24. Februar 2021, 21:56 Uhr

Grüne zu Bestattungen

24. Februar 2021, 21:56 Uhr

Die Mücker Grünen sehen mit der Einführung von Baumbestattungen auf den Friedhöfen erstmals »einen Schritt in die richtige Richtung«. Die umlegbaren Kosten pro Grab steigen, da viele Mücker den Weg des Begräbnisses im Ruheforst Laubach gewählt hätten. Das bisherige Beharren auf traditionellen Bestattungsformen habe für steigende Beerdigungskosten gesorgt.

Die Grünen fordern daher weitere Schritte: Eine schnelle Umsetzung der Baumbestattung nicht nur in Nieder-Ohmen, sondern möglichst in allen Ortsteilen der Gemeinde, und eine genaue Betrachtung der Kosten- bzw. Ausgabenseite, um der Preisentwicklung etwas entgegenzusetzen.

Für die Grünen sind bei der Neuordnung der Friedhofsgebühren auch soziale Aspekte zu berücksichtigen. Sozialhilfeempfänger dürften nicht »gegen ihren Willen in die anonyme Beerdigung gedrängt werden, nur weil dies die einfachste Beerdigungsform ist«. Könnten die Beerdigungskosten nicht durch Erben bzw. den Nachlass des Verstorbenen gedeckt werden, übernehme das Sozialamt die Kosten. Allerdings wird in diesem Fall lediglich die einfache ortsübliche Bestattung bezahlt. Dies könne für Mücke bedeuten, dass der Verstorbene auf einem anonymen Grabfeld beigesetzt wird. Das ist nach Auffassung der Grünen unwürdig.

Die Grünen brachten den Vorschlag ein, eine Urnengemeinschaftsanlage vorzusehen. Diese böte die Möglichkeit, die Namen der dort Bestatteten auf einer Steintafel oder Marmorsäule eingravieren zu lassen. So werde es künftig möglich sein, bei der günstigsten Bestattungsform, der Baumbestattung, auch für die Verstorbenen, deren Beerdigungskosten vom Staat gezahlt werden, ein Namenschild mit Geburts- und Sterbedatum anzubringen.

Einem Vorschlag, den Auslastungsgrad auf den Friedhöfen dadurch zu erhöhen, Hinterbliebenen die Möglichkeit einer zweimaligen kostenpflichtigen Verlängerung der Nutzung der Grabstelle einzuräumen, sei nicht gefolgt worden. Dass die Verlängerungsoption abgelehnt wurde, sei auch sehr traurig für alle Eltern, welche ein Kind verloren hätten. Für sie sei es wichtig, dass sie die Liegezeit für ihr verstorbenes Kind nach Ablauf von 30 Jahren auch mehrmals verlängern können, um einen Gedenkort zu haben.

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