06. Oktober 2015, 12:53 Uhr

Markt in Homberg: »Tegut Kirtorf wird geschwächt«

Homberg (pm). Bürgermeister Ulrich Künz (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Regionalversammlung Mittelhessen, hat auf einer Veranstaltung des CDU-Verbandes Homberg über Inhalte und Ziele des Teilregionalplanes Energie referiert. Ferner äußerte er sich zum massiv umstrittenen geplanten Einkaufszentrum in der Marburger/Friedrichstraße.
06. Oktober 2015, 12:53 Uhr

Wie Künz ausführte, muss mit dem Teilregionalplan Energie die Voraussetzung für eine regionalplanerische Steuerung des Ausbaus der Nutzung erneuerbarer Energie in Mittelhessen und damit auch in Homberg gelegt werden. Dabei gehe es um diejenigen Formen erneuerbarer Energien, die in der Fläche wirken. Nach Vorgaben des Landesentwicklungsplanes ist die Nutzung der Windenergie über die Festlegung eines Vorranggebietes zum Beispiel im Bereich von Haarhausen und Höingen zu steuern.

Die Energiewende sei eine große Herausforderung unserer Zeit. Bis zum Jahre 2050 soll die Strom- und Wärmeversorgung Hessens vollständig auf erneuerbaren Energien basieren. Der im Juli dieses Jahres in Kirtorf beschlossene Teilregionalplan Energie durch die Regionalversammlung liegt derzeitig offen. Nunmehr hätten die Behörden, Verbände und auch die Stadt Homberg mit ihren Bürgern die Möglichkeit, ihre Anmerkungen und Bedenken zum Teilregionalplan abzugeben. Da im jetzt aktuellen Teilregionalplan viele Windvorrangflächen in den staatlichen Waldungen vorgesehen sind, müssten auch die Städte und Gemeinden an den Pachteinnahmen des Landes beteiligt werden.

Geld aus Windkraft für Kommunen

Um die Akzeptanz der Energiewende und der Errichtung von Windenergieanlagen auf Grundstücken des Landesbetriebes Hessen-Forst zu fördern, solle die Standortkommune an den Pachteinnahmen von Hessen-Forst bis zu 30% beteiligt werden.

Weiter ging Künz auf das laufende Zielabweichungsverfahren zur Errichtung eines Einkaufszentrums in Homberg ein. Im Landesplanungsgesetz seien auch die Nachbarkommunen zu diesem Zielabweichungsverfahren gehört worden.

Auch aus seiner Sicht ist die Einrichtung eines weiteren Lebensmittelmarktes in der Homberger Innenstadt negativ zu beurteilen, da dadurch insbesondere der örtliche Lebensmittelmarkt Tegut in Kirtorf weiter geschwächt werden dürfte. Im Übrigen sei auch angebots- und entfernungsbedingt eher eine negative Entwicklung der Käuferströme in Richtung Homberg (Ohm) anzunehmen.

Unter Berücksichtigung dieses Zusammenhangs spricht Künz von einer Verschlechterung der Grundversorgung in Kirtorf, da bei einer weiteren Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in der Homberger Kernstadt möglicherweise weitere potenzielle Käufer, ihre Lebensmitteleinkäufe gleich erledigen. Der Lebensmittelmarkt in Kirtorf werde somit zumindest nicht gestärkt.

Im Hinblick auf die langfristige Stabilisierung strukturschwacher Räume besteht nach Einschätzung von Künz ein hoher Bedarf an Unterstützung.

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