20. September 2016, 07:33 Uhr

25 Jahre Ski- und Sportfreunde mit buntem Abend gefeiert

Mücke (sf). Eine Gletschertaufe und das Vorstellen der neuen Vereinshymne, das waren die Höhepunkte der Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Feier von Ski- und Sportfreunden sowie Förderverein Hallenbad Mücke am Wochenende.
20. September 2016, 07:33 Uhr
Skiausrüstung und Wintermode im Laufe der Jahrzehnte stellen die Skifreunde vor.

Das Jubiläumsfest im großen Zelt auf der Parkfläche unterhalb des aquariohms stand im Zeichen der Präsentation unterschiedlicher Sportarten und der Entwicklungsgeschichte beider Vereine. Das Zelt war herrlich ausgeschmückt und zeigte sich im Sommer- und Winterkleid. Die Bühne zeigte den Vogelsberger Vulkangletscher, war im Winter-Märchenzauber gehalten, während die eine Hälfte des Zeltes in Blau und mit Wintermotiven ausgestattet war, die andere Zelthälfte wies eine grüne Dekoration auf und war mit Fahrradutensilien geschmückt. Die Gäste begrüßten für die Ski- und Sportfreunde Oliver Geißler und Dr. Thorsten Reichel für den Förderverein Hallenbad.

Oliver Geißler erinnerte in seinem Rückblick an die Gründerzeit und die Erlebnisse auf dem Hoherodskopf, den Tellerlift, das trockene Brot mit der Bockwurst und die Kennenlernversuche der Platt sprechenden Oberhessen mit den Skifahrern aus dem Frankfurter Raum. Auf die Skifreizeiten und Familienfreizeiten kamen in seinem Vortrag vor. Das Jubiläum stehe für ein Vierteljahrhundert gelebter Teamgeist, sagte Geißler. Mit den vielen Angeboten, den zwei Gruppen beim Radfahren, der Wandergruppe und den Skifahrern kämpfe man gegen die »Null-Bock-Gesellschaft« an. »Gerade Wintersport tut den Menschen gut«, so Bürgermeister Matthias Weitzel, »er hält fit und bietet einen willkommenen Ausgleich zum hektischen und reizüberfluteten Alltag. Wer die Bergwelt auf sich wirken lässt oder die Pisten hinunterfährt, vergisst alle Alltagssorgen. Er atmet auf – und gute Luft ein; er gewinnt neue Kraft, körperlich wie mental. Nicht von ungefähr heißt es ja, dass Langläufer länger leben«. Glücklicherweise erlahme die Aktivität im Sommer nicht, in den schneearmen Sommern habe sich der Radsport zum Schwerpunkt der Vereinstätigkeit entwickelt. Einen weiteren Schwerpunkt der Vereinstätigkeit bilde die Jugendarbeit, was Weitzel besonders anerkennenswert fand.

Der Festabend war aufgeteilt in eine ganze Reihe von Ehrungen und Präsentationen. So präsentierte sich die Skigymnastik unter Leitung von Katja Geißler, dann folgten die Radfahrer mit einem Überblick über die Entwicklung der Zweiradtechnik in den vergangenen Jahrzehnten: angefangen von einem Damenrad mit Netzteil am Hinterrad, über die Mountainbikes und Rennräder bis hin zum E-Bike. Gemeinsam mit Dieter Rühl an der Spitze zogen die Wanderer und Walkingbegeisterten durch das Zelt, und unter der Leitung von Daniela Erb zeigte sich der Nachwuchs sportlich mit Rope Skipping (Seilspringen).

Sportkreisvorsitzender Werner Eifert zeigte sich begeistert von der Großveranstaltung, die die beiden rührigen Vereine über ein ganzes Wochenende organisiert hatten. Die Bedeutung des Hallenbades, gerade im Bezug auf den Schulsport, hob Eifert hervor und fand die vielen Sportarten und die generationenübergreifenden Angebote unter einem Dach sehr löblich.

In Erinnerung an die Familienfreizeiten und die dort gestellten Aufgaben präsentierte ein Chor unter der Federführung von Thomas Mayer Skilieder auf Oberhessisch. Es folgten eine Skimoden-Schau und die Aufführung einer eigenen Hymne. Der bekannte Liederschreiber Tobias Reitz (gebürtig aus Nieder-Ohmen) schrieb einen wunderschönen Text auf eine »entstaubte Melodie«, eingesungen und produziert wurde das Lied dann im Tonstudio der Melody Boys. Mitgebastelt an der Hymne hat auch Ulrich Philippi. Die neue Hymne »Ein Vulkan, von dem jeder weiß« ist ein perfekter Werbeträger für den Vogelsberg und die Region.

Gletscher-Taufe im Flachland

Bei den Schneeverbrennungsfeiern in den früheren Jahren des Vereines, die in Ilsdorf stattfanden, gab es immer wundervoll humoristische Einlagen. Ein sogenanntes »Best off« wurde daraus präsentiert, und es waren stimmungsvolle Hingucker auf allen Ebenen. So präsentierte sich Claudia Jung mit den Glocken von Rom unter der Leitung von Roland Erb, und man hatte die fünf jungen Tenöre eingeladen, die unter der Dirigentschaft von Ottmar Hönig standen. Renate Rühl hatte eine Heerschar von Mönchen mit einer illustren Litanei herbeigezaubert, und bevor dann das Finale kam, gab es eine Gletschertaufe. Erstmals wurde die Gletschertaufe in einer Höhe von 252 Meter durchgeführt, aber immerhin vor dem Hintergrundbild des Vogelsberg-Vulkan-Gletschers. Bürgermeister Matthias Weitzel war der Täufling, der auch die Prozedur gut, wenn auch ziemlich nass überstand. Helmut Langohr und zwei weitere Gehilfen flößten ihm mit einem Ski Schnaps ein, und gleichzeitig wurde » Weihwasser« mit einer Toilettenbürste über sein Haupt gespritzt. Die Zuschauer hatten bei der komischen Prozedur viel Spaß.

So gegen Mitternacht endete die große Geburtstagsshow. Im Zelt befanden sich noch ein Biergarten und eine Cocktailbar in einer Ski-Gondel, zudem gab es leckeren Hütten-Schnaps.



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