13. März 2014, 12:53 Uhr

Steile Abfahrten und fetziges Après

Homberg-Haarhausen (pm). Die 29. Sportwoche des Skiclubs Haarhausen fand kürzlich im Skigebiet von St. Anton (Österreich/Arlberg) statt. Insgesamt 39 skibegeisterte Teilnehmer starteten zu einem der schneesichersten Skiorte im Alpenraum.
13. März 2014, 12:53 Uhr
Die 29. Sportwoche des Skiclubs Haarhausen fand kürzlich im Skigebiet von St. Anton (Österreich/Arlberg) statt. (Foto: pm)

So waren auch die Schneeverhältnisse im Gegensatz zu vielen anderen Skigebieten in diesem milden Winter sehr gut, und alle Lifte und Pisten waren geöffnet.

St. Anton gehört zum Skiverbund »Ski Arlberg«, der die Skigebiete der Orte St. Anton, St. Christoph und Stuben mit dem von Lech und Zürs über den Flexenpass verbindet. Das Skigebiet auf einer Höhe von 1300 bis 2800 Meter bietet mit 94 Liften und Bahnen insgesamt 340 Kilometer Pisten. 180 Kilo-
meter Tiefschneeabfahrten machen den Arlberg zu einem der bekanntesten Freeride-Zentren der Alpen. Der Arlberg gilt als die Wiege des alpinen Skilaufs, dort wurde 1901 der 1. Skiclub gegründet und 1921 die erste Skischule Österreichs eröffnet. Berühmte Skifahrer wie Karl Schranz oder der mehrmalige Slalom-Weltmeister und aktuelle Olympiasieger Mario Matt kommen aus St. Anton. Deshalb ist St. Anton auch international sehr bekannt, und man trifft viele Touristen aus England oder Skandinavien und sogar aus Australien.

Seit dieser Saison gibt es auch eine Verbindung von Lech mit dem Skigebiet von Warth/Schröcken, das der Skiclub 1993 schon einmal besucht hatte. Natürlich war dies ein Ziel für eine Tagestour, denn man wollte sehen, was sich in 20 Jahren alles verändert hatte. Damals hatte man eine geführte Route durchs Gelände von Schröcken nach Lech gemacht. Ungefähr diese Strecke überwindet man jetzt mit dem neuen Auenfeldlift, und von dort aus versuchte man die damalige Route zu rekonstruieren und man erinnerte sich an das Erlebte. Im Skigebiet selbst waren sehr viele Lifte modernisiert worden, und es boten sich durch den in der Nacht gefallenen Neuschnee gute Gelegenheiten für Tiefschneeabfahrten.

Ebenso war das Skigebiet von Lech und Zürs im Vorarlberg ein attraktives Ziel für Tagestouren. Über den Weißen Ring, einem historischer Rundkurs mit traumhaftem Alpenpanorama, durchquerte man das gesamte Gebiet rund um das Omeshorn. Die dazugehörende Madlochabfahrt, eine Skiroute, bei der auf fünf Kilometer Länge und 1000 Höhenmeter überwunden wurden, gehört zum anspruchsvollsten Teil der Tour, war aber gut zu befahren. Über die gesamte Strecke von insgesamt 22 Kilometer findet jedes Jahr unter gleichem Namen das längste Skirennen der Welt statt. Ein weiterer landschaftlicher Genuss war die Abfahrt über den Muggengrat durch das »Zürser Täli«, eine von steilen Schneehängen gesäumte hochalpine Piste, die auch schöne Tiefschneevarianten abseits der Piste bietet.

Traumabfahrt vom Schindlerkar

Aus der örtlichen Skischule stand der Skilehrer Sepp für drei Tage zur Verfügung und führte durch das abwechslungsreiche St. Antoner Skigebiet, das sich über die beiden Berge Galzig und Kapall erstreckt. Ein Erlebnis war die Tourenabfahrt vom 2660 Meter hohen Schindlerkar bei strahlendem Sonnenschein und Pulverschnee. Schon alleine die Bergfahrt mit dem Lift durch steile Felswände bot einen Wow-Effekt, wenn sich plötzlich kurz vor der Bergstation das beeindruckende Panorama Richtung Vorarlberg eröffnet. Insgesamt aber waren die Pisten Richtung Tal eng und dadurch oft überfüllt und es bildeten sich schnell große Schneehaufen, die den Fahrspaß ein wenig trübten.

Zahlreiche urige Hütten entlang der Talabfahrt lockten mit Lifemusik und Partystimmung. Beim legendären Moserwirt musste man natürlich auch mal gewesen sein. Favorit bei den Skiclubmitgliedern war jedoch der Après auf der Sennhütte oder im Heustadl, wo bei fetziger Lifemusik so richtig die Post abging und auch vom Skiclub keiner auf den Stühlen sitzen blieb.

Das alljährliche Rennen um die Clubmeisterschaft wurde auf der permanenten Rennstrecke am Rendl durchgeführt. Wie immer fand am Abend vorher die Wachselparty im Skikeller des Hotels statt. Mit Hilfe der Servicespezialisten Theobald Fischer und Markus Becker wurden die Ski gewachst und professionell vorbereitet. Der Renntag begann mit strahlendem Sonnenschein, und es herrschte gute Stimmung. Leider verschlechterten sich das Wetter und die Sicht im Laufe des Rennens, so dass die später Startenden nicht mehr so gute Verhältnisse hatten. In der Damengruppe setzte sich Heike Boland als Clubmeisterin durch, zweite wurde Anke Beutel und dritte Claudia Nerlich. Clubmeister der Herren wurde Jochen Wilhelm, zweiter Eckhard Metz und dritter Sönke Glöde. In der 2. Männergruppe (Senioren) siegte Gerhard Wilhelm, zweiter wurde Matthias Rübenstahl und dritter Kuki Ebke. Bei der Siegerehrung am Abend wurden die Clubmeister gebührend gefeiert und Kuki Ebke wurde für die 10. Teilnahme an einer Skiclubfahrt geehrt.



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