15. Juli 2021, 21:16 Uhr

Mehr Schilder für Radwege

Mücke gibt sich einen zeitgemäßen Anstrich. Der Mittelpunkt Hessens firmiert schon seit einiger Zeit als Hessens grüne Mitte. In diesem Sinne wird das Radwegenetz kontinuierlich ausgebaut. Jetzt sollen auch noch mehr Wanderwege dazukommen. Und bei Trauungen ist Mücke besondes kreativ, was die Lokalitäten anlangt. Dabei gibt es aber Fallstricke.
15. Juli 2021, 21:16 Uhr
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Von Rolf Schwickert

Radwege gibt es viele in Mücke, von unterschiedlicher Qualität und nicht immer günstig ausgeschildert. Vor diesem Hintergrund hatte die SPD zwei Anträge zur Verbesserung gestellt.

Zu diesen SPD-Anträgen sagte Gemeindevertreter Bernd Stock, die Ausschilderung des neuen Radweges von Lumda her kommend sei noch zu verbessern. Für Ortsunkundige sei es schwer sich zurechtzufinden. Insbesondere in der Atzenhainer Gemarkung sei die Beschilderung lückenhaft, es fehle auch der Hinweis auf den Lumdatalradweg.

Zwischen Atzenhain und Merlau beziehungsweise Lehnheim müssen Radler nach Angaben von Sozialdemokrat Stock zudem die Kreisstraße streckenweise nutzen. Deshalb sollten das Schild Achtung Radfahrer oder eine Geschwindigkeitsbeschränkung in dem Abschnitt aufgestellt werden, den die sehr gradlinige Umgehung von Atzenhein verführe zum schnellen Fahren. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen, sodass sich der Gemeindevorstand um eine angepasste Beschilderung kümmern wird.

Eine längere auch kontroverse Diskussion ergab sich zu einem eher selten auftretenden Sachverhalt. Denn ein Teil der Satzung zur Erhebung von Verwaltungskosten bei Trauungen war zeitlich befristet gewesen, in der Verwaltung hatte man das Auslaufen der Satzung nicht bemerkt.

Zum Sachverhalt erläuterte Bürgermeister Andreas Sommer die Gebührensätze bei den besonderen Trauungen im alten Rathaus Nieder-Ohmen. Demnach kostet die Nutzung des Trauzimmers zusätzlich zu den Grundgebühren 70 Euro. Die Eheschließung außerhalb der Amtsräume und der Öffnungszeiten schlägt mit 141 Euro zu Buche, und eine Eventtrauung (zum Beispiel in Gewandung, Candle-Light-Trauung) zusätzlich 100 Euro.

Anneliese Brunn im Kreis-Seniorenbeirat

Dr. Anneliese Brunn (CDU) zeigte sich entrüstet, dass der Mangel einer ausgelaufenen Satzung nicht intern über die Verwaltung kommuniziert worden sei, sondern auch durch eine Frage eines FWlers an die Kommunalaufsicht publik gemacht worden sei. Ulf Immo Bovensmann antwortete für die FW, es sei jedem rechtlich möglich, die Information dort zu bekommen, wo er es für richtig halte. Bovensmann zeigte allerdings auch Verständnis dafür, dass man das Fortschreiben einer Satzung in einer Verwaltung auch mal übersehen könne. Die FW schlug vor, dass die Satzung rückwirkend zum 15. Januar in Kraft tritt.

Dr. Udo Ornik sagte für die Grünen, Fehler in der Verwaltung könne man direkt der Verwaltung mitteilen, dafür bedürfe es nicht der öffentlichen politischen Diskussion. Er habe den Eindruck, dass SPD und FW in letzter Zeit den zweiten Weg genommen hätten. Ottmar Traum (SPD) wies den Hinweis Orniks entschieden zurück.

Letztlich wurde das rückwirkende Inkrafttreten der Satzung einstimmig befürwortet.

Jede der 19 Kommunen entsendet Vertreter in den Seniorenbeirat des Vogelsbergkreises. Aus Mücke ist dies nach einer Wahl am Mittwoch Dr. Anneliese Brunn (CDU). Für sie ergab sich eine Mehrheit aus MüBü, CDU und Grünen mit 15 Stimmen. Der Vorschlag Marion Feldmann der FW fand mit zehn Stimmen keine Mehrheit. Aus dem Kreistag ist eines der beiden Mitglieder Günter Zeuner (FW) aus Ruppertenrod.



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