10. August 2021, 21:57 Uhr

Nach Zoff können Senioren auf Reisen gehen

10. August 2021, 21:57 Uhr

Das hatten sich die »Mücker Bürger (»MüBü«) etwas anders vorgestellt. Aus ihrem Plan, den Mücker Senioren eine Fahrt anzubieten, »damit die Leute nach eineinhalb Jahren mal wieder rauskommen« (Jennifer Schomber), wurde eine umstrittene Angelegenheit, bei der es in Telefonaten auch böse Worte gegeben haben soll. Nun hat sich der Konflikt allerdings in Wohlgefallen aufgelöst, die Senioren dürfte es freuen. Aber der Reihe nach.

Freude und »heftige Kritik«

Nachdem im Juni in der Mücker Stimme und in dieser Zeitung ein erster Artikel zur gemeinsam geplanten Seniorenfahrt von »MüBü«, der Firma Philippi-Reisen und den evangelischen Kirchspielen Groß-Eichen/Ilsdorf, Merlau/Flensungen, Nieder-Ohmen erschienen war, hätten die an der Planung Beteiligten zahlreiche und zum Teil sehr unterschiedliche Rückmeldungen und Nachfragen erreicht.

Weil sich darunter, neben Freude und Lob, »teils auch heftige Kritik seitens einiger kommunalpolitisch aktiver politischer Mitbewerber der MüBü befunden habe, die sich besonders an die beteiligten Pfarrerinnen und Pfarrer richtete, würden sich die MüBü aus der Planung und Organisation dieser Fahrt zurückziehen, heißt es in einer Pressemitteilung dazu.

Alle im Vorfeld an der Planung Beteiligten seien sehr froh, dass nun die Gemeinde gemeinsam mit den genannten evangelischen Kirchspielen und der Firma Philippi diese und eventuell noch weitere Fahrten anbieten möchten, die als eine Ergänzung zur traditionellen Mehrtagefahrt gedacht sind.

Die Mücker Bürger, die sich angesichts der Entwicklung aus der Organisation zurückgezogen hatten, freuen sich nach eigenem Bekunden, »dass ihre Idee eines Tagesausflugs für Senioren nun gemeinsam von den Kirchspielen und der Gemeinde weiterverfolgt wird«. Man wolle so die »Pfarrer vor weiteren verbalen Angriffen durch führende Politiker der Freien Wähler und der SPD schützen«.

Bereits im Herbst 2020 sei die Idee der regelmäßigen Ausflugsfahrten für ältere Menschen im Rahmen der Arbeitsgruppe »Generationen« entstanden. »Schnell war klar, die Pfarrer und Pfarrerinnen anzusprechen und sie um Unterstützung zu bitten«.

Ärztliche Begleitung

Man erhoffte sich, so die nötigen Kontakte zu älteren Menschen knüpfen zu können. Um auch die medizinische Versorgung während der Fahrt sicherzustellen, wurde ein Arzt aus der Gemeinde angesprochen. In Treffen sei die Idee der eintägigen Ausflugsfahrt vorangetrieben worden. Erst nach der Kommunalwahl sei man mit dem Vorhaben an die Öffentlichkeit gegangen, um zur Teilnahme an der Fahrt einzuladen. »Im Zentrum aller Planungen, Gespräche und Presseartikel stand ausschließlich die Idee, älteren und gegebenenfalls hilfsbedürftigen Menschen einen schönen Tag zu bereiten«, so MüBü-Vorsitzende Jennifer Schomber. Man freue sich nun, dass der Bürgermeister mit den vier Kirchspielen die restliche Planung der Fahrt begleitet. Damit biete Mücke seinen Senioren neben der schon bekannten sechs bis achttägigen Fahrt zusätzlich die Möglichkeit von Tagesfahrten.

Langfristig soll viermal pro Jahr solch eine medizinisch begleitete Fahrt den Menschen aus Mücke angeboten werden. »Ideen zu gewünschten Ausflugszielen nehmen die Pfarrer gerne entgegen«.

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