichen Menschen, die vom DRK Alsfeld betreut wurden, habe er bis heute im Kopf.

Geprägt haben ihn aber auch die zahlreichen Auslandseinsätze, bei denen er vor Ort war. Nur jemand, der die Not und das Elend etwa in Rumänien oder nach der Flutkatastrophe in Sri Lanka erlebt habe, könne verstehen, was es bedeute, in geregelten Verhältnissen zu leben und wie viel Freude es bereitet, Hilfe zu leisten. Auch die Bewältigung der Ankunft von Asylbewerbern war zu leisten und auch bei der Errichtung der drei Seniorenresidenzen im Kreis hat er mitgewirkt. Neben seiner Arbeit im DRK war er auch in anderen Bereichen sehr aktiv.

Lange Jahre war er stellvertretender Ortsvorsteher und dann Ortsvorsteher. Seit 1985 ist er im Vorstand des Spielmanns- und Fanfarenzuges Feldatal und auch im Kreistag tätig. Seit 1994 war er auch ehrenamtlicher Richter am Landgericht Gießen. FOTO: HSO

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