10. August 2021, 21:50 Uhr

Megalithgrab zu besichtigen

10. August 2021, 21:50 Uhr
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Von Philipp Weitzel
Die Bedeutung eines Megalithgrabes wird anschaulich erklärt. FOTO: PWR

Romrod (pwr). Ein 5000 Jahre altes Megalithgrab kann jetzt in der Schlossstadt besichtigt werden. Das Großsteingrab wurde in einem Waldstück an der Verlängerung der sogenannten Rabenstrut aufgestellt. Ursprünglich stand das 16 Meter lange und vier Meter breite Grab auf der Fläche eines Windparks zwischen Romrod und Zell. »Vor Beginn der Bauarbeiten am Windpark wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt, dabei fand man eine Ansammlung von großen Basaltsteinen«, so heißt es aus dem Forstamt. Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein etwa 3000 Jahre vor Christus erbautes Megalithgrab.

Nahe Fundort neu aufgestellt

Um den Erhalt des historischen Grabes zu sichern, wurde die Anlage nun in geringer Entfernung des Fundorts in dem Waldstück neu aufgestellt. Das Forstamt stellte dazu kürzlich eines Informationstafel auf, die auch eine Rekonstruktionszeichnung des Grabes zeigt. Nach Angaben des Forstamtes wurde bei den Ausgrabungen keine Knochen entdeckt. Hintergrund ist wohl, dass der Leichnam damals unverbrannt bestattet worden ist und der saure Waldboden sowie das kalkfreie Milieu des Basaltgrundes keine Knochenerhaltung über den langen Zeitraum von 5000 Jahren zugelassen habe. Wie das Forstamt mitteilte, wurden bei den Ausgrabungen auch Funde aus dem Mittelalter (11.-14. Jahrhundert) entdeckt. Zu den Funden zählt das Fragment eines Reitersporns. Das Megalithgrab ist über die Verlängerung der Straße Rabenstruth zu erreichen, vor Ort befinden sich auch Parkplätze.



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