18. April 2021, 20:22 Uhr

Joachim Erbes neuer 1. Stadtrat

18. April 2021, 20:22 Uhr
Der neue Magistrat mit, von links, Bürgermeister Schneider, Mirko Auer, Marion Möller, Volker Scharmann, Armin Kraft, Joachim Erbes und Manfred Feineis, rechts Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee. Es fehlt Werner Funk. FOTO: AU

»Die letzte Wahl hat das Gesicht der Stadtverordnetenversammlung stark verändert«, stellte Bürgermeister Edwin Schneider am Freitagabend in der konstituierenden Sitzung in der Stadthalle fest. Statt drei Fraktionen wie bisher sind jetzt sechs Parteien und Wählergruppen zur Wahl angetreten und alle mit Vertretern in das neue Parlament gewählt worden,

Die »Gesichtsveränderung« wurde an diesem Abend dann gleich bei mehreren Tagesordnungspunkten deutlich. So herrschte bei der vom ältesten Stadtverordneten Manfred Feineis geleiteten Wahl von Karl Weisensee (SPD) zum Stadtverordnetenvorstehers noch große Einigkeit, ebenso wie bei der anschließenden Wahl seiner drei Stellvertreter Torsten Jost (SPD), Jan Philipp Mettler (CDU) und Steffen Scharmann (FW). Dann krachte es bei der Wahl des Magistrates ganz gewaltig.

Einstimmig waren sich die Stadtverordneten noch bei der Wahl der Schriftführerin Anke Prössl und deren Stellvertreterinnen Michaela Frank und Maren Wiegand. Ebenfalls ein einstimmiges Votum gab über die Gültigkeit der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte.

Zur Wahl des Magistrates gingen anschließend gleich drei Vorschläge ein. Neben der SPD-Fraktion und der Liste der Grünen reichten CDU-, FW- und AK-Fraktion eine Gemeinschaftsliste ein. In geheimer Wahl entfielen auf die Gemeinschaftsliste 4,5 Sitze, die SPD zwei Sitze und die Liste Grüne 0,5 Sitze, so dass das Los über den letzten Sitz entscheiden musste. Es entschied zu Gunsten der Gemeinschaftsliste. Damit war die Überraschung endgültig perfekt, denn fünf Sitze entfielen damit auf das Bündnis CDU, FW und AK und nur zwei Sitze verblieben der SPD.

Der langjährige 1. Stadtrat Werner Funk musste sein Amt an den bisherigen FW-Stadtrat Joachim Erbes abgegeben, der diesmal für die CDU kandidierte. Ein Novum bei der Wahl des Magistrates war noch, dass nach 49 Jahren mit Marion Möller (CDU) die erste Stadträtin seit Bestehen der Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde. Die weitere Besetzung des Magistrates: Volker Scharmann (FW), Armin Kraft (AK), Werner Funk, Manfred Feineis (beide SPD) und Mirko Auer (FW) nachdem Jan Philipp Mettler (CDU) nach einer Sitzungsunterbrechung verzichtet hatte.

Wahl-Marathon

Stadtverordnetenvorsteher Weisensee vereidigte die neuen Magistratsmitglieder und Bürgermeister Schneider überreichte die Ernennungsurkunden. Da mit der Wahl zum Magistrat mehrere Mitglieder aus der Versammlung ausschieden, rückten Dirk Bauer, Jörg Hermann (beide SPD), Frank Schäfer (FW) und Dr. Sven Kilian (AK) nach.

Sehr langwierig wurden dann die nachfolgenden Wahlen der Vertreter und deren Stellvertreter für die Verbandsversammlungen der Verbände. Für das ekom 21 - Kommunales Gebietsrechenzentrum waren dies Bürgermeister Schneider und 1. Stadtrat Erbes und für den Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis Volker Scharmann (FW) und Till Hermann (CDU). Im Wasserbeschaffungsverband Helpershain/Köddingen wirken Jörg Hermann (SPD), Till Hermann, Michael Mettler (beide CDU) und Frank Schäfer (FW), deren Vertreter sind Dirk Bauer (SPD), Philipp Geiß (CDU), Jens Scharmann (FW) und Jan Philipp Mettler (CDU).

Im Kindergartenausschuss arbeiten Karl Weisensee (SPD), Philipp Geiß (CDU), ihre Stellvertreter sind Christian Faust (SPD) und Jan Philipp Mettler (CDU). Im Zweckverband »Naturpark Hoher Vogelsberg« wirkt Albert Appel (Grüne) mit, Stellvertreter ist Dirk Bauer (SPD). In die Betriebskommission des Eigenbetriebs »Stadtwerke Ulrichstein« wurden Karl Weisensee, Torsten Jost (beide SPD), Jan Philipp Mettler (CDU) und Albert Appel (Grüne) gewählt, vertreten werden sie durch Jörg Hermann, Christian Faust (beide SPD), Till Hermann (CDU) und Frank Schäfer (FW).

Der zu Beginn der Sitzung geäußerte Wunsch von Bürgermeister Schneider auf ein schnelles Sitzungsende fand wenig Resonanz. Es erfolgte erst um 22.45 Uhr.

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