30. November 2009, 17:06 Uhr

Modernes Krippenspiel begeistert mit Fröhlichkeit

Homberg (kli). Im Vorfeld der Ankündigungen zum AdventLeuchten hatte die Freie Theatergruppe den Titel ihres Stückes »Hilfe, die Herdmanns kommen« (frei nach Barbara Robinson) vorgestellt.
30. November 2009, 17:06 Uhr
Im Brauhaus zeigte die Freie Theatergruppe Homberg ein Krippenspiel. (Foto: kli)

Homberg (kli). Im Vorfeld der Ankündigungen zum AdventLeuchten hatte die Freie Theatergruppe Homberg den Titel ihres Stückes »Hilfe, die Herdmanns kommen« (frei nach Barbara Robinson) vorgestellt und erklärt, dass die Besonderheiten dieses modernen Krippenspiels bei der Uraufführung im Saal des Brauhauses erlebt werden könnten. Am Samstagabend gab es auch hier einen regelrechten Besucheransturm, der Saal konnte die Interessierten nicht alle aufnehmen, so waren die Treppen ebenfalls noch besetzt. Anne L. Stiller stellte das Stück vor und erklärte, dass es sich bei den Herdmanns um eine kinderreiche amerikanische Familie handle.

Die Kinder hatten schnell gelernt, dass, wenn man sich durchsetzen will, auch viele unseriöse Tricks wie rempeln, klauen, Schule schwänzen oder den anderen Kindern das Leben schwer machen anwenden muss. So waren die Herdmanns weit und breit gefürchtet und jeder hielt Abstand zu ihnen.

Dann begann die eineinhalbstündige Theateraufführung, bei der es nie langweilig wurde und bei der Fröhlichkeit Trumpf war. Frau Armstrong (Thea Rothe) hatte bisher immer die Weihnachtsfeier im Städtchen vorbereitet, die sich alle ähnelten. Durch einen Beinbruch konnte sie dieses mal nicht, so setzte sich Jenny Charter (Nora Weitzel) als Frau von Fred Charter (Volker Orth) für die Durchführung in abgespeckter Form ein, besonders für das Krippenspiel, das von Anfang an Überraschungen bot. Die Rollen kamen dieses mal nicht in die selben Hände wie zuvor, denn die Herdmanns nahmen alle in Beschlag, sehr zum Missfallen der anderen Mitschüler, denn keiner wollte aus Angst vor den Herdmanns andere Rollen übernehmen und weil die Eltern der anderen Kinder nicht zustimmten. Das Krippenspiel kam dennoch zustande, auch wenn es oft turbulent zu ging. Wie hatte doch Jenny Charter gesagt, »an dieses Krippenspiel werde man sich noch lange erinnern« und genauso kam es auch.

Die Herdmanns setzten sich und ihre Ideen durch, waren Meister im improvisieren, mischten die Karten neu und wer - wie die Herdmanns - die Weihnachtsgeschichte nicht kannte, erlebte eine ungewöhnliche Neufassung. So bekam das Jesuskind in der Krippe einen neuen Namen und wurde als Puppe hineingelegt. Als diese nicht mehr auffindbar war, nahm man einfach eine Vase. Das Krippenspiel kam zur Aufführung und begeisterte durch die Unbekümmertheit und Fröhlichkeit. Man wird sich in Homberg noch lange daran erinnern und wünschte sich zum Abschluss eine Wiederholung. Die Besucher waren sich einig, dass die Rollenbesetzung perfekt umgesetzt wurde, und dass alle Mitspieler in diese hineinwuchsen. Ein besonderes Lob galt allen Mitwirkenden, da in der räumlichen Enge des Brauhaussaales oft improvisiert werden musste. Zum Abschluss gab es Blumen und andere Geschenke für die Mitwirkenden. Eine besondere Erwähnung fanden für die Spielleitung Christiane Gans, für die technische Leitung Joachim Rothe, als Seniorin der Gruppe Thea Rothe und als Souffleur Philipp Cincul. Für die richtige Beleuchtung sorgten Luca Eschenbrenner und Moritz Rothe.

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