04. Dezember 2020, 21:57 Uhr

Mehr Platz für Radler

04. Dezember 2020, 21:57 Uhr
Die Gemeindevertreter wollen mehr Radwege zwischen den Ortsteilen, oben eine ältere Strecke bei Windhain. FOTO: JOL

Radwege liegen voll im Trend und das nicht erst seit der Debatte um die Zunahme des Straßenverkehrs und die neue Autobahn bei Homberg. Um auch Touristen die schöne Landschaft näherzubringen, bieten sich gut ausgebaute Fahrbahnen für Radler an, zumal der Trend zum E-Bike immer mehr Menschen dazu bringt, in die Pedale zu treten.

Darauf setzt auch die Gemeinde Mücke, wie sich in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung zeigte. Dort kamen gleich mehrere Vorschläge für die Verbindungswege auf. Die Grundlage lieferte ein Antrag von SPD und Freien Wählern für einen Radweg zwischen Atzenhain und Bernsfeld.

Der Gemeindevorstand solle sich darum bemühen, eine solche Verbindungsstrecke über das Landesprogramm zu planen und zu bauen. So verwies Günter Zeuner (FW) darauf, dass ein Weg zwischen Bernsfeld und Nieder-Ohmen gebaut werden soll. Dann wäre eine Strecke von Bernsfeld nach Atzenhain »ein Lückenschluss« und ein Beitrag zum Klimaschutz. Bürgermeister Andreas Sommer war skeptisch, was die Umsetzung angeht. Der Bau eines Radwegs könne nur in Zusammenarbeit mit Hessen Mobil erfolgen, wenn die Gemeinde die Planung macht. Der Vorschlag für einen weiteren Radweg sei allenfalls mittelfristig umsetzbar. Aktuell sind schon sechs Radwegeprojekte in Vorbereitung oder Umsetzung. So listete Sommer die Strecken von Grünberg nach Flensungen und weiter nach Ruppertenrod auf, dazu eine von Ilsdorf zur B 49. Neben der Strecke von Bernsfeld nach Nieder-Ohmen sind noch Radwege von Buseck nach Mücke sowie von Laubach nach Mücke in Arbeit. »Die Terminierung der Umsetzung geht jetzt bereits vom Jahr 2025 aus.«

Ein weiterer Radweg könne voraussichtlich erst in fünf Jahren angegangen werden. Sommer schlug vor, zu prüfen, ob es ein asphaltierter Radweg nach Standards des Landes sein muss. Ein Radweg mit wassergebundener Decke reiche oft aus. Das sei deutlich günstiger zu realisieren.

Dr. Hans Heuser (CDU) regte an, den Zustand der schon bestehenden Radwege zu prüfen. So gebe es auf der Strecke zwischen Höckersdorf und Sellnrod viele Löcher.

Dr. Udo Ornik (Grüne) begrüßt es, wenn alle Ortsteile per Rad gut erreichbar sind. Man solle beim Land weiter darauf dringen, »Tarek Al-Wazir hat hier in der Region etwas gutzumachen«. Dabei solle eine Asphaltoberfläche nur dort eingebaut werde, »wo es notwendig ist«. Eine geschotterte Fahrbahn reiche oft aus.

Das sah Dirk Neumann anders, der SPD-Sprecher meinte, Wege sollten auch mit Inlinern und Rennrädern benutzbar sein. Das sei bei einer geschotterten Oberfläche schwierig. Zudem müsse man mit der Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge rechnen. Am Ende gab es einen einstimmigen Beschluss, wonach der Gemeindevorstand prüfen soll, ob ein Landes-Radweg von Atzenhain nach Bernsfeld möglich ist. Zudem soll der Vorstand die Radwege der Gemeinde auf ihren Zustand hin überprüfen.

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