06. Juli 2021, 21:53 Uhr

»Kirche mit Hand, Hirn und Fuß«

06. Juli 2021, 21:53 Uhr
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Aus der Redaktion
Dorette Seibert. FOTO: PM

Vogelsbergkreis (pm). Die Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen hat in Hanau Dr. Dorette Seibert in den Aufsichtsrat gewählt. Seibert ist seit dem Jahr 2019 Dekanin im Dekanat Vogelsberg, das seinen Sitz in Alsfeld hat.

Mit Dorette Seibert ist nun eine Frau in 18-köpfigen Gremium, deren Herz nach eigenem Bekunden »für die Diakonie schlägt.« Ein Blick auf den Werdegang der Pfarrerin unterstreicht diese Aussage: Bereits während ihres Studiums war sie als Pflegehelferin in einem Heidelberger Seniorenheim tätig. Seit vielen Jahren bereits ist sie Vorsitzende des Diakonievereins Oberursel und ist dies auch nach ihrem Weggang nach Alsfeld geblieben. Als Dekanin ist sie im Vogelsberg Mitglied im Dekanatsdiakonieausschuss und in der Dekanatsdiakoniekonferenz.

Potenzial von Kirche und Diakonie nutzen

Themen aus dem diakonischen Umfeld begleiten sie daher beständig, nicht zuletzt durch die Tätigkeit ihres Ehemannes, der Palliativ-Care-Fachkraft ist. »Als Theologin möchte ich dazu beitragen, dass theologisch an den gemeinsamen Herausforderungen von Kirche und Diakonie weiter gearbeitet wird«, äußert die neue Aufsichtsrätin.

»Glaube braucht Hand und Fuß, und diakonisches Handeln kann auf eine geistliche Dimension nicht verzichten.«

Ein großes Augenmerk wird also auf der Zusammenarbeit von Diakonie und Kirche liegen - allzu oft habe man dabei den Eindruck, dass beide Institutionen konkurrierten, obwohl sie doch dasselbe, nämlich das Wohl der Menschen, die sie aufsuchten und die bei ihnen arbeiteten, im Blick hätten. Kirche und Diakonisches Werk hätten gemeinsam mehr Potenzial zur Gestaltung der Gesellschaft, zeigt sich die Pfarrerin überzeugt.

Als Dekanin aus dem ländlichen Raum sieht sich Dorette Seibert aber auch als Vertreterin der kleinen diakonischen Werke im ländlichen Raum. »Ich möchte im Aufsichtsrat die Situation in ländlichen Regionen im Blick behalten. Und auch, wie sich die Weiterentwicklung nach der Ausgliederung für die kleineren regionalen Diakonischen Werke gestaltet«, zeigt Seibert ihre Perspektive auf.

Der regionalen Sache verpflichtet

Sowohl als Dekanin als auch als Aufsichtsrätin und Beirätin wolle sie der Belange der Menschen und Einrichtungen vor Ort in die Leitungsgremien tragen und ihnen dort Gehör verschaffen. Insofern könnte das neue zusätzliche Amt sich ganz direkt im Vogelsberg auswirken.

»Ich habe dem Leiter des hiesigen regionalen Diakonischen Werks, Fred Weißing, signalisiert, dass ich mich gerade der regionalen Sachen verpflichtet fühle, auch wenn ich im Aufsichtsrat natürlich auch das Ganze im Blick haben muss.«



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