09. November 2021, 21:28 Uhr

Kraienköppe legen auch bei Frost noch Eier

09. November 2021, 21:28 Uhr
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Von Herbert Schott
Katja Habermehl und ihr orangehalsiger Siegerhahn. FOTO: HSO

Am Wochenende drehte sich im Feldatal alles um das liebe Federvieh. Der Rassegeflügelzuchtverein Groß-Felda und Umgebung (RGZV) hatte zum zweiten Mal zur Hauptsonderschau der Kraienköppe und Zwerg-Kraienköppe eingeladen. Verbunden wurde die Veranstaltung mit der »Christian-Wünsche-Gedächtnisschau«. Dazu kamen Züchterinnen und Züchter aus Nah und Fern in die Feldahalle.

Insgesamt 23 Aussteller mit 256 Tieren waren dem Ruf des RGZV gefolgt und stellten ihre Tiere zur Schau und zur Bewertung durch die vier Preisrichter. Sie stellen somit die Ergebnisse des abgelaufenen Zuchtjahres vor und erhoffen sich natürlich ein gutes Abschneiden.

Kraienköppe sind Rassehühner mit einer kräftigen, stattlichen Figur, einem reichhaltigen Schwanzgefieder und einer markanten breiten Schulterung und besonders bei den Hähnen mit einem üppigen Halsgefieder und einem ausgeprägten »Hengstnacken« Sie zählen nicht zu den Kampfhühnern, sind aber nahe mit ihnen verwandt. Durch ihre stolze Haltung mit der etwas angehoben getragenen Brustpartie und einer langgestreckten schnittigen Figur erscheinen sie sehr imposant. Die Tiere sind sehr winterhart, haben eine sehr gute Legeleistung und legen selbst bei stärkstem Frost noch eine ausreichende Menge an Eiern.

In der Zucht und Haltung stellen die »Kraienköppe« keine besonderen Ansprüche. Die Tiere sind sehr frohwüchsig und widerstandsfähig. In Deutschland sind die Kraienköppe in den Farbschlägen silberhalsig, goldhalsig, orangehalsig, blau-goldhalsig und auch rotgesattelt zugelassen. Alle diese unterschiedlichen Farbschläge konnte man bei der Hauptsonderschau in der Feldahalle bewundern. Kraienköppe sind eine pflegeleichte und interessante Geflügelrasse mit einem sehr guten wirtschaftlichen Nutzen.

Vorgestellt wurden in Groß-Felda 57 Kraienköppe »silberhalsig«, 35 Kraienköppe »goldhalsig«, 26 »orangehalsig«, 13 »blau-goldhalsig« und ebenso viele »rotgesattelt«. An »Zwerg-Kraienköppe« konnten die Besucher 112 Tiere bewundern, wobei die die Züchtungen »goldhalsig« und »silberhalsig« klar in der Überzahl waren. Aber auch waren alle Farbschläge vorhanden.

Bereits am Freitag vor der Hauptsonderschau waren die Züchter angereist und brachten ihre Tiere vor Ort unter. Am Samstagvormittag hatten dann die Preisrichter viel zu tun. Denn jedes der Tiere wurde von allen Seiten angeschaut und nach vorgeschriebenen Kriterien in Punkten bewertet. So gab es zum Beispiel für 97 von 100 Punkten ein V, was soviel wie »vorzüglich« bedeutete. 96 Punkte brachten ein HV (»Hervorragend«) und 95-93 ein SG (»Sehr gut«).

33 Hühner sehr gut bewertet

Am Nachmittag war dann auch die Öffentlichkeit zugelassen. Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Leopold Bach, freute sich, dass er diese Hauptsonderschau der Kraien- und Zwergkraienköppe erstmals in seiner Amtszeit feierlich eröffnen konnte. Gute Bewertungen zu bekommen oder sogar die höchste Punktzahl zu erzielen ist für die Züchterinnen und Züchter der Lohn für viele Mühen.

Ein Erfolg auf einer Schau ist das Ergebnis »intensiver Bemühungen« sagte Bach. Ein gutes Abschneiden ist kein Zufallstreffer, sondern beruht auf Fachwissen, Ausdauer, Engagement und viel Erfahrung. Er wünschte den Ausstellern und Ausstellerinnen den erhofften Erfolg.

Grußworte an die Zuchtfreunde und Gäste richteten der Vorsitzende des Sondervereins der Züchter der Kraienköppe und Zwergkraienköppe Wilhelm Brinkwirth und der Vorsitzende des RGZV Timo Habermehl. Dieser bedankte sich bei den Preisrichtern, allen Gönnern und beim Schirmherrn für ihre Unterstützung.

Im Laufe des Nachmittags wurden die Bewertungsergebnisse bekannt. Insgesamt wurden 33 Tiere und ihre Züchter vorzüglich und hervorragend ausgezeichnet. Die Preisträger bekommen ihre Ehrungen im Rahmen der Sondertagung des Verbandes im August 2022 ausgehändigt. Für das beste Ergebnis an diesem Tag bekommen Katja Habermehl für ihren »orangehalsigen Hahn« und Peter Habermehl für seine »silberfarbige Henne« dann auch das Ehrenband des Sondervereins der Kraienköppe und Zwergkraienköppe.

Die Hauptsonderschau klang mit einem gemeinsamen Abschluss in der Zuchtanlage des RGZV aus. Am Sonntagmorgen wurden die Tiere wieder eingeladen und in ihre Heimat-ställe gefahren.



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