23. Juni 2021, 21:31 Uhr

Idyllischer Platz in der freien Natur

23. Juni 2021, 21:31 Uhr
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Von Hannelore Diegel
Stolz präsentieren die Elternbeiratsmitglieder den neuen Abenteuerspielplatz mit rustikalem Stuhlkreis (v. l.): Anika Müller, Christian Wagner, Sabrina Schliebner, Vanessa Klein und Michelle Specht. Zum Elternbeirat gehören des Weiteren: Andreas Schmitt, Melanie Helm und Tina Schuffenecker, die ebenfalls mit im Einsatz waren. FOTO: EVA

Gemünden (eva). »Wir haben den Wald gefegt«, so bilanzieren die Elternbeiratsmitglieder der Kindertagesstätte »Siebenstein«, die auf dem Gelände der Grillhütte am Kammberg in Burg-Gemünden einen Abenteuerspielplatz in der freien Natur für die Kindergartenkinder geschaffen haben.

War in früheren Jahren in und um die idyllisch liegende Schutzhütte mit separatem Grillhäuschen, angefangen von zahlreichen Himmelfahrtsfeiern, zum Teil auch mit Himmelfahrtsgottesdiensten, einfachen Grillpartys oder Geburtstagsfeiern, den Sommer über immer reges Leben, so ist das Gelände inzwischen in einen Dornröschenschlaf gefallen. Dieser Vergleich kommt einem einmal mehr in den Sinn, weil sich in der Zwischenzeit die Natur dort ihren Weg gebahnt hatte, sodass durch die massive Ausbreitung der Hecken, Sträucher und Gräser, insbesondere auch die Zugangswege überwuchert waren.

Rücksprache mit den »Nachfolgern«

Doch warum ein so schönes Gelände mitten in der Natur nicht wieder nutzen, fragten sich die Elternbeiratsmitglieder, denen teilweise das Freizeitgelände und der Spaß, den man dort haben kann, aus ihrer eigenen Kindheit noch bekannt war.

Nach Rücksprache mit der Gemeinde sowie den »Nachfolgern«, wie sich die Gruppe nennt, die vor Jahren von den einstigen »Erbauern« der Schutzhütte und des Grillhäuschens, das Gelände übernommen haben und deren Einverständnis zur Nutzung durch die Kindertagesstätte, gingen die Elternbeiratsmitglieder an einem Wochenende frisch ans Werk.

Wie der Prinz in Dornröschen hieß es zunächst, sich mit fachgerechtem Freischnitt durch die Hecken einen Weg zu bahnen, angestautes Laub und heruntergefallene Äste sowie eine Menge Müll zu entsorgen, abgestorbenes Geäst sicherheitshalber zu entfernen, die eigens für die Kinder erbaute Rutschbahn von Unrat zu befreien und somit sicher »rutschbar zu machen«, oder auch dafür zu sorgen, dass die Toiletten wieder benutzt werden können.

Darüber hinaus wurde praktischerweise ein Holz-Naturstuhlkreis unterhalb des Hanges, gleich neben der Rutsche errichtet, auf dem sich die Kinder zwischendurch mal ausruhen, ihr Frühstück einnehmen können, oder was ihnen auch immer einfallen wird.

Bauhof hilft

Kindergartenleiterin Nicole Schlosser freut sich über die Initiative des Elternbeirates, durch die es nun künftig möglich ist, kurzerhand vom Kindergarten aus, nach einem kleinen Spaziergang, das Natur-Freizeitgelände nutzen zu können.

Sie informierte, dass auch der Bauhof seine Unterstützung zur weiteren Instandhaltung des Platzes zugesagt habe und ebenso die »Nachfolger« signalisiert hätten, dass sie bei Bedarf gerne einmal helfend einspringen werden.



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