11. September 2012, 15:33 Uhr

Große Investition in die Lebensrettung

Kirtorf (pwr). Neue hydraulische Rettungsgeräte wurden am Montagabend an die Freiwillige Feuerwehr Kirtorf übergeben. Die Schere und der Spreizer stehen den Feuerwehrleuten ab sofort für die Rettung von Unfallopfern und weiteren technischen Hilfeleistungen zur Verfügung.
11. September 2012, 15:33 Uhr
Erster Stadtrat Harald Bartel (links ) und Bürgermeister Ulrich Künz nahmen die kilogrammschweren Geräte am Montagabend genauer unter die Lupe. (Foto: pwr)

»Das ist eine echte Investition in die Sicherheit der Bevölkerung«, so Stadtbrandinspektor Heino Becker bei der Übergabe. Zusammen mit Wehrführer Horst Köhler nahm er die Rettungsgeräte von Bürgermeister Ulrich Künz und Erstem Stadtrat Harald Bartel entgegen.

Zum Einsatz kommen diese Geräte meist bei schweren Verkehrsunfällen, sie ermöglichen die schonende und präzise Rettung von Verletzten aus Unfallwracks. Die Geräte werden mit einem Ölkompressor über Hydraulikschläuche betrieben, die Steuerung erfolgt über ein sogenanntes Stellteil an den Rettungsgeräten selbst. Während mit dem Spreizer beispielsweise verformte Autotüren aufgedrückt werden können, kann mit der Schere das Dach eines Autos abgetrennt werden. Neben der präzisen Befreiung bieten hydraulische Rettungssätze ein funkenfreies und nahezu lautloses Arbeiten. Mit den bisherigen Geräten gestaltete sich diese patientenorientierte Rettung für die Frauen und Männer der Feuerwehr Kirtorf immer schwieriger. Denn aufgrund von Weiterentwicklungen im Automobilbau stieß der über 20 Jahre alte hydraulische Rettungssatz an seine Leistungsgrenzen. Durch das neue Gerät hoffen die Kirtorfer Retter den aktuellen Anforderungen gewachsen zu sein, denn die rund 20 Kilogramm schwere Rettungsschere verfügt über eine Schneidkraft von 107 Tonnen bei einer Öffnungsweite von 20 Zentimetern. Der gleichschwere Spreizer bringt eine Leistung von 54 bis 330 Kilonewton bei einem Spreizweg von 71 Zentimetern.

Im Rahmen der Neuanschaffung im Kostenrahmen von 7800 Euro wurde zudem eine Umrüstung an allen hydraulischen Rettungsgeräten der Feuerwehr vorgenommen, sie wurden von Doppelkupplungen auf Einzelkupplungen umgerüstet. Nun ist es möglich, die Geräte im laufenden Betrieb mit einem Handgriff zu wechseln.

Bürgermeister Künz zeigte sich am Montagabend von der Notwendigkeit des Rettungsgerätes überzeugt. Besonders das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute hob er in einer kurzen Ansprache hervor, denn die Bedienung des Geräte erfordere eine hohe Ausbildung. Erster Stadtrat Bartel unterstrich in seiner Rede die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr, auch er hob die Qualifikation der Feuerwehrleute hervor.

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