05. März 2014, 12:48 Uhr

Feldmarschall leitet Pflege - Orden von Eichendorf

Mücke-Groß-Eichen (sf). Zwiegespräche, Büttenrede und flotte Tänze begeisterten das närrisches Publikum in Groß-Eichen. Dafür sorgten auch Sitzungspräsident Helmut Deuchert, Elferrat und die Garde.
05. März 2014, 12:48 Uhr
Ordensritterin Christiane (links), geistliches Oberhaupt der Kapelle des Doppeldorfes der Heiligen Ilse und der Kapelle der Burg bei den Eichen auf der großen Eichenburg, mit ihren Knappen vom Elferrat. (Fotos: sf)

Noch vor der Begrüßung fand er nur lobende Worte für die Garde-Damen, denn sie hätten sich durch eigenen Fleiß (Engagement im Ort) so viel finanziellen Spielraum geschaffen, dass sie neue Kostüme schneidern lassen konnten und diese auch bei der Sitzung präsentierten. Alexander Rühl habe zudem die Petticoats gesponsort. Seinen Elferrat stellte der Präsident mit kleinen persönlichen Geschichten vor. Dem Rat gehören Benjamin Biedenkopf, Dominik Krumay, Carsten Schott, Steffen Grünheid, Kai Mehlberg, Daniel Unger, Marco Heßler, Marco Schomber, Timo Dietz und Jens Wolf an. Sebastian Ruppenthal sorgte für die Beschallung, Nils Luis Schomber und Marco Adam waren die Türsteher, und Alina Fischer und Mia Philippi waren die begleitenden Gardemädchen. Persönlich begrüßt wurden die Freunde aus Ober-Ohmen und Ruppertenrod mit dem Prinzenpaar, Ortsvorsteherin Petra Grün und alle Kochkäs-Ordensträger. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Duo Joker begleitet, dem philosophischen Komponier-Orchester.

Als erstes brachten die Jüngsten die Bühne zum Wackeln. Es war die Generalprobe für den Kinderfasching. Mit dem »Gangnam Style« traf der Nachwuchs den Nerv der Narren.

Neues von der Eichenburg, wusste die Ordensritterin Christiane, geistliches Oberhaupt der Kapelle des Doppeldorfes der Heiligen Ilse und der Kapelle der Burg bei den Eichen auf der großen Eichenburg (Ortspfarrerin Kerstin Kiehl) zu berichten. Sie vertrat den Ordenskonvent des Ordensmeisters von Ritter Robert von der rosa Heide. Gestreift wurde auch der schwarze Ritter von Eichendorf, der sich ganz dem Dichten und Orakeln verschrieben hat und als Einsiedler in einer kleinen Hütte im tiefen Eichenwald haust. Sein engmaschiges Netzwerk von Boten und Kundschaftern funktioniert gut, denn er weiß genau was auf der Eichenburg vor sich geht. Sie grüßte auch die geistigen und weltlichen Regenten von Eichendorf. Den Edelmann Helmut schlug sie zum Ritter der Eichentafelrunde. Aber auch die anderen Ritter der Eichentafelrunde gaben ihr Versprechen, die Geheimnisse zu bewahren. Ordensritterin Christiane löste Lachsalven aus mit ihren brillanten Vortrag und elegant löste sie die Gratwanderung zwischen Demokratie und Diktatur, denn es ging ja um Demokratur.

Die Jugendtanzgruppe Crazy Five begeistert mit ihrem gekonnten schwungvollen Auftritt. Iris Haustein und Nicole Grün waren dann zwei Frauen beim Waschtag. Es war ein sehr lustigen Beitrag, bei dem viel über die männlichen Bewohner des Dorfes abgelästert wurde. Empfohlen wurde, auch mal romantische Tage einzulegen. Beispielsweise mal ausgehen – sie montags, er freitags. Man erfuhr, dass übergewichtige Vegetarier auch »Biotonnen« genannt werden, und zum Wellnessbereich zähle auch die Eisdiele, von Ilsdorf aus kommend im ersten Hause links. Tänzerisch boten die Mädels vom TSV Wohnfeld einiges auf. »Stylez« begeisterte mit der Vielfalt der Musikrichtungen. Über unnütze Dinge referierte Jenny Schomber. Der Mann sei lediglich ein Halbmensch, und da habe sich der Herrgott wohl eine Fehlinvestition geleistet. Er könne lediglich schlafen, meckern und saufen. Die Vortragende erntete viel Beifall und von der männlichen Seite Buh-Rufe.

Die Vogelliesies aus Bernsfeld nahmen dann die Narren mit auf eine Hüttentour. Als großer Verwandlungskünstler zeigten sich Roberto Blanco und seine Puppenspieler aus Mexiko. Immer wenn er die Spieluhr in Bewegung setzte, kamen neue Outfits und ein neuer Tanz zutage. Großartig war die Aufführung, und es gab auch eine Zugabe. Es tanzten Carolin van gen Hassend, Catharina Jüngel, Annika Knös, Magdalena Mainka, Nicole Mehlberg, Nina Merz, Inka Metzger, Jennifer Schomber, Maren Schombert, Nadja Schombert, Elisabeth Schmiermund und Yvonne Schäfer.

Dann wurde dem närrischen Publikum der Blick in eine schlechte Zukunft gewährt: Patienten im Pflegenotstand, aber es wurde gleichwohl darüber viel gelacht. Alles sollte wie bei einer Maschine funktionieren. Gemeinsames Waschen, Zähneputzen, Toilettengang und Teilen des letzten Blattes vom Klopapier. Christina Heidt als Feldmarschall im Pflegedienst betreute Rosemarie Biedenkapp, Marianne Ellrich, Ingeborg Lang, Beate Ellrich, Irmtraut Geist und Martina Maikranz.

Die Garde tanzt dann bei zwei Auftritten. Zu Beginn und als letzten Programmpunkt sah man einen bezauberten Gardetanz. Doch in der Mitte des Programms präsentierten sie noch einen Showtanz.

Mit Santiano-Musik auf große Seetour: Das Aushängeschild der Groß-Eichener Fassenacht ging bei »Leinen los« an Bord und nahm die Narrenschar mit. Zugabe-Rufe und frenetischer Applaus war ihnen sicher. Auf Segeltour waren Jessica Büttner, Ann-Christin Grün, Vanessa Rahn, Anna Tröller, Jelena Bogusch, Alisa Krumay, Laura Schombert, Dana Ellrich, Isabell Maikranz, Laura Schwenk und Alice Pauli. Rolf Camembert (Benjamin Biedenkopf) aus Rostock sollte in einem weiteren Beitrag für Groß-Eichen eine eigene AIDA-Naiche bauen. Engagiert hat ihn Mark Philippi, denn der stellte fest, dass rund die Hälfte der Groß-Eichener schon auf der AIDA Urlaub gemacht haben. Vom Boarding bis zum Restaurant - überall wurde Groß-Eichener Fachpersonal eingesetzt. Thorsten Lang verfolgte die Gäste mit der Kamera, Kai Merz organisierte die Alarmübung, Ingeborgs Fashion World war vertreten, und auch der 0,5-Sterne-Koch Dominik Krumay wurde eingebunden. Die Innenausstattung entsprach dem Dorfgemeinschaftshaus – »weiße verranzte Wand und mausgrauer Bodenbelag«. Die Sauna wurde direkt mit der Küche verbunden, so könnten die Koteletts direkt gereicht werden, so wie beim TSV Groß-Eichen. Schöne Landausflüge organisierte Walter Zizka, Carsten Schott führte die Kneipentour, und als Schiffsarzt stand Dr. Bernd Spindler bereit. Denn die Naicher sollten sich wie zu Hause fühlen. Es war ein grandioser Beitrag, und es gab Lacher ohne Ende und ganz viel Beifall. Auf der Kommandobrücke stand Sascha Hehn (Helmut Deuchert), Navigationsfachfrau war Petra Grün. Für einen Frühbucherrabatt ist die Zehn-Tage-Reise bei Mark Philippi bis Aschermittwoch zu buchen.

Großartig war auch wieder das Tanzgeschenk aus Ruppertenrod. Die Showtanzgruppe der Prinzengarde zeigte Helene Fischer mit »Atemlos«. Nichts kann sie aufhalten, und sie ist nicht zu toppen: Büttenrednerin Jutta Daubertshäuser. Ihr Wahlspruch fürs Alter: »Oben klar und unten dicht, mehr wünsch ich mir vom Alter nicht«. Ihre witzigen Geschichten wurden immer wieder von lauten Lachern unterbrochen. Auch kurz nach Mitternacht herrschte absolute Ruhe, als die Star-Büttenrednerin ihre Narren in den Bann zog. Mit dem stimmungsvollen Gardetanz der Garde stieg man dann gegen 1 Uhr nachts ins Finale. Fünf Stunden waren die Lachmuskeln strapaziert worden, und mit dem glänzenden Abschluss der Garde, entließ man die Narren in die Nacht.

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