15. Juli 2021, 21:12 Uhr

Kulturverein meldet sich zurück

15. Juli 2021, 21:12 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Knaller aus Gießen: Turbo Sapienowa heizt in Eisenbach zum Abschluss des diesjährigen Kulturfestivals den Besuchern mächtig ein. FOTO: PM

Lauterbach (pm). Nach einer langen Zwangspause meldet sich der Kulturverein Lauterbach zurück. Trotz aller Unwägbarkeiten hatten die Vorstandsmitglieder in den vergangenen Monaten das Eisenbacher Sommer Kulturfertival geplant, das dann bereits zum elften Mal stattfindet.

Bereits im Jahr 2020, als vorübergehend unter Auflagen Veranstaltungen möglich waren, hatte der Kulturverein erfolgreich mit Open-Air-Veranstaltungen im Eisenbacher Burghof neben der Schlosskapelle gearbeitet, denn der gewohnte Gewölbekeller ist noch nicht wieder für genügend Besucher freigegeben.

Der Vereinsvorstand wartete dann gespant auf die offiziellen Verlautbarungen, welche Konditionen genau Mitte Juli gelten. Nun kann das Programm im Freien problemlos (eventuell mit Registrierungspflicht) stattfinden, und bei schlechtem Wetter können die Abendveranstaltungen in die Adolf-Spieß-Halle verlegt werden. Der Kulturverein dankt in diesem Zusammenhang der Stadt Lauterbach für die gute Kooperation.

Das Kulturfestival beginnt am Freitag, 16. Juli, nachmittags um 16 Uhr mit der Eröffnung von zwei Kunstausstellungen, die über den gesamten Festivalzeitraum geöffnet sein werden.

Sonja Toepfer stellt aus

Sonja Toepfer lebt seit November 2020 in Herbstein. Sie ist die künstlerische Leiterin des zukünftigen Holla-Hauses in Groß-Eichen (Gemeinde Mücke). Ihre Installation »Haus C 19« greift das Leben im sozialen Rückzug während der Corona-Zeit mit Video-Nachtaufnahmen eines fiktiven Hauses mit drei Fenstern im Stil einer Graphic Novel auf. »Vom Chaos, und der Ordnung in dieser Welt« nennt Norbert Grimm seine Ausstellung. Der Alsfelder Künstler, der im Jahr 2016 den Kulturförderpreis des Vogelsbergkreises erhielt, schuf in seinem Atelier während der »kulturellen Eiszeit« zahlreiche neue Werke und wird eine Performance mit Sprengung »pandora corona oder die virus_schlacht im riedesel-wald« zeigen.

Im Anschluss zeigt die Gruppe FreiRaum der Schottener Sozialen Dienste im Rahmen des gleichnamigen Kulturkoffer Projekts ihr Stück »Godot kommt an: und was kommt jetzt/das kommt jetzt.«

Am Freitagabend um 20 Uhr gibt es ein Doppelkonzert auf der Open-Air-Bühne. Es treten nacheinander zwei Ensembles des Projeks »Bridges - Musik verbindet« aus Frankfurt auf und spielen persische, kurdische, arabische, aserbaidschanische, mongolische und europäische Musik. Das ist zum einen die Formation »Tarane« mit Flöte, Bulgarische Flöte Kaval, Gitarre, Mongolischer Pferdekopfgeige, Shudraga (eine mongolische Laute) und persischer Perkussion.

Gypsy-Musik und Kindertheater

Das »Turnalar-Quartett« in der Besetzung Julia Kitzinger (Klarinette/Bassklarinette), Salim Salari, (Tar, eine orientalische Laute), Reza Rostami (Tombak, Daf-Perkussionsinstrumente) und Anka Hirsch (Cello, Akkordeon) spielt Musik über die Grenzen verschiedenster Länder und Kontinente. Am Samstag sind tagsüber die Ausstellungen geöffnet. Ab 20 Uhr wird es dann komisch und nostalgisch mit dem Puppentheaterstück »Laurel & Hardy« - einer Hommage an des größten Komikerpaar der Filmgeschichte.

Detlef Heinichen und Marcel Wagner vom Theatrium Steinau präsentieren einen Abend der großen Unterhaltung in einer turbulenten, fantasievollen Inszenierung mit Schauspiel, Akrobatik, Marionetten, Handpuppen und viel Musik.

Immer mit dabei beim Sommer Kulturfestival auf Schloss Eisenbach ist eine Veranstaltung für Kinder. Um 16 Uhr präsentiert die »KiTZ Theater Kumpanei Ludwigshafen« ihr Stück »Albin und Lila« über eine Freundschaft, wie sie besser nicht sein kann, nach einer Geschichte von Rafik Schami.

Das Festival findet einen rasanten Abschluss am Sonntag, 18. Juli, um 18 Uhr mit einem Konzert der Gießener Formation »Turbo Sapienowa!« mit dem in Lauterbach bestens bekanntem Stephan Pussel.

Partyklänge

Ein durchgepeitschter Mix aus Coversongs und Vollgas-Eigenkompositionen, der in die musikalischen Sphären Osteuropas, die Gefilde des Balkan, in die Welt der Gypsy-Musik und zu einem ganz eigenen Party-Kosmos führt. Ein Sound, der ins Ohr und tief ins Tanzbein geht.



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