16. August 2021, 21:18 Uhr

Nasser Frühling - miese Honigernte

16. August 2021, 21:18 Uhr

Das kalte und nasse Frühjahr hat den Imkern eine der schlechtesten Honigernten seit Langem beschert. Man gehe von einer »ganz enorm unterdurchschnittlichen« Ausbeute aus, sagte Manfred Ritz, der Vorsitzende des Landesverbands der Imker. »Wir haben ein Jahr, wie ich es in den letzten 40 Jahren in der Imkerei noch nicht erlebt habe«, sagte er mit Blick auf das Wetter im Frühling, das die Insekten am Ausschwärmen gehindert habe. »Die Blüten waren da, aber es war regnerisch, nass und kalt. Die Bienen können dann ja nicht raus.« Die Tiere selbst seien aber gut durch die mittlerweile beendete Saison gekommen: »Die haben sich noch gehalten, sie haben von ihren Vorräten gezehrt.« Im Norden habe man Anfang Juni Glück gehabt, dass der Raps noch geblüht habe, als es warm und sonnig geworden sei. Der Verbandsvorsitzende schätzte, dass in diesem Jahr durchschnittlich zwölf oder 13 Kilo Honig pro Bienenvolk zusammenkommen. In normalen Jahren liege der Schnitt bei etwa 30 Kilo. Beim Preis müsse sich die »miserable« Ernte nicht zwingend bemerkbar machen. Derzeit geht es für die Bienenhalter darum, gegen die Varroamilbe vorzugehen und ihre Tiere auf den Winter vorzubereiten. Die Zahl der Honigbienenvölker in Hessen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 2021 sind rund 3000 neue Völker hinzugekommen, die Gesamtzahl liege nun bei rund 68 000. »Aber wir hatten mal 113 000«, sagte Ritz und verwies auf Daten aus den 1960er Jahren. Man dürfe nicht vergessen, dass die Bienen die Hauptbestäuber seien.

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