09. Juli 2021, 21:17 Uhr

Nach Flaute nun Ansturm auf Bauplätze

09. Juli 2021, 21:17 Uhr
Um Baugebiete, Lkw-Verkehr und Heckenpflege geht es beim Ortsbeirat Nieder-Ofleiden (v. l.): Michael Mämpel, Jacob de Haan (stellvertretender Ortsvorsteher), Frank Heller (Ortsvorsteher), René Paulus, Tobias Hofmann, Michael Loth (Schriftführer) und Wolfgang Dörr. FOTO: PM

Die Zeiten großer Baugebiete schienen vorbei - das Gegenteil ist der Fall, so auch in Nieder-Ofleiden. Die Lage in der Nähe von Marburg und Kirchhain sowie bezahlbare Quadratmeterpreise sorgen dafür, dass viele Nachfragen bei der Stadt eingehen. »Über 80 Leute stehen auf der Interessentenliste«, so Ortsvorsteher Frank Heller. Nun haben die sieben Beiratsmitglieder überlegt, wo weitere Areale zur Vergrößerung des Orts gefunden werden können.

Denn innerorts kann kaum verdichtet werden, wie sich herausstellte. Ein Bereich gegenüber dem Gemeinschaftshaus gilt als innerörtlicher Grünstreifen, dort werden keine Gebäude genehmigt. Damit bleibt der Außenbereich am Breithecker Feld.

Dort werden nun acht Bauplätze erschlossen, angrenzend gibt es eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern, die danach zu Bauland werden könnte. Heller will mit den drei Eigentümern der Flurstücke sprechen. Ein Problem ist die relativ schmale Zufahrt zu dem Bereich.

In Richtung Friedhof sind drei weitere Bauplätze machbar. »Es ist wichtig, dass Familien zuziehen, damit es keine Diskussion um den Bestand der Kita gibt«, sagt Heller. Ein möglicher Entwicklungsbereich liegt an der alten Gärtnerei, sagt Jacob de Haan. Auf dem Gelände selbst sollen altengerechte Wohnungen entstehen.

Dem Ortsbeirat geht es auch um die Gestaltung des Friedhofs. Dort sind die Felder mit Urnengräbern besonders gefragt, Reihengräber werden immer weniger belegt. Nun sollen zwei Wege gebaut werden. Allerdings »ist der Bauhof stark ausgelastet« und kann die Arbieten nicht kurzfristig leisten. Um künftig Baumbestattungen anzubieten, soll ein Bereich an der Leichenhalle umgestaltet werden. Für einen anderen Bereich haben die Landfrauen angeboten, Bäume zu spenden.

Brunnen geplant

Am Gemeinschaftshaus sollen ein Brunnen und ein Pavillon entstehen. Dafür werden Mittel des Dorfvereins genutzt. Michael Loth regte an, den Stromverteiler in den Bereich der Wiese zu verlegen. Der Verteilerkasten muss modernisiert werden, weil die Buden beim Weihnachtsmarkt und zu Festivitäten mehr Strom als in früheren Jahre benötigen. Wenn der Verteilerkasten auf der Wiese gegenüber dem Gemeinschaftshaus steht, müssten keine Kabel mehr über den Hof verlegt werden. So werden Stolperfallen verhindert.

Der Ortsbeirat will zudem im Herbst an der neuen Hecke beim Gemeinschaftshaus nachpflanzen. Das kann der Bauhof nicht mehr leisten, hieß es.

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