17. August 2021, 21:33 Uhr

Gute »Kirchenseelen«

17. August 2021, 21:33 Uhr
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Von Jutta Schuett-Frank

Der Festgottesdienst zu Ehren von fünf Ehrenamtlern, die lange Jahre tätig waren, fand jetzt im Freien statt. Pfarrerin Verena Reeh und Pfarrer Holger Becker (i. R.) gestalteten den Gottesdienst gemeinsam. Die 94 Jahre Ehrenamt teilten sich auf fünf Kirchenvorstandsmitglieder auf.

Diese fünf haben viel Zeit, Kraft, Engagement in ihr Amt gesteckt, wurde bei der Feier betont. So ein Amt könne man nur mit »viel Herzblut, Elan und Kampfgeist und mit Liebe im Herzen« bewältigen, denn oftmals müsse die Familie zurückstecken.

Clara Joost begleitet die Lieder, welche passend zum Gottesdienst ausgewählt worden waren: »Geh aus mein Herz«, »Von guten Mächten wunderbar geborgen« oder »Möge die Straße uns zusammenführen«.

Pfarrer Holger Becker erinnert an Worte des Wilhelm Voigt (»Hauptmann von Köpenick«), und er selbst berlinerte bei einem Zitat, das sich um den Inhalt des Lebens dreht. In Flensungen wurde einiges auf den Weg gebracht, so Becker, »wenn auch mal vonseiten der Kirchenleitung Steine in den Weg gelegt wurden, so hat man immer nach den besten Wegen Ausschau gehalten«. Der Gemeindebrief wurde ins Leben gerufen, die Kirchengebäude auf Vordermann gebracht und was noch wichtig sei, man schreibet schwarze Zahlen.

Holger Becker bedankte sich für die gute lange Zusammenarbeit. »Die Zeit war wertvoll. schön und die Entscheidungen wurden miteinander getragen. Dekan Norbert Heide ließ Grüße von der Insel Baltrum übermitteln. Den scheidenden Kirchenvorstandsvorsitzenden bescheinigte er »Worte der Stärke« und sie seien ein Fels in der Brandung.

Regiestühle als Geschenk

Gabriele Richardt hielt dann ein Geschenk in Form von ausgetretenen Schuhen in der Hand und überreichte es Ortrud Theiß, während Daniela Müller ein Gedicht vortrug, welches für alle scheidenden Kirchenvorstandsmitglieder bestimmt war.«

Der Kirchenvorstandsvorsitzende aus Merlau, Hans-Gerd Schneider, verabschiedete in diesem Gottesdienst seine »Kirchenvorstandsvorsitzenden-Ehefrau«, wie sie genannt wird. Auch er legte Wert darauf, dass zwischen Flensungen und Merlau »kein Kirchturmdenken stattfindet«, sondern dass man immer mit »einer Stimme« gesprochen und Entscheidungen getroffen habe. Für die scheidenden Kirchenvorsteher gab es Urkunden und eine Medaille der Abenteuer-Rallye.

Außerdem hatte Pfarrerin Verena Reeh für alle fünf Scheidenden jeweils einen schwarzen Klapp-Regiestuhl als Geschenk mitgebracht und dort waren die jeweiligen Vornamen zu lesen. Nun sei ihnen »immer der Platz in der ersten Reihe sicher«. Ortrud Theiß bedankte sich für die Geschenke und die Worte, gab den Dank zurück und sagte auch ihren beiden Männern dafür Danke, dass sie ihr jegliche Unterstützung gewährten. Es waren berührende Szenen auf dem Vorplatz der Kirche. Mit einem Abschiedslied erfreute der »Spontanchor der Pfarrer und der neuen Kirchenvorstände«.

Verabschiedet wurden in diesem Gottesdienst: Ortrud Theiß nach über 32 Jahren im Kirchenvorstand und als Vorsitzende, Waltraud Schumann nach zwölf Jahren, sie führte unter anderem das Protokoll bei den Sitzungen, Diana Schwebel nach sechs Jahren, sie hatte frischen Wind in den Gemeindebrief gebracht, Robert Menz nach sechs Jahren, Heinrich Hölzer nach 38 Jahren, er war schon zu Zeiten von Werner Kalbhenn im Kirchenvorstand.



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