04. Februar 2010, 20:32 Uhr

Wer mit 59 ins Bett geht, der...

Mücke-Merlau (ng). Pünktlich um 20.11 Uhr erfolgte am Samstag in der toll geschmückten Narhalla des Gasthauses Hörle der Einmarsch der Tollitäten für die Fremdensitzung im 51. Jahr des Mücker Carneval Vereins. In seiner Begrüßung griff Sitzungspräsident Hans Albert Kratz diese vielen Jahre des Faschings in Merlau auf, um auf die lange Tradition zu verweisen, die kein Faschingsverein in der weiteren Umgebung nennen könne.
04. Februar 2010, 20:32 Uhr
Protokoller Thomas Tröller griff Bekanntes von 2009 auf.

Mücke-Merlau (ng). Pünktlich um 20.11 Uhr erfolgte am Samstag in der toll geschmückten Narhalla des Gasthauses Hörle der Einmarsch der Tollitäten für die Fremdensitzung im 51. Jahr des Mücker Carneval Vereins. In seiner Begrüßung griff Sitzungspräsident Hans Albert Kratz diese vielen Jahre des Faschings in Merlau auf, um auf die lange Tradition zu verweisen, die kein Faschingsverein in der weiteren Umgebung nennen könne. Mit dem Elferrat marschierten dann Hans Albert Kratz, Friedrich Viehmann, Stefan Münch, Alfred Schlosser, Siegfried Lang, Ingo Stein, Michael Druschel, Hans Gerd Schneider, Dennis Wollmann, Gerhard Wagner, Gerrit Rüffieux, Otmar Beer, Thomas Tröller, Reinhold Gerbig, Ralf Hannich, Rene Kratz, Torsten Fischer, Karsten Berg und Kai Uwe Merz sowie als Mundschenk Max Hofmann ein. Den Jungelferrat bildeten Stefan Gabriel, Marvin Preisendörfer, Andreas Meisinger, Dominik Rüffieux und Marcel Krieger, die Pagen Viktoria Münch und Patricia Steuerwald sowie Kanoniere Maximilian Münch und Julian Kipper.

Zu ihrem Gardetanz trat die MCV Garde an mit Katharina Krause, Caroline Krieger, Franziska Prihoda, Sabine Latta, Sina Wingefeld, Anna-Lisa Becker, Marta Fredekind und Vanessa Schulmeyer in neuen Kostümen. Trainerinnen sind Monika und Franziska Prihoda. Der ganz alten Karnevalstradition folgend kam mit dem Protokoller (Vorsitzender Thomas Tröller) ausführlich mit Politik und Zeitgeschehen in die Bütt: Der Protokoller griff dabei unter anderem die Themen einer Notwasserung eines Flugzeuges im kalten Hudson Fluß auf, zudem den Rücktritt des Bundesministers Michael Glos sowie den kometenhaften Aufstieg des CSU-Politikers Karl Theodor zu Guttenberg. Die »kleinen Leute« kamen im Zusammenhang mit dem unerlaubten Essen einer Frikadelle des Chefs ins Gespräch, verbunden mit der Folgerung, »die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen«.

Beim Auftritt der »Harlekins« wirkten Laura Gaffiuk, Denise Stiebig, Sina Fischer, Alishia Rühl, Seline Berg, Lisa Marie Tröller, Johanna Schlosser, Shirin Eberhardt, Anna Lena Berg, Jana Steingräber, Selina Schwebel, Alexa Burmeister und Helena Honermann mit. Sie stellten das Thema »Klempner vom MCV« dar; Trainerinnen waren Carina Jäger und Christina Stein. Die »Astrologin« Victoria Münch befasste sich dann in vollendeter Forme mit den Sternzeichen für Männlein und Weiblein, und als »Stammtischschwärzer« traten Rene Kratz, Thorsten Fischer und Dennis Wollmann in ihrer unverwechselbaren Form auf. Rene Kratz berichtete dabei über eine feuchte Schlittenfahrt, Dennis Wollmann über einen Rasenmäher und Torsten Fischer über Parken in Bobenhausen.

Die Stunde der Gäste schlug mit den gelungenen Auftritten der Karnevalsvereine von Beltershain und Atzenhain, jeweils auch mit ihren Garden. Als »Geselle und Stift« erlebte man Lisa Maria Tröller und Sina Fischer beim Lernen eines Gardetanzes. Als »Mücker Stimme« trat Ulf Immo Bovensmann auf und einen Höhepunkt gab es, als Thorsten Fischer den Sessel des Sitzungspräsidenten einnahm, denn Hans Albert Kratz tauchte als Sechzigjähriger in der Bütt auf: »Es gab kein Donner, es hat net gekracht, plötzlich ein Jahr älter über Nacht. Mit 59 gehste ins Bett, doch mit 59 erwachste net. 60 biste, of de Tag genau. Guckst en de Spiegel, die Haare sind grau, und dünn, wie de Tag vorher. Doch de Eindruck verstärkt sich, es wird immer mehr.«

Die Faschingsgruppe »Loasts erscht emol erimm gieh« war schließlich in diesem Jahr mit einem Albtraum voll in ihrem Element. Die »Spinnenphobologie« und die dadurch resultierenden schlaflosen Nächte der daran erkrankten und panikgestörten Frau (Angela Koch) versuchte man mittels eines »Pathologen« (Ferry Erdmann)zu besiegen. Leider blieb die Behandlung aber ohne Erfolg, kamen doch während des Schlafes die Spinnen aus allen Ecken gekrochen und versuchten sogar, die Träumende um die Ecke zu bringen. Aber diese Geschichte schloss mit einem Happy-End, mussten doch alle Spinnen aufgrund des Paral-Einsatzes der adrenalindurchfluteten Kranken jämmerlich sterben. Als Spinnen tanzten: Kerstin Schäfer-Rühl, Silke Semmler, Susanne Schätzle, Nicole Hämmerle, Martina Dotzauer, Alexandra Merz, Karin Eichling, Tanja Rieß, Siggi Tröller und Sabine Schwebel. Die Idee zu der tollen Nummer hatte Regula Preisendörfer, die auch den Auftritt eingeübt hatte.

Mit einem Showtanz zogen die »Struwwelichs« alle Register in einem Krimi mit Polizei und Gangstern. Dabei traten Nicole Gerbig, Brit Klempke, Sabine Latta, Sonja Anders, Sina Wingefeld, Gabi Decher, Ramona Kratz-Fischer, Daniela Eberhardt, Katja Decher, Caroline Krieger, Daniela Mandler, Bianca Lindemann, Franziska Prihoda, Karina Mücksch und Marta Fredekind auf (Trainerinnen: Monika und Franziska Prihoda). Marta Fredekind zeichnete Maritta Viehmann aus, die ihre Aktivität einstellt. 1993 hat sie die berühmte Tanzgruppe mit begründet. Monika Prihoda wurde ausgezeichnet für 25 Jahre Aktivität.

»Da bin ich nie dabei«, klagte dann ein »Pechvogel« in der Bütt (Gerrit Rüffieux), denn: »Wenn das Lebe was verschenkt, wenn das Glück an alle denkt und hält alle annern frei, da bin ich nie dabei.« Als die Narhalla schon tobte, kamen die »Dreamboys« und suchten das Supertalent. Andre Klös, Martin Schlosser, Enrico Neumann, Dennis Wollmann, Benjamin Schwebel, Marcel Krieger, Stefan Gabriel, Andreas Meisinger, Rene Kratz, Torsten Fischer, Marvin Preisendörfer, Jens Harfmann, Dominik Rüffieux, Ingo Stein und Markus Linhardt hatten den »Gardetanz als Sieg« mit Trainerin Silvia Kratz einstudiert.

»Eine Hausfrau« (Kerstin Schäfer-Rühl), die gut schlecht kochen kann, klagte dann über ihren Ehemann und den Haushalt, denn dessen »guter Willen« entsprach nicht immer ihren Erwartungen: »Sage ich, er soll mir aufräumen helfen, antwortet er: Als du vorhin gekehrt hast, habe ich doch die Füße gehoben.« Sitzungspräsident Kratz lüftete das Geheimnis aus seiner Büttenrede zur Bestürzung aller Narren, dass er mit den Sitzungen von 2010 sein Amt als Sitzungpräsident beenden werde. Ein Orden wurde Gastwirt Gerhard Keil überreicht, und mit einem märchenhaften Korso traten der Elferrat auf, Erzähler war Hans Albert Kratz.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Betten
  • Gerhard Wagner
  • Hans Albert
  • Karl Theodor
  • Karl Theodor zu Guttenberg
  • Karnevalsvereine
  • Krieger
  • Max Hofmann
  • Michael Glos
  • Polizei
  • Spinnen
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen