04. November 2010, 20:24 Uhr

Reichlich Gospelleben in Kirchenmauern

Mücke-Ober-Ohmen (sf). Alles vibrierte, klatschte, schnippte mit den Fingern und selbst das altehrwürdige Gemäuer schien sich über das erfrischende Leben in der Kirche zu freuen.
04. November 2010, 20:24 Uhr
Bereits seit 1996 kommen die Glory Gospels Singer aus New York regelmäßig nach Deutschland. (Foto: sf)

Mücke-Ober-Ohmen (sf). Alles vibrierte, klatschte, schnippte mit den Fingern und selbst das altehrwürdige Gemäuer schien sich über das erfrischende Leben in der Kirche zu freuen. Die Glory Gospel Singers aus New York brachten das Gotteshaus stimmgewaltig zum Beben. Pfarrer Markus Witznick begrüßte die knapp 200 Konzertbesucher und stimmte sie auf ein mitreißendes Konzert ein.

Bereits seit 1996 kommen die Glory Gospels Singer aus New York regelmäßig nach Deutschland und begeistern seitdem die Menschen. Gerne treten sie in Kirchen auf, weil sie dort ein Publikum vorfinden, das ihren Glauben an Gott teilt und die Echtheit ihrer Gefühle erkennt.

Mit hoher musikalische Professionalität demonstrierten die Sägerinnen und Sänger die einzigartige Lebendigkeit der schwarzen und amerikanischen Kirchenkultur. Die Einfachheit ihrer Bewegungen und Gesänge und der Art ihrer Gesten vermittelten aber auch die Erinnerung an die Zeit der Sklaverei. In ihrem Auftritt zeigten die Glory Gospel Singers ihren Glauben in Liedern und Emotionen. Die Glory Gospel Singers gaben auch bei ihrem Auftritt in Ober-Ohmen alles und brachten afroamerikanische Kultur in die Kirche.

Die Sänger animierten das Publikum glänzend zum Mitmachen und Mitsingen. Zwei Männer und zwei Frauen wurden zu der Gruppe gebeten und es war für die Konzertbesucher ein tolles Erlebnis, mit den Profist auf der Bühne der Kirche zu stehen und zu singen.

Bereits beim Einzug der Sängerschar hatte sich eine positive Unruhe unter den Konzertbesucher bemerkbar gemacht und alle schienen in Bewegung zu geraten.

Der eigentliche Gospel entstand Anfang diesen Jahrhunderts in den schwarzen Ghettos der amerikanischen Großstädte. Dort, beispielsweise in Harlem, wird der Gospel noch heute in unzähligen Gemeinden in »street churches« zelebriert. Kaum an einem anderen Ort auf dieser Welt wird mit einer derartigen Hingabe und Inbrunst zum Lobe Gottes gesungen wie in den Kirchen des schwarzen Amerikas und am Donnerstagabend in der Kirche in Ober-Ohmen.

Nach jedem Lied klatschten die fast 400 Händepaare gegeneinander und es erklang schallender Applaus im Gotteshaus. Die kleine Sängerschar füllte den Kirchenraum so aus, als würden über100 Menschen singen. Bekannte Gospels erklangen zum Lobe Gottes und ohne Zugabe durften die Glory Gospel Singers die Kirche in Ober-Ohmen nicht verlassen.

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