21. März 2012, 14:28 Uhr

Schaf-Patenschaft für »Hirten« der Gemeinde

Homberg (kli). Unter großer Beteiligung der Bürger und vieler Gäste beging Pfarrer Werner Schrag am Sonntag in der Homberger Stadtkirche sein 25-jähriges Ordinationsjubiläum.
21. März 2012, 14:28 Uhr
Dekan Dr. Jürgen Sauer gratuliert Pfarrer Werner Schrag zum 25-jährigen Ordinationsjubiläum. (Fotos: kli)

Besonders begrüßt wurde Dekan Dr. Jürgen Sauer, der Grußworte überbrachte. Pfarrer Werner Schrag griff in seiner Ansprache dann ein Gleichnis aus dem Brief des Paulus an die Philipper auf. Er sprach über Menschen, die Spuren hinterlassen, und nannte dazu Mutter Theresa als Beispiel.

Sie sei eine kleine, aber sehr energische Frau gewesen, sonst hätte sie ihr Werk nicht ausführen können. Er nannte als Beispiel auch den Apostel Paulus, der an viele Gemeinden schrieb, zum Beispiel an die Philipper, die erste christliche Gemeinde. Schrag erzählte auch von den Ephesern, die gegen Widerstände angehen mussten. Schrag erwähnte auch den neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck, bei dem die Freiheit als Pastor oben anstand. Gauck erscheine ehrlich, auch wegen seiner Zweifel. Dann ging Pfarrer Schrag noch auf die Angst ein, auch die vor dem Sterben.

Es folgten weitere Ansprachen, in denen viel Anerkennendes zum Wirken von Pfarrer Schrag vorgetragen wurde. Eine Patenschaft für ein Schaf überreichte – in Anlehnung an das Wort Pastor (lateinisch Hirte), der seine Schäflein hütet und betreut – Elke Koch vom Kirchenvorstand. Einen Rückblick auf die
25 Jahre Dienstzeit in Homberg gab Ute Meißner vom Kirchenvorstand. Pfarrer Werner Schrag kam 1987 in die Ohmstadt und übernahm mit seiner Frau Brigitte die neu eingerichtete Pfarrstelle 2.

Seitdem wurden viele Neuerungen in der Kirchengemeinde eingeführt, unter anderem die musikalische Arbeit mit modernen Liedern zu Gitarre und Geige. Ebenso rief Schrag eine Gitarrengruppe sowie einen Kinder- und Gospelchor ins Leben. Der ökumenische Weltgebetstag, ökumenischer Kreuzweg der Jugend, Feier der Osternacht und die Christmette zählten zu sehr beliebten Gottesdiensten. Zu festen Bestandteilen des Gemeindelebens gehören das Osterfrühstück, Gemeindefeste, Ernte-Dank-Essen, Kirchenkaffee und die Familiengottesdienste. All das sei auch durch Pfarrerin Brigitte Schrag mit angeregt und geprägt worden. In dieser Zeit wurde das Pfarrer-Praetorius-Haus gebaut und das Gemeindehaus an der Stadtkirche renoviert. Ferner bekam die Stadtkirche eine neue Orgel und ein neues Dach. Dabei habe sich der Pfarrer stets kompromissbereit gezeigt. Mit Kreativität, Engagement, Entscheidungsfreude und Mitgefühl habe Pfarrer Schrag in all den Jahren seinen Dienst versehen, dafür dankte ihm Ute Meißner im Namen der Kirchengemeinde und des Kirchenvorstandes und sie wünschte, dass er den Hombergern noch lange als Pfarrer erhalten bleibt.

Werner Schrag nannte seine Frau Brigitte eine unersetzbare Hilfe und treue Wegbegleiterin. Blumen und Geschenke übergab man an den Jubilar, verbunden mit Würdigungen. Dekan Dr. Jürgen Sauer erwähnte in seiner Ansprache das Weizenkorn. Wenn es auf guten Boden fällt, trage es Frucht, wenn es auf weniger guten Boden fällt, verdirbt es. Er gratulierte zum Ordinationsjubiläum und sprach über den Weg von Werner Schrag. Auich überreichte er Urkunden und ein Geschenk. Das Jubiläum und der Gottesdienst wurde von Hermann Rückert an der Orgel verschönt. Der Kinderchor unter der Leitung von Katja und Michael Metz gab eine gelungene Vorstellung.

Pfarrer Werner Schrag nannte in seiner Dankesrede stellvertretend die Frauen Tilla Maus, Erna Deeg und Lina Jüngel. Sie waren am Anfang seiner Dienstzeit und der Ordination vor 25 Jahren eine große Hilfe. Er lobte ihren Fleiß und ihr Engagement. Leider sei Lina Jüngel bereits verstorben. Rainer Grünewald und Ingrid Lange sprachen ein Schlussgebet und die Gratulationen wollten dann kein Ende nehmen. Die Kirchengemeinde und Gäste waren danach zum Imbiss eingeladen.



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